PlayNation Test Call of Duty: Ghosts

Call of Duty: Ghosts - Next-Gen? Der Singleplayer im Test

Von Christian Liebert - Test vom 09.11.2013 - 15:25 Uhr
Call of Duty: Ghosts Screenshot

Jedes Jahr ein neues Call of Duty, jedes Jahr die gleiche Leier. Während Hauptkonkurrent DICE bei Battlefield 4 mit Top-Grafik und beeindruckenden Effekten winkt, will Activisions Dauerbrenner zwar ebenfalls alles besser machen, muss dabei aber mit alten Krankheiten kämpfen. Immerhin wollte man dieses Mal mehr Wert auf die Solospieler-Kampagne legen, die wie immer mit einer dramatischen Geschichte daherkommt und mich ungefähr sechs Stunden meines Lebens gekostet hat. Diese sind aber nicht völlig verschenkt, wie ich finde. Dafür muss an der Technik und insbesondere an den Bugs der PC-Version ordentlich rumgemeckert werden. Warum Call of Duty: Ghosts zumindest im Singleplayer dennoch überzeugen kann, erfahrt ihr jetzt.

Die USA befinden sich im Krieg – wer hätte das gedacht? Der Feind ist aber diesmal kein stereotyper Turbanträger, Asiate oder Südländer, sondern die ehemaligen Staaten von Südamerika, die sich zum Völkerbund „Die Föderation“ zusammengeschlossen haben. Natürlich reicht einem der territoriale Platz nicht aus und so soll Amerika über die Wupper springen, was wie üblich mit einem dicken Krieg erreicht werden soll. Genau hier setzt die Spielhandlung ein, als unser Protagonist Logan zusammen mit seinem Bruder Hesh und seinem Vater einen Ausflug im Grünen macht. Plötzlich bebt der Boden und schnell ist klar: Da ist was im Busch!

Szenenwechsel: Kurz vor diesem Moment befinden wir uns mit einem anderen Charakter mitten auf der Raumstation ODIN, einer großen Verteidigungsanlage der USA, die prompt von Terroristen gekapert wird, die auch sofort Raketen auf die Großstädte der Vereinigten Staaten purzeln lassen und so ein wahres Inferno auslösen. Dies ist die, wie gewohnt bombastisch inszenierte, Vorgeschichte, bevor die eigentliche Story losgeht. Zehn Jahre nach diesem Vorfall herrscht nämlich immer noch Krieg und die USA befinden sich im Ausnahmezustand. In den Wirren dieser Zeit sind wir zusammen mit Hesh und unserem treuen Hundegefährten Riley auf Patrouille, bevor unsere Heimatbasis angegriffen wird und wir ins Feindesland geschickt werden, wo wir zusammen mit der Spezialeinheit Ghosts in die Offensive gehen.

Die Ghosts sind eine Mischung aus G.I. Joe und Ezio Auditore und genauso spielt sich auch die Solospieler-Kampagne: Zwischen heftigen Gefechten in bester Modern-Warefare-Manier gibt’s Schleicheinlagen und Erkundungs-Missionen. Dabei benutzen wir wie üblich wieder allerhand Kriegsgerät, darunter auch die neue Hundesteuerung, mit der wir die Kontrolle über Riley erhalten. Insgesamt 18 Missionen gilt es zu bestehen, bevor auch dieses Mal erneut der Weltfrieden gerettet ist. Ob Riley am Ende am Leben bleibt, kristallisiert sich für mich schon zu Beginn als wichtigste Frage heraus, denn der Rest ist zwar unterhaltsame Shooterkost, aber eben genau so überpatriotisch und teilweise unlogisch wie immer. Dafür sehr gut erzählt und mit einigen Wendungen und Emotionen bestückt. Kann sich also sehen lassen, prahlen muss man damit aber nicht. Ob unser Vierbeiner am Ende auch die Credits sehen darf, verraten wir natürlich nicht.

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