PlayNation Test Just Cause 3

Just Cause 3 - Explosives Fest im Paradies

Von Sascha Scheuß - Test vom 06.12.2015 - 19:48 Uhr
Just Cause 3 Screenshot

Die kühle Luft weht über die Insel Medici und unter der strahlenden Sonne lässt es sich super aushalten. Es könnte alle so schön sein, wenn dieser dicke General Di Ravello diesen Staat nicht fest in seiner Hand hätte und dort seinen Schabernack treibt, um an den Rohstoff mit dem Namen Bavarium zu kommen. Klar, dass so etwas überhaupt nicht geht und unser Held Rico Rodriguez wieder einmal den Tag retten muss. Doch schafft es Just Cause 3 mit noch mehr Explosionen und noch mehr Action sich von den vorherigen Ablegern abzuheben?

Wir finden schon, allerdings zeigt Just Cause 3 auch wieder einmal einige Schwächen, die wir euch in diesem Test erläutern möchten. Aber jetzt erstmal: Herzlich Willkommen in Medici - dem Staat, in dem Explosionen so häufig sind wie Autos in einer Großstadt.

Boom Boom!

Das wird euch auch recht schnell klar, denn Just Cause 3 wirft den Spieler von der ersten Sekunde an sofort in knallharte Action und spielt mit den virtuellen Grafik-Muskeln. Auf einem Flugzeug mit Raketenwerfer bewaffnet, steuern wir auf ein Ziel zu und müssen die am Boden ausgerichteten Flugabwehrgeschütze zerstören, während in der Luft der dritte Weltkrieg zu toben scheint. Überall explodiert etwas oder Kampfjets düsen nur knapp an unserem Kopf vorbei. Diese erste Mission gilt ein wenig als Tutorial und nachdem wir von unserem fliegenden Untersatz getrennt wurden, lernen wir den Umgang mit unserem Fallschirm und dem Greifarm, der dieses Mal deutlich mehr Spaß macht als noch bei Just Cause 2.

Die Story von Just Cause 3 (knapp 20-30 Stunden) ist wieder einmal Serientypisch und hat uns weder gefesselt, noch überrascht, zumal man es verpasste, die Ernsthaftigkeit der Geschichte und den Humor der Charaktere gut zu verpacken. Während man in einer Sequenz noch herumalberte, agieren die Charaktere wenige Minuten später todernst, was von der Balance her kein gutes Bild abgibt. "Aber wen interessiert schon die Story? Wir wollen Action, Explosionen und krasse Stunts sehen!", wird es aus den meisten Mündern der Fans klingen und genau so wurde Just Cause 3 auch umgesetzt. Die Explosionen sind wirklich ansehnlich und egal wie viele Objekte und Gebäude man bereits mit Granaten, Raketenwerfern und Co. pulverisiert hat, wurden wir immer wieder dabei erwischt, wie wir sabbernd auf unser nächstes Ziel zuliefen, nur um es unter lautem Krachen in die Luft zu jagen. Das Waffenarsenal ist größtenteils gleich geblieben und in der riesigen Spielwelt gibt es eine Menge zu entdecken, sowie unzählige Städte und Dörfer zu befreien.


Just Cause 3 setzt übrigens eine beständige Online-Verbindung heraus, was einige Vor- und Nachteile bringt. Falls man mal die Verbindung verliert, ist das Spielen nicht mehr möglich und man wird aus der Welt geworfen bis man wieder mit dem Internet verbunden. Das kann nervig sein, ist bei unserem Test allerdings nie passiert - lediglich Foreneinträge bezeugen diese Vorfälle. Allerdings hat dieser Online-Zwang auch einige gute Ansätze und so wird einem immer wieder eine Bestenliste von seinen Freunden angezeigt. Wer hat die meisten Kills in einer bestimmten Zeit gemacht? Wer wurde am weitesten durch die Luft katapultiert? Wer legte die längste Distanz mit dem Greifhaken zurück? Nette Einblendungen, die hier und da aber auch ein wenig nerven können. Geschmackssache also.

Was ganz nach unserem Geschmack war, ist eine Neuerung in Just Cause 3, die uns enorm viel Spaß gemacht hat - der Wingsuit. Wem der Fallschirm schon gefallen hat, der wird sich an dem Wingsuit nicht mehr satt fliegen können und uns ging es ähnlich. Mit der Taste "E" könnt ihr den Wingsuit im freien Fall benutzen und euren Flug nach unten überraschend präzise und schnell lenken. Wir wissen schon gar nicht mehr wie oft wir nur knapp einen Baum geschnitten oder kurz vor dem Boden das Ruder nach oben gezogen haben. Um sich mit dem Wingsuit etwas vertraut zu machen, bietet Just Cause 3 relativ früh einige Challenges an, die allerdings recht schwer zu meistern sind.

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

KOMMENTARE