PlayNation Test DreadOut

DreadOut - Die Geister, die ich rief

Von Patrik Hasberg - Test vom 22.05.2014 - 19:30 Uhr
DreadOut Screenshot

DreadOut entführt den Spieler in die indonesische Mythologie und beginnt, ähnlich wie die Demo, mit einigen interessanten Ansätzen. Warum dem ersten Akt allerdings recht schnell die Luft ausgeht und wo weitere Schwächen liegen, klären wir in unserem Test.

Schulausflug mit Orientierungsproblemen

Unsere Schritte hallen in dem langen, finsteren Korridor von den Wänden wieder, an denen schon vor langer Zeit der Putz beschlossen hat abzubröckeln. Ansonsten herrscht eine unheimliche Stille. Nur das unnatürlich schnelle Pochen unseres Herzens meinen wir vernehmen zu können. Auf der linken Seite befinden sich in regelmäßigen Abständen Türen, die zu den einzelnen Klassenräumen zu führen scheinen. Als Lichtquelle steht uns lediglich unser Handy zur Verfügung, dessen Lichtkegel unruhig vor uns hin und her springt. Plötzlich erblicken wir in einiger Entfernung etwas inmitten des Ganges liegen.

Als wir uns langsam nähern, fällt unser Blick auf einen Schlüsselbund, der an diesem Etwas befestigt ist. Erst als es schon zu spät ist, erkennen wir was dort wirklich vor uns liegt. Eine riesige Schweine-ähnliche Kreatur baut sich in voller Größe vor uns auf, während wir, ohne einen weiteren Blick zu riskieren, voller Panik die Beine in die Hand nehmen und das Weite suchen. Ist das gerade wirklich passiert oder war das bloß ein Traum?

Nachdem bereits im letzten Jahr die Demo zu dem indonesischen Indie-Horror-Titel DreadOut erschienen ist, dürfen sich schreckresistente Spieler nun in Akt 1 werfen und gemeinsam mit Schülerin Linda eine mystische Stadt erkunden. Akt 2 soll übrigens in Kürze folgen und für Käufer des ersten Aktes kostenlos sein.

Allein unter Geistern

Blöd, da passt man einmal nicht auf und schon hat man sich hoffnungslos verfahren. Noch blöder, wenn sich eine ganze Schulklasse im Schlepptau befindet, die gerade von einem Ausflug zurückkehrt. Anstatt allerdings einfach zu drehen und versuchen den richtigen Weg zu finden, halten wir natürlich kurz vor einer zerstörten Brücke an und machen uns daran die einige hundert Meter entfernte Kleinstadt zu erkunden. Eine verdammt dumme Idee. Nicht umsonst scheint in dem Städtchen keine Menschenseele mehr zu leben. Warum? Wir befinden uns mitten in einer Geisterstadt, wobei die Bezeichnung wortwörtlich sehr passend ist – nur gut, dass es noch hell ist.

Besonders beunruhigt wirken die Schüler aber noch nicht, trotz der Tatsache, dass die Handys hier keinen Empfang zu haben scheinen. In Zeiten von YouTube und Facebook ein eher überraschender Umstand. Bevor die Tennager also zu demonstrieren beginnen, entscheidet man sich dafür die verlassende Stadt zu erkunden. Witze über Geister und wer von der Gruppe als erstes sterben wird, gehören ebenso zum nachmittäglichen Spaziergang. Die Lehrerin ist da schon eher besorgt, schließlich ist der Ort auf keiner Karte eingezeichnet. Auf den Gedanken denselben Weg einfach zurückzufahren scheint die Dame nicht zu kommen.

Als man bei noch gleißendem Sonnenschein die örtliche Schule betritt, wandelt sich das anfängliche gefahrlose Abenteuer in puren Horror. Ehe wir uns versehen, befinden wir uns mutterseelenallein, nur mit unserem Handy bewaffnet, innerhalb der stockdüsteren Schule und müssen einen Weg nach draußen finden. An Geister wollen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich glauben.

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