PlayNation Test Far Cry 4

Far Cry 4 - Riesiger Sandkasten im Himalaya

Von Patrik Hasberg - Test vom 18.11.2014 - 15:30 Uhr
Far Cry 4 Screenshot

Far Cry 4 entpuppt sich im Test als riesiger und prall gefüllter Sandkasten für Spieler mit einer Menge Zeit. Abgerundet wird der Trip in die wunderschön gelegene Bergregion Kyrat durch gewohnt gut ausgearbeitete und abgedrehte Charaktere sowie eine spannende Story samt abwechslungsreicher Missionen. Wem bereits Far Cry 3 gefallen hat, der wird Far Cry 4 lieben.

Der letzte Wille

Das will man einfach nur dem letzten Willen seiner verstorbenen Mutter nachgehen und deren Asche an ihrem Geburtsort verstreuen, schon kreuzt ein wahnsinniger Diktator unseren Weg und prompt befinden wir uns in einer ausgewachsenen Revolution – willkommen in Kyrat, willkommen in Far Cry 4.

Geschieht Protagonist Ajay Ghale aber eigentlich nicht ganz zu Unrecht, schließlich hat dieser die Einreisewarnung in den kleinen idyllisch im Himalaya gelegenen Staat Kyrat schlicht ignoriert. Aus Trauerbewältigung und letztem Willen wird also erst einmal nichts, zuvor muss noch mit dem selbsternannten Diktator und König Pagan Min gespeist werden, allerdings eher gezwungen, als aus freien Stücken. Anscheinend kennt dieser unsere Eltern und besonders unsere Mutter besser als wir denken. Selbstverständlich lehnen wir das nette Angebot nicht ab und machen erste Bekanntschaft mit den eher ungewöhnlichen Tischmanieren unseres Gastgebers. Als dieser einen wichtigen Anruf erhält, uns bittet kurz auf ihn zu warten und schließlich den Raum verlässt, beschließen wir kurzerhand Kyrat auf eigene Faust zu erkunden und das Essen stehen zu lassen – die hiesige Küche ist sowieso nicht ganz unser Fall.

Die anschließende Flucht hätte mit vollem Magen sowieso nicht funktioniert. Zu unserem Glück bekommen wir Hilfe von Mitgliedern des Goldenen Pfads und lassen den Despoten erst einmal hinter uns, zu einem nicht allzu freudigen Wiedersehen wird es in Zukunft bestimmt noch kommen. Doch erst einmal gilt es herauszufinden, welche Ziele unsere Retter verfolgen und welche Rolle unsere Eltern in der Vergangenheit gespielt haben.

Bevor wir uns aber weitere Gedanken über die Handlung von Far Cry 4 machen können, dürfen wir uns endlich auf der riesigen Karte austoben und fühlen uns zu Beginn ein wenig wie ein Kleinkind mit seinen Förmchen inmitten eines gigantischen Sandkastens. Regelmäßig werden wir, während wir uns auf dem Weg zu einer Mission befinden, vom selbigen abgelenkt und erkunden die Spielwelt, nehmen Vorposten ein, sammeln Pflanzen, weiden Tiere aus oder erledigen Nebenaufgaben. Unweigerlich müssen wir uns an Skyrim erinnern, das Ich-muss-nur-noch-kurz-diese-Truhe-plündern-Gefühl hat uns bereits nach der ersten halben Spielstunde wieder voll im Griff. Überhaupt entpuppt sich Far Cry 4, genau wie der Vorgänger, als ein wahrer Zeitfresser. Schnell sind einige Stunden herum und wir haben nur einen klitzekleinen Bruchteil von Kyrat zu Gesicht bekommen.

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