PlayNation Test Super Smash Bros. for 3DS / Wii U

Super Smash Bros. for 3DS / Wii U - Die Wii U lädt zur Prügelparty

Von Yannick Arnon - Test vom 11.12.2014 - 11:00 Uhr
Super Smash Bros. for 3DS / Wii U Screenshot

Masahiro Sakurai und HAL Laboratory hätten sich 1998 niemals träumen lassen, was aus dem N64-Beat'em-Up "Kakuto-Geemu Ryuoh" werden sollte. Auf Anraten von Satoru Iwata wurden sämtliche Fighter durch Nintendo-Charaktere ersetzt und das Spiel in Super Smash Bros. umbenannt, der Rest ist Geschichte. Dieses Jahr erschienen gleich zwei neue Ableger für den 3DS und die Wii U, die letztere von beiden ist seit Kurzem ebenfalls erhältlich. Aber kann die Wii U-Version das halten, was die anderthalb Jahre auf Hochtouren laufende Hype-Maschine versprochen hat und sollte man beide Versionen besitzen?

Vierkampf war gestern, Achtkampf ist angesagt

Das Spielprinzip von Smash Bros. ist schnell erklärt. Mindestens zwei Kämpfer aus dem Nintendo-Universum geben sich solange auf die Zwölf, bis sie genug Schaden genommen haben, um den Gegner mit einer heftigen Attacke von der Stage zu fegen. Je weiter die Prozentanzeige unter dem Icon eures Charakters gestiegen ist, desto leichter werdet ihr ins Aus katapultiert. Ellenlange Movelisten müssen nicht auswendig gelernt werden, da die Eingaben für die Attacken des gesamten Casts identisch sind und sich nur die damit ausgeführten Moves von Charakter zu Charakter unterscheiden. Mario wirft Feuerbälle, Donkey Kong holt zu einem besonders wuchtigen Schlag aus und so weiter. Items und Gefahren in den Stages selbst sind ebenfalls zu beachten und können für eine plötzliche Wendung im Kampfgeschehen sorgen. Hin und wieder schwebt auch ein Smash Ball über den Bildschirm, welcher dem Spieler, der ihn zerbrechen kann, einen Finishing Move namens Final Smash schenkt. Gewinner ist je nach gewähltem Regelwerk wer entweder nach Zeitablauf die meisten KOs gesammelt hat oder als letztes noch im Ring steht.

Sora Ltd. und Bandai Namco Games haben mit Super Smash Bros. for Wii U nicht das Rad neu erfunden, sondern stattdessen ein paar weitere Räder hinzugefügt. Denn im Multiplayer ist auf der Konsole ab jetzt für acht Spieler gleichzeitig Platz, so dass euch bis zu sieben eurer sogenannten Freunde nach einer Niederlage mit Controllern malträtieren dürfen. Das geht jedoch nur offline und auf ausgewählten Stages, die eine solche Menge an Spielern stemmen können. Wenig überraschend sind diese Matches insbesondere auf einem kleineren Fernseher ein einziges Durcheinander und arten in purem Chaos aus, wenn dann ein Smash Ball angeflogen kommt. In Teams funktionieren die Kämpfe für acht Spieler dagegen etwas besser und sind nicht ganz so verzwickt, wenn ihr dafür genug Freunde zusammentrommelt und ausreichend Controller zur Verfügung habt.

Wie schon im Vorgänger gibt es zahlreiche Steuerungsoptionen. Neben dem Tablet der Wii U können auch Wiimotes mit oder ohne Nunchuk sowie Classic bzw. Pro Controller verwendet werden. Dank eines separat erhältlichen Adapters lassen sich auch GameCube-Controller einstöpseln, ein Entgegenkommen an die Turnierszene. Besitzer von Super Smash Bros. for 3DS können außerdem ihr Handheld mit der Wii U-Version verbinden, um Daten auszutauschen und den 3DS als Controller zu benutzen. Für welches Eingabegerät ihr euch entscheidet, ist letzten Endes Geschmackssache. Ein "How to play"-Video vermittelt Anfängern einen groben Einstieg in das Prügelspiel. Wie man aber die Fähigkeiten eines Charakters gezielt einsetzt und zu Combos verknüpft, wird auch in den jederzeit abrufbaren Tipps nicht ausführlich erklärt. Dafür muss man dann schon selbst entweder online nach Tutorials suchen oder in Replays den Profis zugucken.

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