PlayNation Test Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider - Die schönste Lara bisher

Von Patrik Hasberg - Test vom 09.11.2015 - 11:29 Uhr
Rise of the Tomb Raider Screenshot

Wir haben uns durch einen Schneesturm geschlagen, sind durch finstere Grabkammern geklettert, haben gegen einen sibirischen Bären gekämpft und das eine oder andere Gefecht gegen die Geheimorganisation Trinity bestritten. Kurz, wir haben Rise of the Tomb Raider gespielt und verraten euch in unserem Test, was der Titel richtig macht und wo wir ein wenig Kritik äußern müssen.

Der Weg zu einer Legende

Kräftig schlagen wir mit unseren Eispickeln in die Eiswand, an der wir uns mit letzter Kraft hinaufziehen - nur noch wenige Meter bis wir endlich den rettenden Gipfel erreicht haben. Über uns hören wir die gedämpften Schreie unseres Begleiters, die in dem Schneesturm kaum noch zu hören sind. Schlag für Schlag kommen wir unserem Ziel näher, als wir plötzlich ein lautes Knacken vernehmen: Zu unserer rechten Hand breitet sich ein immer größer werdender Riss aus. Bevor wir realisieren können, was gerade vor sich geht, löst sich ein großes Eisstück von der Wand und reißt uns mit sich in die Tiefe.

In letzter Sekunde bremst uns das Seil, mit dem wir an unserem Begleiter befestigt sind und lässt uns hilflos in schwindelerregender Höhe hängen. Doch wir beschließen, den sicherlich tödlichen Sturz auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen, schwingen uns zurück an die vertikale Wand und schlagen unsere Kletteraxt mit ganzer Kraft in das ewige Eis.

Zu Beginn von Rise of the Tomb Raider befinden wir uns im eiskalten Sibirien auf der Suche nach einem sagenumwobenden Artefakt, das seinem Besitzer Unsterblichkeit und damit ewiges Leben verspricht. Da überrascht es nicht, dass sich die skrupellose Sekte namens Trinity an unsere Fersen hängt. Doch während Lara nur dem Vermächtnis ihres ermordeten Vaters folgt und diesem seinen letzten Willen erfüllen möchte, verfolgt Trinity deutlich finsterere Pläne und ist weniger an dem Wohle der Menschheit interessiert. Unsere Aufgabe besteht also nicht nur darin das mächtige Artefakt zu finden, sondern vor allem auch dieses vor Trinity zu schützen.

Ein Blick zurück

Rise of the Tomb Raider schließt nahtlos an den Serien-Reboot aus dem Jahre 2013 an, in dem die 21-jährige  Archäologin Lara Croft an einer Expedition teilnimmt, um die sagenumwobene Insel Yamatai zu finden. Schon hier mussten wir uns mit den Schergen von Trinity messen und bekamen mehr Gefechte geboten, als wir aus allen vorherigen Tomb Raider-Teilen zusammen gewohnt waren. Doch das soll in keinem Fall heißen, dass Tomb Raider schlecht war. Zwar veränderte Entwickler Crystal Dynamic viele Dinge von Grund auf, Gameplay und Spielmechaniken funktionieren allerdings die meiste Zeit fast perfekt.

Wir bekamen mit Lara eine junge, unerfahrene und noch ein wenig naive Protagonistin geboten, die ihren Weg erst noch finden musste. Zwar war die Entwicklung der ängstlichen Archäologin zu einer wahren Killerin nicht wirklich nachvollziehbar, Lara blieb insgesamt zu blass, der Spieler erfuhr zu wenig über ihre Hintergründe, Gefühle sowie die Motivation und den unbändigen Ehrgeiz, der sie auch am Ende ihrer Kräfte noch weitermachen ließ. Insgesamt ist der 2013-Ableger aber ein durchaus solides Action-Adventure.

In Rise of the Tomb Raider geht die Reise mit Lara in die zweite Runde, denn wie Publisher Square Enix während der diesjährigen gamescom 2015 unbeabsichtigt verriet, bildet die aktuelle Episode den Mittelteil einer Trilogie. So wird eine bisher noch nicht offiziell angekündigte Episode schließlich den Abschluss des neuen Tomb Raider-Konstrukts bilden.

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