PlayNation Test Hearthstone

Hearthstone - Test: Genialer Schachzug oder billiger Kartentrick?

Von Christian Liebert - Test vom 23.01.2014 - 15:52 Uhr
Hearthstone Screenshot

Blizzard hat es mal wieder geschafft: Ein Genre popularisiert, das vorher nur mäßig beachtet wurde (PC-Kartenspiele). Man hat ein Spiel erschaffen, an dem so schnell niemand vorbeikommt. Hearthstone ist in aller Munde, dabei wollte zu Anfang niemand so wirklich was von dem Titel wissen. Nachdem das kostenlose Online-Sammelkartenspiel jüngst in die Open Beta gewechselt ist und sich laut Entwickler nur noch wenig an den Karten ändern wird, können wir nun getrost resümieren, wie gut Hearthstone letztendlich nun wirklich ist. Über drei Monate befand sich der erste Free-2-Play-Titel von Blizzard im geschlossenen Betatest und auch wir hatten ausgiebig Möglichkeiten, einen Blick auf das Kartenspiel zu werfen. Bereits in unserem Jahresbericht 2013 haben wir Hearthstone als einen der Hits überhaupt hervorgehoben und an dieser Haltung hat sich bisher wenig geändert.

Ein Kartenspiel!?!

Exakt so werden die Zuschauer auf der PAX East 2013 geguckt haben, als Blizzard seine große Enthüllungsbombe platzen ließ. Man hatte mit allem gerechnet: Erweiterungen für World of Warcraft und Diablo oder sogar erste Informationen rund um das neue MMO Titan. Als dann aber mit Hearthstone ein kostenloses Sammelkartenspiel angekündigt wurde, war die Laune erst mal im Keller. Sollte dieses Frischgeborene von Blizzard ein fataler Misserfolg werden? Weit gefehlt, denn Hearthstone kam an. Sogar so gut, dass Zugänge für die Closed Beta für über 100 Euro auf eBay über den Tisch gingen. So etwas gibt es sonst nur bei ganz heißer Ware. Blizzards Kartentricks wissen zu faszinieren und sind auch gar nicht so neu. Das offizielle Trading Card Game zu World of Warcraft existiert schon viele Jahre und wurde anfangs eifrig gespielt. Allerdings sah Blizzard wohl auf dem analogen Markt keine Zukunft mehr und so stampfte man das eine Spiel ein, um daraus ein Onlinegame zu machen. Der Plan ging auf, denn Hearthstone gehört zurzeit zu den begehrtesten Neueinsteigern in der E-Sport-Szene. Das hat auch seinen Grund: Hearthstone macht nämlich verdammt viel Laune und obendrauf noch süchtig – wie wir es von guten Blizzard-Spielen eben gewohnt sind.

Hearthstone in a nutshell

Das Konzept von Hearthstone funktioniert nach dem bekannten „Leicht zu lernen, hart zu meistern“-Prinzip. Zwei Spieler sitzen sich an einem virtuellen Tisch gegenüber. Jeder von ihnen hat 30 Karten im Gepäck, von denen er zu Anfang drei Stück zieht und nach Bedarf ein Mal austauschen kann. Danach entscheidet der Zufallsgenerator, wer den ersten Zug machen kann. Der andere Spieler erhält eine zusätzliche Karte. Beide Kontrahenten verfügen über 30 Lebenspunkte, die auf null reduziert werden müssen. Hier kommen nun die Karten ins Spiel, denn jeder Spieler verfügt über einen pro Runde ansteigenden Manapool. Bis zu 10 Mana können regulär erreicht werden. Exakt so funktioniert auch das Ziehen. Jede Karte benötigt eine gewisse Anzahl Mana. Ist der Vorrat des Spielers erschöpft, muss er seinen Zug beenden.

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