PlayNation Test Alien: Isolation

Alien: Isolation - Das Grauen im Testlauf

Von Christian Liebert - Test vom 13.10.2014 - 12:02 Uhr
Alien: Isolation Screenshot

Zugegeben, es war schon ein sehr mutiger Schritt für SEGA, nicht mal zwei Jahre nach dem kolossalen Flop von Alien: Colonial Marines mit Alien: Isolation direkt den nächsten Ableger von Ridley Scotts Kultfilm herauszubringen. Angst statt Action, Schleichen statt Ballern und verwinkelte Räume anstatt Schlauchlevel - das war der grobe Plan hinter dem Survial-Horror-Titel, der, soviel können wir schon verraten, nichts für schwache Nerven ist. Alien: Isolation will genretechnisch in eine völlig andere Kerbe schlagen, als seine Vorgänger und sich dabei vor allem genau an die Vorlage halten. Ob dieser Versuch von Erfolg gesegnet war und ob sich der Kauf lohnt, verraten wir euch in unserem Test.

Das Pech liegt bei den Ripleys praktisch in der Familie

Nicht nur sexy Schiffsoffizierin Ellen Ripley, deren Endmonolog aus dem 1979 erschienen Kultstreifen: „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ uns gleich in den ersten Sekunden von Alien: Isolation begrüßt, auch ihre Tochter Amanda muss sich dem Grauen aus dem Weltall stellen. 15 Jahre nach der Zerstörung der Nostromo ist die junge Mechanikerin auf der Suche nach der Wahrheit über das Schicksal ihrer Mutter. Alien Isolation setzt damit rund 30 Jahre vor dem zweiten Teil an und erzählt eine unabhängige Geschichte. An Bord der Torrens begibt sie sich auf eine Mission zur Weltraumstation Sevastopol, wo der Flugschreiber der Nostromo aufgetaucht sein soll. Nach einer kurzen Aufwachszene aus der Kryokammer, einem Meeting mit der Mannschaft und ein paar Schritten durch das Schiff, beginnt das Andocken an die Sevastopol, mit dem auch das Unglück seinen Lauf nimmt.

Eine Explosion trennt das Team, Amanda ist alleine und muss feststellen, dass die Station in einem chaotischen Zustand ist. Ein Großteil der Elektronik scheint ausgefallen, die Besatzung verschwunden und überall befinden sich verschmierte Botschaften an den Wänden. Als sie auf ihrem Weg zum Kommunikations-Terminal vom durchgeknallten Axel abgefangen wird, wird die Sache noch verrückter. Auf der Station treibe ein „Killer“ sein Unwesen, der nach und nach alle Passagiere töte. Aber damit nicht genug, auch Plünderer drehen ihre Runden und sind schießwütiger als Psycho-Dad auf Speed. Gerade als wir dem Überlebenskünstler und Zwangsneurotiker anfangen zu vertrauen, erwischt ihn das größte Übel, das namensgebende Alien - ein ausgewachsener Xenomorph - das seinen Weg auf die Sevastopol gefunden hat.

Schnell wird Amanda klar, dass sie von der Station verschwinden muss, doch diese Erkenntnis ist nur der Anfang ihrer Odyssee, die uns noch den letzten Nerv kosten soll.

Überall lauert der Tod

Nachdem unser Freund Axel zu einem „Unhappy Meal“ geworden ist, sind wir auf uns allein gestellt. Amandas Ziel ist zum einen natürlich wieder sicher auf die Torrens zu gelangen und zuvor noch den Flugschreiber zu finden, wegen dem sie ja immerhin in dieses Schlamassel hinein geraten ist. Letzteren finden wir recht rasch, der aber entpuppt sich als Finte, da die Daten nicht ausgelesen werden können. Nun gilt es von dieser Station des Grauens zu entkommen, was leider nicht so leicht funktionieren wird, wie das Auffinden der Blackbox. Nicht nur, dass die Sevastopol durch die Explosion und die merkwürdigen Vorgänge an Bord in einem ziemlich maroden Zustand ist, zu allem Überfluss warten überall todbringende Feinde auf uns. Normalerweise würde man nun davon ausgehen, dass wir diese einfach mit einem großen Arsenal an Waffen niederstrecken, doch Alien Isolation tickt hier anders.

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