PlayNation Test BioShock Infinite

BioShock Infinite - Auf nach Columbia: Unser Test zum Wolkenabenteuer!

Von Tobias Fulk - Test vom 05.04.2013 - 15:01 Uhr
BioShock Infinite Screenshot

Die Tage Raptures sind gezählt. Auch die letzten Little Sisters haben wir gegen Ende von Bioshock 2 aus den Fängen von Sophia Lamb und auch Andrew Ryan befreit. Jetzt ist es an der Zeit, die Unterwasserstadt zu verlassen, neue Gefilde zu erschließen. Wir schmeißen die eiserne Big-Daddy-Rüstung weg und schlüpfen in die Haut von Booker DeWitt. Er wird mehr oder weniger zufällig in die Luftmetropole Columbia befördert, sucht dort nach einem Mädchen namens Elizabeth. In Bioshock: Infinite ist (fast) alles anders. Neuer Hauptcharakter, neue Story, neues Setting, neue Waffen und Möglichkeiten, das Spiel zu genießen. In unserer ausführlichen Review verraten wir euch, wie uns unser Trip nach Columbia gefallen hat und welche Änderungen Bioshock: Infinite zum absoluten Anwärter auf das (Action-)Spiel des Jahres 2013 machen!

Booker DeWitt in der Zwickmühle

Wir schreiben das Jahr 1912. Ein Sturm tobt an der Küste eines unbekannten Ortes. Ein Typ namens Booker schippert gemeinsam mit zwei Bootsführern über den Ozean. Sie erzählen etwas über Schuldenbegleichung seitens Booker. Das Boot macht Halt an einem riesigen Leuchtturm. Sind wir da? Scheinbar schon. Wir steigen aus dem Boot, betreten die kleine Insel und schließlich auch den großen Leuchtturm. Schon hier fühlt man sich an alte Tage zurückerinnert: Auch im ersten Bioshock, das uns in die Welt von Rapture eintauchen ließ, flüchteten wir uns nach einem Flugzeugabsturz in einen Leuchtturm. Symbolisch: Diesmal geht es nicht in den Keller des Leuchtturms, sondern hoch hinaus! Der Wind peitscht uns um die Ohren, als wir uns an der Spitze des Leuchtturms in einen Stuhl setzen. Plötzlich hält uns der Sitz gefangen. Immer und immer wieder dröhnt eine Sirene. Das Gemüt unseres Hauptcharakters schwankt schnell von sehr beeindruckt in sehr panisch um. Der Stuhl beginnt sich langsam zu heben. Wir brettern geradewegs auf eine Stadt zu. Eine Stadt, die im Himmel zu liegen scheint. Willkommen in Bioshock: Infinite! Im neuesten Spros der Bioshock-Reihe schlüpfen wir in die Haut von Booker DeWitt. Er ist ein ehemaliger Detektiv des New Yorker Pinkerton Unternehmens. Er hat sich schlimme Dinge zuschulden kommen lassen und soll – zumindest so die Argumentation zu Beginn des Spiels – nach Columbia reisen, um dort ein Mädchen namens Elizabeth zu finden. Die Tochter des „Propheten“ ist der einzige Weg, die Schulden zu begleichen. Wie schon in vorherigen Teilen setzt Entwickler Irrational Games auf eine sehr intensive Erzählung der Geschichte. Besonders auffallend ist dabei, dass Booker DeWitt eine größere Persönlichkeit hat als vorherige Serien-Protagonisten. Booker hat eine Geschichte, die wir mit fortlaufendem Spielfortschritt auch aufgetischt bekommen. Anders als die Helden aus Teil 1 und 2 hat DeWitt außerdem eine Stimme, die dem Spiel um einiges mehr Emotionen verleiht. Man spürt einfach, welch große Unsicherheit zu Beginn herrscht, als wir erstmals Columbia betreten.

Ein neues Kapitel in Bioshock: Willkommen in Columbia!

Willkommen in Columbia

Die ersten Schritte in der Luftstadt sind überragend. Columbia wurde frei nach der alten, amerikanischen Architektur erbaut. Als wir die ersten Schritte in der schwebenden Stadt gemacht haben, fühlten wir uns zurückversetzt in die ersten Spielstunden im ersten Teil der Bioshock-Reihe. Schon damals war es ein echtes Gänsehaut-Gefühl, als wir mit einer Tauchkugel durch die Unterwasser-Gassen von Rapture gefahren sind. Ähnlich beeindruckt waren wir vom Beginn in Columbia. Überall Menschen, die scheinbar fröhlich sind. Alles bereitet sich zu Beginn des Spiels auf eine Verlosung vor. Auch wir wohnen dieser Verlosung bei und werden mit dem „Glückslos“ Nummer 77 gleich gezogen. Es gilt, zwei dunkelhäutige Menschen vor den Augen aller hinzurichten. Das ist unsere Belohnung? Schnell zeichnet sich der Hintergrund dieser Stadt ab. Wir haben es hier nicht nur mit einem raffgierigen Herrscher zutun, der das Mädchen hat, das Booker DeWitt benötigt, es herrscht auch der Rassismus in Columbia. Wir müssen entscheiden: Töten wir die farbigen Bürger Columbias und folgen damit dieser rassistischen Brut oder erledigen wir den Loschef? Beide Entscheidungen haben ihre Auswirkung. Entscheiden wir uns für die beiden Menschen und gegen den Loschef, werden wir von den Stadtwachen attackiert und müssen uns erstmals durch Feindmengen schießen. Als Belohnung winkt hingegen ein nettes Upgrade-Päkchen im späteren Verlauf des Spiels. Töten wir hingegen die beiden Menschen, werden wir von der besessenen Masse gefeiert wie ein Volksheld. Das Schicksal liegt in euren Händen!

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