PlayNation Test Dark Souls 2

Dark Souls 2 - Es darf wieder gestorben werden - Test

Von Christian Liebert - Test vom 11.03.2014 - 11:49 Uhr
Dark Souls 2 Screenshot

Endlich ist es da! Ich kann meine Freude kaum verbergen, denn auf kein anderes Spiel habe ich mich 2014 mehr gefreut, als auf Dark Souls 2. Schon der Erstling gilt in Fankreisen als eines der härtesten Games der letzten zehn Jahre und motivierte viele zu einer längeren Spielzeit als Skyrim oder Diablo 3. Auf dem Nachfolger, der ab dem 14. März für PlayStation 3 und Xbox 360 erscheint, lastet daher ein tonnenschweres Gewicht der Hoffnung: Kann die Fortsetzung das Leuchtfeuer erneut entfachen und die Gamingwelt wieder in seinen Bann ziehen oder entpuppt sich das junge Franchise als bereits ausgedient und keiner Erweiterung nötig? Im Vorfeld machte diesbezüglich eine Aussage vom Chef-Entwickler die Runde, Dark Souls 2 vielleicht sogar zu vereinfachen. Muss erwähnt werden, dass Fans des Erstlings dem mit Empörung begegneten? Zum Glück ließ man davon aber ab... wobei die Angst natürlich blieb. Namco hat uns die PS3-Version vorab zur Einsicht geschickt und so begab ich mich in das ferne Land Drangleic, um genau die Frage zu klären, ob Dark Souls 2 wieder so knüppelhart ist und ob sich der Zeitfresser wirklich lohnt.

Neues Königreich, altes Problem

Obwohl das 2011 erschienene Dark Souls rein von der Aufmachung schon an Demon's Souls erinnerte, war der Brecher laut From Software keine direkte Fortsetzung, sondern ein eigenständiges Spiel. Anders verhält es sich nun bei Dark Souls 2, denn das große Sterben geht jetzt doch noch in Serie. Im Gepäck: Ein neuer „Held“, ein neues Königreich und ein altes Problem, namentlich die Untoten. Unser Alter Ego ist nämlich von exakt diesem Fluch betroffen und hat wenig Lust darauf, früher oder später als leere Hülle zu enden. Darunter versteht man in der Welt von Dark Souls stereotype Untote, die in diesem Fall nach Seelen lechzen und allem Anschein nach an Zombies erinnern. Dem Rat einer geheimnisvollen alten Dame folgend begibt sich der Namenlose in das Königreich Drangleic, dessen Herrscher wohl mehr über das Brechen eben dieses Fluches weiß. Diesen Teil der Geschichte serviert uns Dark Souls 2 in einer sehr atmosphärischen Render-Sequenz, die schon mal für Gänsehautstimmung sorgt.

In Drangleic angekommen landen wir im „Dazwischen“, einem Limbus. Dort irren wir erst mal umher und treffen in einem Wirtshaus ein paar alte Feuerhüterinnen, die uns mitteilen, dass wir nicht der Erste auf dieser Pilgerfahrt sind und lachend unser Versagen prophezeien. Das geht ja schon mal gut los! Natürlich ist unser Ehrgeiz größer als ihr Spott und so machen wir uns trotz aller Hindernisse auf diese glücklose Mission gegen den Rest der Welt.

In einer Nussschale zusammengefasst dreht sich erneut alles um das Schicksal der Untoten und das Abenteuer eines stillen Protagonisten, dessen Zukunft eigentlich schon besiegelt scheint. Fans des Vorgängers erkennen die Parallelen und auch wir müssen zugeben: Eigentlich ist das recht ideenlos. Zwar trügen Atmosphäre und Erzählweise gut über diesen Punkt hinweg, nüchtern betrachtet ist die Story der des Vorgängers mehr als ähnlich. Wieder müssen vier mächtige Seelen gesammelt werden und wieder ist die Handlung ziemlich kryptisch und offen.

Dafür punktet auch Dark Souls 2 erneut in Sachen Informationsbeschaffung. Mit nahezu jedem NPC, der uns nicht gleich ans Leder will, lässt sich quatschen und das sollten wir auch – mehr als einmal. So und durch das Lesen der Item-Beschreibungen erfahren wir sehr viel über die Spielwelt und ihre Geschichte. Das schafft eine ungemein interessante Handlung und ermutigt zum ausgiebigen Erkunden.

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