PlayNation Test Outlast

Outlast - Wahnsinnig, wahnsinniger, Outlast: Whistleblower

Von Patrik Hasberg - Test vom 16.05.2014 - 17:34 Uhr
Outlast Screenshot

Nach Outlast dürfen wir in der Erweiterung namens Whistleblower erneut die Mount Massive Nervenheilanstalt erkunden und erfahren in dem Prequel die Vorgeschichte rund um Software Engineer Waylan Park. Auch wir haben einen erneuten Blick in die Klinik geworfen und erzählen in unserem Test, wie es uns dabei ergangen ist. Wir können euch aber jetzt schon verraten, dass Outlast: Whistleblower nichts für schwache Nerven ist.

Herr Snowden lässt herzlich grüßen

Hätten wir bei der Arbeitsvermittlung nur nicht auf die freundlich ausschauende Dame gehört und den gut bezahlten Job bei der Murkoff Corporation angenommen. Aber wer hätte denn mit solch schlechten Arbeitsbedingungen rechnen können? Außerdem müssen die Rechnungen doch irgendwie bezahlt werden. Egal, jetzt hetze ich dem Unternehmen erst einmal die Medien auf den Hals.

Wer erinnert sich nicht an Outlast? Als Enthüllungsjournalist Miles Upshur bekommen wir einen anonymen Hinweis, doch einmal in der Mount Massive Nervenheilanstalt nach dem Rechten zu schauen. Natürlich lassen wir uns als Reporter nicht zweimal darum bitten und gehen der heißen Spur nach. "Doch wer hat uns diesen Tipp überhaupt zukommen lassen?", werden sich nun einige fragen.

Fristlose Kündigung

Genau diese Frage greift der Outlast-DLC Whistleblower auf und lässt uns in die Rolle von Software Engineer Waylan Park schlüpfen, der seit einiger Zeit in der Mount Massive für die Murkoff Corporation arbeitet. Zufrieden scheint der Mann mit den dort herrschenden Bedingungen allerdings nicht zu sein. Besonders die Tatsache, dass man die Insassen für gefährliche Experimente benutzt, lässt ihn zu der Entscheidung kommen, die ganze Sache auffliegen zu lassen. Selbstverständlich ist sein Arbeitgeber von dieser Idee weniger begeistert und kommt Park auf die Schliche, als der eine E-Mail mit sämtlichen Informationen an den Outlast-Protagonisten Miles schreibt.


Mit der Säge im Nacken

Nun ebenfalls inhaftiert versuchen wir möglichst unbeschadet aus dem Schlamassel herauszukommen, Hilfe herbeizurufen und die gesamte Organisation auffliegen zu lassen. Bewaffnet sind wir bei unseren Streifzügen durch die Anstalt, wie vom Hauptspiel gewohnt, lediglich mit einem Camcorder. Waffen oder sonstige hilfreiche Gegenstände gibt es auch in Whistleblower nicht. Somit sind wir jederzeit dazu verdammt, wortwörtlich um unser Leben zu laufen bzw. uns in Schränken oder dunklen Ecken zu verstecken. Ständig dazu verurteilt zu sein, mit leeren Händen vor äußerst kranken Anstaltsbewohnern zu stehen, stellt auch in der Erweiterung den größten Reiz dar.

Wurden wir gerade von dem kannibalischen Gefangenen Frank Manera entdeckt, laufen laut schnaufend durch die dunklen Gänge und hören hinter uns das schrille Geräusch seiner Kreissäge, stellen sich uns unweigerlich die Nackenhaare auf. Wer in solchen Momenten ruhig bleiben kann und beim ersten Mal den richtigen Fluchtweg wählt, kann sich zu Recht auf die eigene Schulter klopfen und behaupten, er sei unerschütterlich. Gewürzt werden solche Verfolgungsjagden durch die gewohnt brillante Soundkulisse samt den auf ganzer Linie überzeugenden englischen Synchronsprechern (es gibt lediglich deutsche Untertitel) und den zum Teil sehr heftigen Splatterszenen, die vor allem die Männer unter uns erschüttern werden. In solchen Momenten nimmt Whistleblower keinerlei Blatt vor den Mund und scheut sich auch nicht in entscheidenden Momenten davor, voll drauf zu halten.

Tabus gibt es dabei so gut wie keine. Was die Dramatik erhöht, wird auch genutzt. Hier ist der DLC beinahe noch einen Schritt konsequenter als das Hauptspiel. Als Spieler leidet man fast durchgängig mit Waylan und ertappt sich regelmäßig dabei, wie die eigene Maus krampfhaft festgehalten wird. So muss sich ein gutes Horror-Spiel anfühlen. Also keine Kritik?

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