PlayNation Test Dota 2

Dota 2 - Test: MOBA auf Überholkurs

Von Thomas Wallus - Test vom 31.01.2014 - 11:03 Uhr
Dota 2 Screenshot

Valve ist nicht gerade dafür bekannt, den Gaming-Markt binnen eines Jahres mit einem Dutzend neuer Spiele zu fluten. Obwohl das Unternehmen seinem Bekanntheitsgrad nach auf einer Ebene mit Konzernen wie EA steht, gilt hier noch immer der Grundsatz ‚Qualität vor Quantität‘. Davon, dass sich dieses Motto auch am Beispiel von Dota 2 bemerkbar macht, haben wir uns in über 100 Spielrunden selbst überzeugt. Insbesondere die Mischung der originalen Elemente von Defense of the Ancients mit einem einzigartigen, modernen Ansatz der Community-Arbeit verblüfft - während jedes Besuchs auf dem symmetrischen Schlachtfeld.

Will man als Onlinespieler dieser Tage kostenlos durch eine Arena ziehen, dabei Türme, feindliche Helden und sonstige Schergen aus dem Weg räumen, dann ist das wohl kein Problem. Die Auswahl ist enorm und angesichts dieser Vielfalt schwinden die nostalgischen Erinnerungen an die Wurzeln dieses Genres. Erstmals lässt mit Valve ein Studio das Original nicht in einer verfremdeten Imitation aufleben. Zehn Jahre nach der Geburt von Defense of the Ancients kehrt die Arena stattdessen in einer modernen Variante mit eigenständigem Client und vielen Verbesserungen zurück.

Unterdessen ging zwar kein Ruck durch das grundlegende Spielprinzip, doch angesichts der Beliebtheit der symmetrischen Arena braucht es diesen auch nicht. Da genügt es schon, Dota 2 eine fehlerfreie Umsetzung der klassischen 5-vs-5-Umgebung zu attestieren. Einen technischen Mangel an Dota 2 zu finden, wird selbst nach unzähligen Spielen schwerfallen. Höchstens wird man einige Abweichungen zu anderen Produkten dieser Art feststellen. Geschuldet ist dies Eigenheiten wie den auf der Karte verteilten Shops, der fehlenden zauberbasierten Teleport-Funktion oder dem Mechanismus der Zielauswahl bei den feindlichen Türmen. Ein Buch mit sieben Siegeln ist Dota 2 damit noch lange nicht.

Einen geglückten Einstieg versucht das mehrstufige Tutorial schon zu Anfang sicherzustellen. Umgeben von einem nebensächlichen Handlungsstrang prügeln Neulinge auf erste Kreaturen ein und bringen Fähigkeiten zum Einsatz. Leicht zu meistern ist Dota 2 dabei keineswegs. Die Einführung aber verhindert einen Wurf ins kalte Wasser und macht mit Steuerung und Spielprinzip vertraut. Gar Profis können hier noch etwas lernen, weshalb die Übungseinheiten in Dota 2 sich nicht als Tutorial, sondern als Training bezeichnen. Nach Hunderten gewonnenen Spielen lohnt sich etwa nach wie vor die Absolvierung des Last-Hit-Trainings, das einen die gezielte Tötung der Creeps verinnerlichen lässt und damit zu einem stetigen Goldfluss in den tatsächlichen Spielen verhilft.

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