PlayNation Test Armored Core: Verdict Day

Armored Core: Verdict Day - Leider nur für den harten Kern

Von Christian Liebert - Test vom 15.10.2013 - 12:39 Uhr
Armored Core: Verdict Day Screenshot

Mit Armored Core: Verdict Day schicken Publisher Namco Bandai und Entwickler From Software den neuesten Ableger ihrer bekannten Mecha-Serie ins Rennen, der den Kampf mit den Riesenrobos ein weiteres Mal fortführt. Das Action-Spektakel für PlayStation 3 und Xbox 360 weiß dabei ganz klar mit seinen Feinheiten zu glänzen, schwächelt aber an etlichen Ecken. Ich habe mich in das Cockpit einer dieser Blechdosen gehockt und mich ins Schlachtengetümmel gestürzt. Erfahrt nun, wo der Titel seine Stärken hat und wo ihr zweimal überlegen solltet, ob ihr den Vollpreistitel wirklich euer Eigen nennen wollt.

Der Krieg der Zukunft

Wer sich von euch überhaupt schon mal mit einem Mecha-Universum wie Gundam, Battletech oder Eureka auseinandergesetzt hat, wird sich bestimmt nicht sonderlich wundern, warum auch der neueste Ableger der Armored-Core-Reihe keine großen Sprünge in Sachen Handlung macht. Es geht um Krieg. Es geht immer um Krieg! In der Zukunft führt man diesen nur etwas anders, nämlich mit bemannten Kampfrobotern. Verdict Day gibt sich hier keine große Mühe und konzentriert sich lieber auf seine zwei wesentlichen Aspekte: Intensive Kämpfe und vielseitig anpassbare Mechs. Immerhin gibt es so was wie eine Rahmenhandlung, zumindest im Singleplayer. Hier übernehmt ihr die Rolle eines Söldners, der mitten zwischen die Fronten zweier verfeindeter Fraktionen gerät. Satte 60 Missionen stehen euch hier zur Verfügung, die ihr nach und nach freischaltet und meistern müsst. Oft geht es dabei nur darum, alles Leben auf den Karten auszulöschen. Am Ende gibt es dafür dann natürlich den Sold, den ihr gegen Munition und Upgrades für euren Mecha eintauschen könnt. Klingt simpel, ist es aber nicht. Der Teufel liegt bei Armored Core nämlich im Detail.

Nichts für Anfänger

Verdict Day kann sich bei mir gleich durch eine Sache auszeichnen, die gleichermaßen Segen und Strafe ist. Das Spiel ist definitiv nichts für Anfänger. Wer so absolut gar keine Ahnung von dieser Art Game hat, sonst andere Genres bedient oder generell wenig spielt, wird die ersten Stunden so richtig schön den Allerwertesten versohlt bekommen. Zwar leitet euch das kurze Tutorial gut in die Steuerung ein und zeigt euch eigentlich alles, was ihr wissen müsst. Doch danach sind Skill und taktisches Verständnis gleichermaßen gefragt. Wer also direkt in der ersten Mission gleich ins Blaue schießt und denkt er könnte hier wie in vielen anderen Games einfach als unbesiegbarer Held über das Schlachtfeld flanieren, während er andere Suits wie Enten abknallt, lässt wohl schneller das virtuelle Leben, als die Installation des Spiels gedauert hat. Selbst mit ein bisschen Rumgetrickse, versuchtem Flankieren oder Angriffen aus dem Hinterhalt sind die Solo-Missionen – so einfach sie auch klingen mögen – eine echte Wucht. Hier macht Armored Core alles richtig, zumindest, wenn man auf ein ernsthaftes Mecha-Erlebnis aus ist. Wer es lieber arcadiger mag und nur ein bisschen Spaß für zwischendurch sucht, ist hier definitiv falsch.

Der Schlüssel zum Erfolg sind eine perfekte Beherrschung der umfangreichen Steuerung und das geschickte Ausnutzen des Terrains. Aber selbst dann lassen sich die meisten Missionen nicht im ersten Versuch erledigen.

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