PlayNation Test DOOM

DOOM - Der Action-Shooter im Test - Schützenfest für Nostalgiker?

Von Ben Brüninghaus - Test vom 18.05.2016 - 11:44 Uhr
DOOM Screenshot

Bethesda und id Software möchten die Palette der konventionellen First-Person-Shooter mit dem Reboot der Marke Doom erweitern und schicken somit nach Wolfenstein: The New Order eine weitere Retro-Adaption in die Neuzeit der Videospiele. Doom galt seinerzeit als Genre-Mitbegründer, weil Doom aus dem Jahre 1993 mit der neu erfundenen "Doom-Engine" neue Wege in Richtung 3D-Grafik einschlug. Diese setzte sich sogar weitestgehend von Wolfenstein 3D ab, da diese eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten in Punkto Level-Design bot. Bethesda hat den damaligen Genre-Urvater nun in ein neues Gewand gesteckt und möchte sich mit dem altbekannten Franchise einen erneuten Platz zurück in die Spielerherzen sichern. Wir haben das Remake zu Doom auf Herz und Nieren getestet und verraten euch, ob die Konvertierung einen ebenbürtigen Nachfolger zu den ersten beiden Ablegern darstellt respektive die Bezeichnung Remake hier korrekte Verwendung findet.

In den Neunzigerjahren war das Genre Ego-Shooter noch absolutes Neuland für viele Spieler, obgleich es bereits Jahre davor etwaige Videospiele gab, die einem First-Person-Shooter vom Grundgedanken her gleich kamen, ebnete id Software mit Catacomb 3-D den Weg für nachfolgende Shooter-Äquivalente dieses Genres, wie wir sie heute kennen. Bekannt wurde das Genre allerdings erst so richtig durch das Spiel Wolfenstein 3D aus dem Jahre 1992 - welches ebenfalls von id Software entwickelt wurde und neben Doom als Vorreiter vieler zukünftiger Shooter steht. Mit der verbesserten Doom-Engine gab es jedoch ganz neue Möglichkeiten und Spieler hatten das erste Mal das Gefühl, in eine reelle 3D-Umgebung einzutauchen. Was nicht zuletzt auf die unterschiedlichen Höhen und Tiefen sowie das ausgefallene Level-Design in Gänze zurückzuführen war. Die Möglichkeiten mit der neuen Doom-Engine waren umfangreicher als jemals zuvor und die Designer John Carmack, Tom Hall und John Romero erschufen mit einer einfachen Grundidee ein ausgeklügeltes Setting, das funktionieren sollte.

Doom, ein kommerzieller Erfolg

Ein gescheitertes Experiment auf den Mars-Monden führt zu einem Dimensionsriss, welches den Dämonen aus der Hölle einen Weg auf die Station ebnet. Dazu kommen fiktionale Waffen und ein Space Marine als Protagonist, in dessen Rolle der Spieler schlüpfen darf. Doom stand somit für actiongeladenes Gameplay. Die Action, die man seinerzeit nur in großen Hollywood-Blockbustern mit Silvester Stallone und Co. serviert bekam, sollte mit Doom einen ganz eigenen Weg in die Videospieleindustrie finden.

Die Storyelemente traten in der Vergangenheit bereits in den Hintergrund und das Hauptaugenmerk lag eindeutig auf den blutrünstigen Dämonen, die dem Spieler den Weg durch die Station der UAC erschwerten und das Leben sprichwörtlich zur Hölle machten. Insgesamt war das Gameplay also sehr schnell, voller Waffen, Blut und durfte sich schlussendlich einem schicken Level-Design erfreuen, das mit all seinen Kniffen und Tricks für zahlreiche Stunden Spielspaß bei der damaligen Spielerschaft sorgte. Doch all das geschah im Jahre 1993 und in den Folgejahren. Wie steht es also um die Zukunft von Doom? Wird man ein solches Setting, ein actiongeladenes Gameplay auch heute noch als Spieler, der schon vielerlei Ego-Shooter zu Gesicht bekam, annehmen und als postiv empfinden? Dieser Frage widmen wir uns nun ausführlich in unserem Test zu Doom aus dem Jahre 2016. 

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