PlayNation Test Lords of the Fallen

Lords of the Fallen - Kein Dark Souls, aber trotzdem spielenswert

Von Christian Liebert - Test vom 31.10.2014 - 18:35 Uhr
Lords of the Fallen Screenshot

Eigentlich sollte Lords of the Fallen erst am 30. Oktober für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen, doch dem Umstand entsprechend, dass einige Händler das „Hardcore-RPG“ teilweise schon eine Woche vorher im Regal stehen hatten, wurde das deutsche Dark Souls kurzerhand auf den 28. Oktober vorverlegt. Wir haben uns als Harkyn auf der PlayStation 4 gegen die mörderischen Rohgar erhoben und einen Blick in die erbarmungslose Spielwelt gewagt. Dabei steht natürlich eine Frage dick und breit im Raum: Wird das Rollenspiel von Deck 13 seinen großen Tönen gerecht? Geworben wird brachialer Härte und anspruchsvollen Kämpfen. Wir klären, ob ihr wirklich ein dickes Fell für Lords of the Fallen braucht.

Das "deutsche Dark Souls"?

Wenn die Entwickler bei Deck 13 wohl eines nicht mehr hören können, dann sind es Vergleiche mit der preisgekrönten Souls-Serie (u.A. Dark Souls) vom japanischen Studio From Software, die Lords of the Fallen seit der ersten Präsentation über sich ergehen lassen muss. Aber dabei liegen die Gemeinsamkeiten praktisch auf der Hand: eine finstere Mittelalter-Welt, brachialer Schwierigkeitsgrad ohne Easy Mode und eine tiefgründige Charakterentwicklung. Es ist also keine Beleidigung, wenn man bei Lords of the Fallen vom „deutschen Dark Souls“ spricht - immerhin orientierten sich die Jungs und Mädels aus Frankfurt am Main offensichtlich an einem gelungenen Spiel.

Doch kann Lords of the Fallen damit punkten und das Zepter ebenso hochhalten? Die Fans sind berechtigt misstrauisch, denn wenn man sich die letzten Veröffentlichungen von Deck 13 so anschaut, kommen Zweifel auf. Neben bizarren Titeln wie „Moorhuhn: Tiger & Chicken“ finden wir unter anderem „Blood Knights“, welches 2013 als ambitioniertes Hack'n Slay eher unterdurchschnittlich abschnitt, das doch gelungene Mysterie-Adventure „Black Sails“ von 2010 und das eher mittelmäßige „Venetica“ - ein Action-Adventure aus dem Jahr 2009. Gemischte Gefühle also, die Lords of the Fallen, soviel verraten wir schon, weitestgehend ins Positive dreht.

Charaktererstellung im Schnelldurchlauf

Nach einer kurzen Charaktererstellung, bei der wir aus einer einfachen Schablone Startausrüstung (Krieger, Dieb oder Kleriker) und Magieart mixen, um daraus eine Klasse zu erstellen, landen wir auch schon im bombastischen Intro-Cinematic. Wir übernehmen in jedem Fall die Rolle des Ex-Knackis Harkyn, der seine Sünden als Tätowierungen auf der Stirn zur Schau trägt und nur aus dem Kerker entlassen wurde, um mal eben die Welt zu retten. Eine Möglichkeit einen weiblichen Helden zu spielen oder unser Aussehen anzupassen, gibt es leider nicht. Das ist zwar schade, fällt aber nichts ins Gewicht, da sich die Handlung direkt auf Harkyn konzentriert, ähnlich wie es bei der Witcher-Reihe und Hexer Geralt der Fall ist.

 

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