PlayNation Test The Evil Within

The Evil Within - Trip in die Tiefen des menschlichen Verstandes

Von Patrik Hasberg - Test vom 17.10.2014 - 09:53 Uhr
The Evil Within Screenshot

Ein Trip in die tiefsten Tiefen des menschlichen Verstandes und noch ein Stückchen darüber hinaus. Shinji Mikami schickt den Spieler mit The Evil Within auf eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt quer durch die schlimmsten Albträume des menschlichen Denkens. Chronische Munitionsknappheit, groteske Monster und adrenalingeladene Gefechte machen aus dem Werk einen klassischen Survival-Titel, der auf Bewährtes setzt und dabei nur wenig falsch macht. Für erfahrene Grusel-Freunde in jedem Fall eine Reise wert.

Der Wahnsinn lässt herzlich grüßen

Bereits der Beginn von The Evil Within ist alles andere als angenehm. In der Rolle des Polizisten Sebastian Castellanos werden wir zu einem schrecklichen Tatort in einer Nervenheilanstalt gerufen. Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Einrichtungen meist nichts Gutes vermuten lassen. Leider bewahrheitet sich unsere Vermutung und bevor wir uns versehen, befinden wir uns kopfüber an einem Seil hängend in einer Art provisorisch eingerichteten Metzgerei. Auch der Betreiber ist nicht allzu weit entfernt. Wenige Meter vor uns hackt dieser zum Klang von klassischer Musik auf einer Gestalt herum, die frappierend einem Menschen ähnelt. Die Kettensägensammlung des Hobbymetzgers im Hintergrund beachten wir schon gar nicht mehr. In erster Linie zählt jetzt nicht als Mittagessen zu enden und irgendwie aus dieser brenzligen Situation zu entkommen.

Okay, wir hatten es schon vermutet: Einmal losgeschnitten und auf der Flucht, fällt unserem Verfolger plötzlich ein, uns seine Sammlung an motorisierten Sägen zeigen zu wollen. Uns reichen aber bereits die vielen Fallen, die unser Vorankommen nicht unbedingt einfacher gestalten.

Wahrscheinlich hat es der findige Leser bereits erraten: trotz erfolgreicher Flucht verändert sich unsere schon sehr ungünstige Gesamtsituation nicht wirklich zum Besseren. Nach weiteren sehr unerfreulichen Schauplätzen und einem wortwörtlichen Blutbad schaffen wir es aber doch den rettenden Ausweg zu erreichen. Aber mal ganz ehrlich, wer erwartet an dieser Stelle, dass alles glatt verläuft?

Keiner, genau! Plötzlich bricht das Chaos erst richtig los und wir entkommen samt Krankenwagen und unseren Kollegen in letzter Sekunde - kurz bevor unsere Welt endgültig in sich zusammenbröselt. Nach einem ungeplanten Unfall finden wir uns schließlich in einem finsteren Wald wieder und sind auf uns gestellt. Na so eine Freude.

Wem das Beschriebene nun schon mehr als genug war, sollte The Evil Within vielleicht gar nicht erst beginnen, denn eines ist klar: Einfacher wird es in keinem Fall. Das Werk von Shinji Mikami, der sich unter anderem für die Survival-Horror-Serie Resident Evil verantwortlich zeigte, ist ganz sicher nichts für schwache Nerven. Munitionsknappheit, purer Horror in seiner ausgeprägtesten Form, blanke Panik und heftige Splattereffekte am laufenden Band sprechen da eine ganz klare Sprache.

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