PlayNation Test Wolfenstein: The Old Blood

Wolfenstein: The Old Blood - Zurück zur Burg Wolfenstein

Von Patrik Hasberg - Test vom 07.05.2015 - 11:50 Uhr
Wolfenstein: The Old Blood Screenshot

Mit einem ordentlichen Waffen-Arsenal, einer Menge Zerstörungswut und herrlichem Humor geht es in der Standalone-Erweiterung Wolfenstein: The Old Blood in die namensgebende Burg Wolfenstein, auf die Suche nach geheimen Dokumenten. Wer auf kurzweilige Action steht und gerne mal wieder gegen fiese Nazi-Zombies zu Felde ziehen möchte, bekommt in dem rund sechs bis acht Stunden langen Prequel genau das, was er erwartet. Mit einer sonderlich komplexen Handlung oder großen Gameplay-Änderungen werdet ihr allerdings nicht bedient.

Ein Ausflug mit Folgen

Ein netter Ausflug unter Freunden zu der bekannten Burg Wolfenstein hätte es werden sollen. Unter falscher Identität an den Wachen vorbei, das geheime Dokument, das den Standort von Generals Totenkopfs Basis verrät, stehlen und dann, ohne viel Aufsehen zu erregen, das Gebäude wieder verlassen. Es hätte alles so einfach sein können, doch leider möchte uns das Glück auch in der Standalone-Erweiterung Wolfenstein: The Old Blood nicht so ganz treu sein.

Wobei eigentlich können sich Shooter-Veteranen freuen, denn das Prequel zum Hauptspiel Wolfenstein: The New Order lässt uns stattdessen ordentlich Kollateralschaden anrichten und keinen Stein auf dem anderen stehen.

Insgesamt erweist sich der Budget-Ableger, genau wie das Hauptspiel, zwar als absolut linearer Shooter, entpuppt sich aber hier und da als noch ein wenig runder. Perfekt also, um nach Feierabend noch etwas Dampf abzulassen.

Rudi Jäger und Helga von Schaabs

Auch in dem Prequel schlüpfen wir in die Rolle von Agent B. J. Blazkowicz und spielen innerhalb von zwei langen Missionen die Vorgeschichte zu The New Order. In der ersten Mission, mit dem wohlklingenden Titel „Rudi Jäger und die Höhle der Wölfe“, geht es, wie bereits eingangs erwähnt, in die namensgebende Burg Wolfenstein. Kenner der Serie werden sich sicherlich nostalgisch an die älteren Teile der Serie zurück erinnern.

Selbstverständlich wollen wir euch an dieser Stelle nicht spoilern und verraten nur so viel: Besonders einfach wird die Suche nach besagtem Dokument nicht. Prompt geht der „gut vorbereitete“ Plan schief und schon haben wir ein dickes Problem an der Backe. Gefangen und unserer Ausrüstung beraubt, müssen wir uns ganz alleine durch die mächtige Nazi-Burg kämpfen. Dabei spielt Wolfenstein: The Old Blood ebenso in einem Pralleluniversum, in dem die Nazis (aus Zensurgründen erneut "Das Regime" genannt) 1946 vor dem Endsieg stehen.

In der zweiten Mission (die auf die vorherige aufbaut) „Die finsteren Pläne der Helga von Schaabs“ treffen wir mit BJ auf die im Titel erwähnte reizende junge Dame und freunden uns sogleich mit ihr an. Allerdings wird unsere anfängliche Freundschaft schnell durch einige blöde und unerwartete Ereignisse wieder zerstört. Wolfenstein-Veteranen, die im letzten Teil durch das Nicht-Auftauchen von gewissen untoten Kreaturen enttäuscht waren, dürfen übrigens schon einmal ihre Waffen nachladen und für einen ordentlichen Munitions-Vorrat sorgen.

Denn, während der Einsatz zu Beginn noch mehr oder weniger „normal“ abläuft, entpuppt sich der zweite Akt als großartiger B-Movie - Nazie-Zombies, der zynische Humor und die obligatorische Priese Übernatürliches dürfen in Wolfenstein nicht fehlen.

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