PlayNation Test KingsRoad

KingsRoad - Das königliche Browserspiel im Test

Von Lucas Grunwitz - Test vom 22.03.2014 - 11:24 Uhr
KingsRoad Screenshot

Es gibt sie wie Sand am Meer: Schlechte Browsergames, die nur danach schreien mit schlechter Kritik gestraft zu werden und uns regelmäßig unnötig Zeit rauben. Wenn wir ehrlich sind, sind auch wir mittlerweile extrem skeptisch, wenn es darum geht, ein neues Browsergame zu testen. Ohne zu viel zu verraten, können wir aber schon jetzt sagen: KingsRoad hat es irgendwie geschafft, uns zu überzeugen und in seinen Bann zu ziehen. Was dieses Game anders als seine Konkurrenz macht und woher unsere Euphorie kommt, erfahrt ihr hier.

Der königliche Pfad des Monsterjägers

Die Geschichte von KingsRoad ist schnell erzählt: Ihr seid Held in der von Banditen und Dämonen besetzten Welt Alderstone, dessen Aufgabe darin besteht einen mächtigen Feind zu bezwingen, der das gesamte Unheil anführt. Um diesem Zweck Folge zu leisten, macht ihr euch auf und bezwingt einen fürstlichen Gegner nach dem anderen, bis ihr der verkörperten Boshaftigkeit gegenübersteht. Klingt langweilig? Ist es in seiner Gesamtheit leider auch. Insgesamt merkt man dem Hack'n Slay Browsergame aber auch an, dass man bewusst nicht viel Elan in die Geschichte gelegt hat, um gezielt am eigentlichen Gameplay arbeiten zu können und seien wir ehrlich: Wirklich innovative Geschichten kriegt man bei solchen Games selten zu sehen – wozu auch, schließlich sind wir hier, um Dämonen ans virtuelle Leder zu gehen.

Von Letzterem kann KingsRoad aber sicherlich ein feines Liedchen singen, denn im Laufe eurer heldenhaften Reise trefft ihr auf allerlei Geschöpfe: Riesen, Trolle, verzauberte Schamanen, versteinerte Gargoyles – nahezu jedes Level bietet neuartige Feindtypen, die in ihrer Weise einzigartig sind und sich relativ deutlich von ihren Mitbrüdern unterscheiden. Noch imposanter sind die Bosse, die euch am Ende eines jeden Levels erwarten, denn erst dort greifen die Entwickler in ihre Trickkiste. Da trefft ihr auch gerne mal auf einen Riesen, der gefühlt 50% eures Bildschirms einnimmt und wirklich den Eindruck verleiht, ein Koloss zu sein. Letztlich fühlt man sich aber auch mächtig, wenn man den riesigen Boss im klassischen „David gegen Goliath“-Stil zu Boden ringt.

Kämpfen im klassischen Diablo-Stil mit 5 Leben … wirklich?

Jetzt machen wir uns aber mal wirklich ans Eingemachte, denn was wir wollen, ist Tod und Verderben zu verbreiten. In der laufenden Beta von KingsRoad stehen euch momentan drei Klassen zur Verfügung: Krieger, Bogenschütze und Magier. Jeder von ihnen sticht auch durch eine passende Individualisierung heraus, weshalb es schon Sinn macht den Charaktertyp zu nehmen, der einem persönlich liegt. Dies sei tatsächlich auch nicht unbegründet, denn auch wenn die ersten Level ein Klacks sind, stellt sich die zweite Hälfte der Reise als relativ anspruchsvoll heraus. Das setzt unter anderem auch den geschickten Gebrauch eurer speziellen Angriffe voraus, denn wer sein Mana zu schnell verbraucht, wird entweder durch die teils hohen Fluten an Gegnern überrollt oder durch die mächtige Hand des Bosses zu Boden gestreckt. Klingt wie ein anspruchsvolles und spannendes Kampfsystem? Wäre es tatsächlich auch, wenn es nicht die unfaire Anzahl von fünf Leben auf eurer Seite gäbe, die euch zumindest im normalen Modus zur Verfügung stehen. Bei aller Liebe, aber dies vernichtet leider den Großteil der Spannung, die ihr beim erstmaligen Durchlaufen der Geschichte durchlebt. Wir sind selten bis gar nicht gestorben, hätten hier und da aber tatsächlich eine richtige Herausforderung vorgesetzt bekommen, die  gezielten Einsatz von Items voraussetzt - hätte es eben die Leben nicht gegeben. Zumindest eine vorherige Auswahl eines Schwierigkeitsgrades wäre ganz nett gewesen, denn auch wenn ihr im späteren Verlauf heftigere Modi der Level freischaltet, müsst ihr erst einmal die gesamte Story durchspielen, um diese freizuschalten – bis dahin vergehen viele anspruchslose Stunden.

Das Gameplay an sich erinnert hingegen an die guten alten Zeiten mit Diablo 2. Da heißt es Klicken, was das Zeug hält. Angreifen, Items Sammeln, Bewegen – alles geschieht über die linke Maustaste und bringt euren Zeigefinger schon nach kurzer Zeit zum Bluten. Nebst eurer eigentlichen Aktivität habt ihr verschiedenste Möglichkeiten euch in der Welt von KingsRoad auszutoben: Neben klassischen Elementen wie Schmieden und Zauberern, bei denen ihr die Qualität eurer verwendeten Gegenstände steigern könnt, stehen euch derweil noch die Beutezug-Quests zur Verfügung. Diese separaten Quests garantieren euch weitere Belohnungen und kleine Nebenhandlungen, die abseits der eigentlichen Hauptgeschichte geschehen. Leider sind die Level dieser Beutezüge oft nur Aufbereitungen der jeniger aus der Hauptgeschichte, die ihr so oder so permanent zu Gesicht bekommt, aber erfüllen mit interessanten Aufgaben irgendwie auch so ihren Zweck. Statt stur durch ein Level zu rushen, heißt es dort mal fünf attackierte Ritter aufzusuchen und ihnen aus der Patsche zu holen.

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