PlayNation Test XCOM 2

XCOM 2 - Alien-Schach für Fortgeschrittene im Test

Von Lisa Anders - Test vom 09.02.2016 - 14:47 Uhr
XCOM 2 Screenshot

Wir haben es geschafft! Die Welt ist befriedet, die Invasion der Aliens gestoppt. Wir sind die Helden, Weltenretter, wir sind XCOM – die Extraterrestrial Combat Force! Dachten wir zumindest am Ende von XCOM: Enemy Unknown. Feierten wir uns am Ende der 2012 erschienenen Neuauflage der ehemaligen UFO-Reihe noch als Sieger über die Außerirdischen, so müssen wir in XCOM 2 jedoch feststellen, dass dies keineswegs der Wahrheit entspricht. Unter dem Deckmantel der globalen Organisation ADVENT, die im Jahre 2015 – offensichtlich dem Jahr, in dem die Aliens über uns gesiegt haben – die Herrschaft ergriffen hat, regiert das Übel aus dem All die Welt und macht dabei Jagd auf uns und alles, was von der freien Welt noch übrig geblieben ist.

War das jetzt die richtige Entscheidung?

Nun befindet sich XCOM also im Untergrund. Unterbesetzt, unterfinanziert, unterdrückt. Aber noch lange nicht unterworfen! Als "Commander" holen wir natürlich zum Gegenschlag aus und unternehmen alles in unserer Macht stehende, um die Aliens und ADVENT aufzuhalten. Doch ganz so einfach wird das nicht. Wie schon im Vorgänger müssen wir auch im zweiten Teil von XCOM ganz genau planen, nicht nur unsere Truppenbewegungen, sondern auch unser Ressourcenmanagement. Ressourcen können in diesem Fall vieles sein. Angefangen von Informationen und Rohstoffen bis hin zu Forschern, Rekruten und den überaus wichtigen Ingenieuren.

Let's reassemble our Avenger!

Alles lässt sich über verschiedene Wege, beispielsweise als Missionsbelohnung oder über den zu entdeckenden Schwarzmarkt, erwerben. Schon recht früh im Spiel merken wir allerdings, dass damit zu haushalten gar nicht so einfach ist. Auf der riesigen Weltkarte, die wir Stück für Stück zurückerobern und von Invasoren befreien müssen, werden wir mehr als einmal vor die Wahl gestellt: Sind uns gerade Informationen oder Ressourcen wichtiger, was müssen wir als nächstes erforschen? Ergibt es mehr Sinn, zuerst an verbesserten Rüstungen oder Waffen für unsere Rekruten zu tüfteln? Oder sollten wir nicht besser zuerst unsere mobile Operationsbasis – die Avenger, ein von uns erbeutetes Alienraumschiff – von Trümmern befreien und mit neuen wichtigen Räumlichkeiten ausstatten?

Schnell stellt sich das Gefühl ein, niemals die ideale Entscheidung getroffen zu haben, was vor allem der Spannung des Spiels keinesfalls einen Abbruch verschafft. Regelmäßig werden so zum Beispiel unsere Scans und Beutezüge auf der globalen Karte von Meldungen über sogenannte zeitkritische Missionen unterbrochen. Hier müssen wir uns entscheiden: Annehmen oder lieber nicht beachten? Beides kann Vor-, aber auch Nachteile haben. Greifen wir zum Beispiel nicht ein, während die Aliens auf Beutezug gehen, erlauben wir es ihnen damit unter Umständen neue Technologien zu erbeuten, die es ihnen leichter macht, uns in den Rücken zu fallen. Wollen wir dem entgegenwirken, müssen wir uns zumeist gegen die Durchführung einer anderen zeitkritischen Mission entscheiden, wodurch den Feinden andere Vorteile gegen uns entstehen.

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