PlayNation Test Call of Duty: Advanced Warfare

Call of Duty: Advanced Warfare - Rettet Kevin Spacey die alternde Spieleserie?

Von Christian Liebert - Test vom 05.11.2014 - 11:13 Uhr
Call of Duty: Advanced Warfare Screenshot

Willkommen liebe Leute zu einem weiteren Jahr in der Historie von Call of Duty. 11 Jahre nach dem Erstling wird Activision nicht müde uns jedes Jahr einen weiteren Aufguss des Milliarden-Franchise zu servieren. Nach dem eher mäßigen Call of Duty: Ghosts von 2013, geht es dieses Jahr mit dem neuen Entwickler Sledgehammer Games, der bereits an Modern Warfare 3 beteiligt war, mit Call of Duty: Advanced Warfare in neue Höhen der in die Jahre gekommenen Ballerorgie. Ob dem Studio damit der gelungene Einstieg in die Reihe von Infinity Ward und Treyarch geglückt ist, klären wir im Test. Diese Runde dreht sich dabei allein um die Solospieler-Kampagne, die optional zum eigentlichen Mehrspieler-Fokus zur Verfügung steht.

Willkommen bei Atlas, Jack Mitchell

Ein Jahr lang hatten wir Pause, jetzt schickt uns Activision wieder in den Krieg. In der Rolle des jungen Marines Jack Mitchell erleben wir 2054 einen Angriff von Nord Korea auf Süd Korea und müssen die bösen Jungs aus Seoul vertreiben. Dabei machen wir das, was wir am besten können: Ballern, Granaten werfen, in Deckung gehen und uns die ganze Zeit wirre Befehle wie „Los Mitchell, zur Tür“ oder „Schnapp dir den Zünder, Mitchell“ um die Ohren fliegen lassen. Obwohl wir recht schnell in das gewohnte Gameplay reinkommen, endet unsere Mission nicht allzu glücklich und wir kehren als Kriegsverletzter in unser Heimatland, die USA, zurück. So kann uns das Militär natürlich nicht weiter gebrauchen und entlässt uns kurzerhand ehrenhaft aus dem Dienst. Ende.

Was, wie? Natürlich nicht! Bei der Beerdigung unseres Kameraden lernen wir dessen Vater Jonatahn Irons kennen, der von Kevin Spacey gespielt wird. Ihm gehört die Privatarmee Atlas, die ihre Dienste jedem Land, das bereit ist die Rechnung zu bezahlen, zur Verfügung stellt und nebenher auch noch über die modernste Technik verfügt - darunter auch die Exo-Anzüge. Da Irons Sohn Mitchells bester Freund war, bietet er uns nicht nur eine hochtechnologische Prothese für unseren fehlenden Arm, sondern auch einen Posten in seiner Firma an - als Frontsoldat. Willkommen also zurück im Dienst.

An der Seite des mürrischen Gideon, der ziemlich den Anführer raushängen lässt sowie dem skurrilien Joker geht es ab in die ersten Einsätze. Unser Gegner ist die Terrororganisation KVA, die sich in Nigeria erhoben hat und die Welt ins Chaos stürzen will. Das gelingt ihr auch, als wir es nicht schaffen eine Kernschmelze in einem Atomreaktor in Seattle zu verhinden, was erst der Anfang für den Feldzug der Terroristen ist und viel Arbeit für Atlas bedeutet. Darüber freut sich unser lieber Kevin, denn so steigt die Relevanz und die Macht seines Unternehmens und schon sehr bald finden wir heraus, dass der gute Mann an noch viel mehr Macht interessiert ist als uns lieb wäre.

Der Plott von Call of Duty: Advanced Warfare ist sicherlich keine Neuerfindung des Genres, aber dennoch hollywoodreif inszeniert und mit einigen, vorhersehbaren, Wendungen gespickt. Wie gewohnt wird die Geschichte in Episoden erzählt, die wir als Missionen spielen. Dabei läuft die eigentliche Story in den Zwischensequenzen ab. Die Einsätze selbst sind pure Action und Dauerballerei. Mit fünf bis sechs Stunden Laufzeit ist die Handlung gewohnt schnelllebig, dafür bekommen wir in dieser Zeit einen temporeichen Actionfilm serviert, der sich durch verschiedene Szenarien und Schauplätze abwechselt. So sind wir wahlweise in Süd Korea, Griechenland, Nigeria, Thailand, den USA und anderen Orten unterwegs und dürfen auch mal ein Flugzeug steuern oder mit dem Hoverbike durch die Kannte donnern. Kevin Spacy (Jonathan Irons), Troy Baker (Mitchell) und Gideon Emery (Gideon) spielen ihre Rollen super, wobei der machthungrige Irons der eigentliche Star des Spiels ist und von Activision auch intensiv als Aufmacher beworben wurde.

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL