PlayNation Test Diablo 3

Diablo 3 - Die Ultimate Evil Edition im Testlauf

Von Christian Liebert - Test vom 01.09.2014 - 15:15 Uhr
Diablo 3 Screenshot

Mit der Ultimate Evil Edition für Diablo 3 brachte Blizzard am 19.August nicht nur ein komplettes Paket exklusiv für Konsolen auf den Markt. Fans der Serie können den Sturm auf Diablo sowie den bereits im März erschienenen fünften Akt der Erweiterung „Reaper of Souls“, die weitläufigen Überarbeitungen und Neuerungen sowie die Kreuzritter-Klasse nun auch endlich auf den aktuellen Konsolen Xbox One und PlayStation 4 genießen. Wir haben uns die reichhaltige Diablo-3-Rundumversorgung näher angeschaut und sagen euch nun, ob sich der Griff zur mit rund 60 Euro (PS4, Xbox One) / 40 Euro (PS3, Xbox 360) teuren Box lohnt.

Die Hölle, mal wieder

Die Story von Diablo 3 ist vielen wohl bekannt und eigentlich schnell erklärt: Wie in den alten Prophezeiungen beschrieben, entbrennt erneut ein Krieg zwischen Himmel und Hölle, bei dem die Fürsten der Unterwelt nach der Herrschaft über die Welt Sanktuario trachten. Und wo nimmt alles seinen Anfang? Richtig, mal wieder müssen das kleine Städtchen Tristram (in diesem Fall Neu-Tristram) und seine Bewohner drunter leiden. So war es schon bei den beiden Vorgängern und so langsam müssen sich die Tristramer ziemlich veralbert vorkommen. Wir dürfen wahlweise zwischen den Klassen Barbar, Dämonenjäger, Mönch, Hexendoktor und Zauberer wählen sowie seit der Erweiterung „Reaper of Souls“ (die in der Ultimate Evil Edition bereits enthalten ist) auch einen Kreuzritter steuern. Jede Klasse ist mit einer eigenen Geschichte, Fertigkeiten und Kampftechniken ausgestattet. Ziel unserer Reise ist es den uns sehr bekannten Deckard Cain - mal wieder! - zu retten und das Geheimnis um einen gefallenen Stern zu lösen. Natürlich darf der namensgebende Diablo bei dem ganzen Spaß nicht fehlen.

Den Rest kennt man schon oder eben noch nicht. In beiden Fällen gehen wir nicht weiter drauf ein, um euch entweder nicht zu spoilern oder gar zu langweilen. Zusätzlich zur aus dem Grundspiel bekannten Story kommt dank Reaper of Souls noch der neue fünfte Akt hinzu, der die Geschichte um rund drei bis fünf weitere Stunden aufwertet. Hier nehmen wir es mit dem gefallenen Erzengel Malthael auf, der ebenfalls die ganze Schöpfung ausrotten will. Hauptschauplatz ist hier unter anderem die Stadt Westmark.

Die Ultimate Evil Edition erfindet an sich nichts hinzu, spendiert dem Grundspiel aber alle Annehmlichkeiten der bereits erschienenen Updates und der Erweiterung. So können wir nun frei zwischen den Schwierigkeitsgraden hin- und herschalten, wobei wir uns die letzten Stufen erst freispielen müssen. Das zähe „Durchrennen“ mit zu schwachen Gegnern fällt also weg, wenn man direkt in die heiße Action springen möchte. Wer nur die Story erleben will, kann das Spiel aber auch mit Schutzbrille und Schwimmflügeln genießen. Ebenfalls mit dabei ist der Abenteuermodus, den ihr nach einmaliger Vollendung der Geschichte erhaltet. Dabei handelt es sich um eine Art Freispiel, bei der ihr die Karte komplett bereisen und abfarmen könnt. Zusätzlich stehen euch dazu noch die Kopfgelder zur Verfügung. Dabei handelt es sich um zufällige besondere Ziele, die ihr abschließen und dafür Boni (z.B. Gold und Erfahrungspunkte) kassieren könnt. Ebenfalls erhaltet ihr Zugang zu den Nephalemportalen (ein weiteres Feature aus der Erweiterung), die euch in zufällig generierte Welten führen. Alles was ihr dort vorfindet, darunter auch Monster, Bosse, Gebiet und Tageszeit, ist zufallsgeneriert und jedes Mal anders.

Zusammenspiel, offline wie online und Ausrüstungsvereinfachung

Wie auch schon bei der PS3- und Xbox 360-Version von Diablo 3 ist ein lokaler Coop-Modus für bis zu vier Spieler möglich - ebenso wie Online-Zusammenspiel. Neu ist dabei aber der Lehrlings-Modus, der es euch erlaubt, einem schwächeren Spieler zu joinen oder ihn in euer Spiel einzuladen. Damit das dann keine Probleme macht, werden eure Werte wahlweise verringert oder verbessert. So ist es quasi egal, wie weit fortgeschritten ihr oder eure Freunde seid. Zusammenspiel ist immer möglich und auch ausgeglichen. Dabei sagt das neue Loot-System gierigen Zeitgenossen den Kampf an. Jeder Spieler bekommt die Beute zugeteilt, die seine Klasse braucht. Zusätzlich könnt ihr mittels des Verzauberer-NPCs einzelne Werte auf euren Items auch austauschen, um schneller an auf euch zugeschnittene hochwertige Ausrüstung zu kommen.

Generell hat Blizzard, wie auch schon in der PS3- und Xbox 360-Version, das Erhalten und Anlegen von Gegenständen vereinfacht. Zum einen ist das Menü vollständig an die Konsolensteuerung angepasst. Dabei wählt ihr in einem Ringmenü aus, welchen Slot ihr neu belegen wollt und bekommt dann prompt alle Items aus eurer Tasche angezeigt, die für diesen geeignet sind. Außerdem zeigt euch das Spiel direkt beim Looten an, ob ein Gegenstand besser oder schlechter ist. Per Knopfdruck könnt ihr ihn dann sofort anlegen. Das klappt in der Regel ganz gut, ist aber zu Beginn etwas verwirrend, wenn man die PC-Version oder einfachere Games gewöhnt ist. Wirklich fummelig ist das Konzept aber schon nach ein paar Spielstunden nicht mehr. Leider geht dabei aber etwas der Spaß an der Beutejagd verloren, da wir bei kaum einem Gegenstand noch den Namen wissen. Auch beginnen wir schnell, uns Gegenstände nicht mehr richtig anzugucken, sondern nur noch Leistungsvorschau zu realisieren.

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