PlayNation Test Splinter Cell: Blacklist

Splinter Cell: Blacklist - Aus dem Schatten getreten

Von Patrik Hasberg - Test vom 01.09.2013 - 11:54 Uhr
Splinter Cell: Blacklist Screenshot

Blacklist kombiniert alte Stärken mit neuen Ideen und spielt sich angenehm flott und vielfältig. Serien-Veteranen dürfen dank unzähliger technischer Gadgets aus dem Schatten heraus zuschlagen, Neulinge werden durch ein niedriges Frustpotenzial motiviert und langsam an das Leben eines waschechten NSA-Agenten herangeführt. Wer nicht alleine schleichen möchte, kann gemeinsam mit einem Kollegen auf die Jagd nach Terroristen gehen.

Die Welt steht mal wieder kurz vor dem totalen Chaos. Terroristen mit dem selbst vergebenen Namen ‘The Engineers‘ verüben eine Serie verheerender Angriffe auf bestimmte amerikanische Standorte. Als Auftakt dient ein Anschlag auf die Andersen Airforce Base auf der Insel Guam. Ziel der terroristischen Vereinigung, die sich aus Mitgliedern verschiedener östlicher Staaten zusammensetzt? Nichts Geringeres als die Vernichtung der Vereinigten Staaten.

Klar, dass man sich dies auf amerikanischer Seite nicht einfach so gefallen lässt und kurzerhand die für solche Fälle am besten geeignete Person ins Rennen schickt. Die Rede ist selbstverständlich von NSA-Agent, Konfliktbeseitiger und Leisetreter in spe Sam Fisher. Um die sogenannte Blacklist aufzuhalten und herauszufinden, wer für die Anschläge verantwortlich ist, bereisen wir, mit allerhand technischem Schnickschnack ausgestattet, den halben Erdball und würgen, schießen und schleichen uns durch abwechslungsreiche Level mit zahlreichen Möglichkeiten unsere Missionen auf unsere Art und Weise zu beenden. Splinter Cell-Veteranen der aller ersten Stunde dürfen sich nach dem eher actionlastigen Conviction endlich wieder ihre Leisetreter überstreifen und mit Sam nervenaufreibende Missionen bestehen. Spieler, die es gerne lauter und schneller haben, kommen ebenfalls auf ihre Kosten.

Sam Fisher ist auch ein hervorragender Kletterer.

Mucksmäuschenstill aus dem Schatten der Nacht zuschlagen, ohne dass es der Kollege dort drüben mitbekommt. Gegner per Hightech-Spielzeug ablenken, ungesehen in das Gebäude vor uns eindringen, die Zielperson erledigen und wieder lautlos entkommen. Sich wie ein Geist am Fenstersims vorbeischleichen und den eigenen Herzschlag spüren, wenn sich der freundliche Terrorist von nebenan in letzter Sekunde wieder in die andere Richtung dreht und von seinem Schicksal noch nichts ahnt.

Es sind solche Momente, die die Splinter-Cell-Serie ihrerzeit groß gemacht haben. Besonders heutzutage gibt es immer weniger solche Titel, da ‘langweilige‘ Schleichpassagen oft lieber durch Action-Sequenzen ersetzt werden. Schließlich verkaufen sich gewaltige Explosionen und adrenalingetränkte Gefechte einfach besser – man schaue nur einmal auf die Call-of-Duty-Reihe. Dies dachte sich wohl auch Ubisoft bei dem vorherigen Agenten-Ableger, der den Fokus deutlich mehr auf Action legte. Serien-Fans hingegen verteufelten den viel zu simplen Schwierigkeitsgrad und erinnerten sich wehmütig zurück an vorherige Splinter-Cell-Titel.

Mit Splinter Cell: Blacklist scheint Ubisoft nun wieder ein Einsehen gehabt zu haben und stillt die Gier der Spieler nach langen und kniffligen Schleichpassagen. Wer allerdings lieber etwas offensiver vorgeht, der kann dies genauso tun. Mit allerhand verschiedener technischer Gadgets und clever designter Schauplätze bietet Blacklist unzählige Möglichkeiten, eine Mission zu beenden.

Als Spezial-Agent sind wir überall auf der Erdkugel unterwegs.

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