PlayNation Test Far Cry 3: Blood Dragon

Far Cry 3: Blood Dragon - Eine wahr gewordene VHS-Kassette

Von Christian Liebert - Test vom 06.05.2013 - 11:22 Uhr
Far Cry 3: Blood Dragon Screenshot

Ein paar Ecken gibt es doch

Blood Dragon als durchweg gutes Videospiel zu beschreiben, resultiert vor allem daraus, dass das Game gerade mal 15 Euro kostet und ohne das Hauptspiel auskommt. Wir reden hier also von einem Standalone-Titel und nicht von einem DLC, wie Blood Dragon gerne kategorisiert wird. Über zehn Stunden Spielspaß, je nach Spielweise auch mehr, bietet der Titel und das zum Spitzenpreis. Da muss man dann auch mit ein paar Ecken und Kanten leben. So fehlt es der Gegnerauswahl durchweg an Abwechslung und die vielen Garnisonen ähneln einander wie ein Ei dem anderen. Auch die Nebenmissionen brillieren nicht gerade mit ausgefeilten Geschichten, sondern enden meist in simplen Aufträgen, wie man sie auch aus dem Repertoire von mittelmäßigen Online-Rollenspielen kennt. Hätte man zwar besser machen können, aber immerhin liegt der Fokus auf einer völlig abgedrehten Welt, mit verrückten Charakteren und dummen Sprüchen. Was doch sehr schade ist, ist das Fehlen des Coop-Modus, der in Far Cry 3 ordentlich gerockt hat.

Die Blutdrachen geben Far Cry 3: Blood Dragon seinen Namen.

Die Stärke von Blood Dragon liegt ganz klar in seinen vielen Anlehnungen an alte Filme. Vieles, was auf den ersten Blick total bescheuert wirkt, ist als genau das konzipiert. Das Spiel sprudelt nur so vor Klischees und Marotten und das macht auch den Zauber dieser wahr gewordenen VHS-Kassette aus. Ein Action-Feuerwerk der Marke Ultraretro quasi und eine liebevolle Erinnerung für alle, die schon damals blöde Ballerfilme mit Schwarzenegger und Co. total toll fanden.

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