PlayNation Test Assassin's Creed Unity

Assassin's Creed Unity - Aufbruch in eine neue Epoche?

Von Patrik Hasberg - Test vom 12.11.2014 - 15:30 Uhr
Assassin's Creed Unity Screenshot

In Assassin’s Creed Unity betreten wir mit Protagonist Arno Dorian nicht nur die französische Hauptstadt Paris, sondern erleben den Ausbruch und die Schrecken der Französischen Revolution am eigenen Leib mit. Neben einigen Schwächen in Sachen Technik und Handlung überzeugt Unity durch eine beeindruckende Spielwelt, die ihres Gleichen sucht.

Wir schreiben den 14. Juli 1789 als das Pariser Staatsgefängnis „Die Bastille“, als Zeichen der Monarchie, von einer Menschenmenge gestürmt wird - mehr als 90 Personen finden dabei den Tod. Der Sturm auf die Bastille gilt seit daher auch als Beginn der Französischen Revolution. Während kurz darauf die Privilegien der Adligen sowie des Klerus aufgehoben werden, wird am 26. August 1789 die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte verabschiedet, mit fatalen Konsequenzen für die Monarchie.

Auch Ludwig XVI kann dem Ärger des Volkes nicht standhalten und sieht sich am 21. Januar 1793 mit den Konsequenzen konfrontiert. Auf dem Place de la Révolution wird der König enthauptet.

Die Französische Revolution gilt als eines der folgenreichsten Ereignisse der europäischen Geschichte und wurde tatsächlich bisher als Setting eines Videospiels kaum genutzt. Warum ich euch nun mit trockenem Geschichtsunterricht quäle?

Ganz einfach, Ubisofts neustes Assassinen-Abenteuer Assassin’s Creed Unity spielt inmitten von Paris zur Zeit der Französischen Revolution und präsentiert uns dabei eindrucksvoll einige der wichtigsten Eckpfeiler der Geschichtsschreibung, wie der eingangs erwähnten Stürmung des Staatsgefängnisses durch das Volk oder die Hinrichtung von König Ludwig XVI.

Wer jetzt resignierend mit dem Kopf schüttelt und sich an vergangene Geschichtsstunden erinnert, die einfach nicht vorbeigehen wollten, kann beruhigt aufatmen. Mit Protagonist Arno Victor Dorian erleben wir den Ausbruch und die späteren Folgen der Revolution hautnah am eigenen Körper mit und nicht bloß in der Theorie.

Als Sohn eines Franzosen und einer Österreicherin wachsen wir 1768 wohlbehütet in Versailles auf. Als Kind lassen sich die späteren Schrecken zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnen. Vergnügt spielen wir mit unserer Kindheitsfreundin Élise de la Serre, als unser Vater von einer unbekannten Person ermordet wird. Nach dem tragischen Vorfall werden wir von Élise Familie aufgenommen und lernen dort Manieren und mit Worten umzugehen. Als auch unser Adoptivvater ermordet wird, werden wir für dessen Tod beschuldigt und ins Gefängnis geworfen.

Schon befinden wir uns inmitten eines komplizierten Geflechts bestehend aus Verrat, Macht und der kränklichen Utopie an eine bessere Welt. Um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, schließt sich Arno schließlich dem Bund der Assassinen an, aus deren Rituale und Ziele er sich jedoch zunächst nicht viel macht. Er hofft lediglich, dass ihn die Bruderschaft bei seinem Rachefeldzug unterstützt.

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