PlayNation Test World of Tanks

World of Tanks - Zwischenstand: Auf gutem Wege

Von Niklas Nosber - Test vom 04.04.2013 - 20:07 Uhr
World of Tanks Screenshot

Seit dem 6. März befindet sich World of Tanks in der aktuellen Version 0.8.4. Anlass genug, das Rekord-MMO von Wargaming.net nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen, wie wir finden. Schließlich hat sich im Vergleich zum Release am 12. April 2011 einiges getan. Neue Karten, neue Panzer, neue Spielmodi, eine verbesserte Physik und vieles mehr haben seitdem Einzug in das WoT-Universum gehalten und viele weitere Inhalte sind bereits geplant. Auch mit World of Warplanes und World of Warships ist das Licht am Ende des Tunnels noch lange nicht in Sicht. Eine Konsolenadaption ist gerüchteweise in Planung und Firmen wie Gas Powered Games und Day 1 Studios wurden durch Wargaming bereits übernommen. Wie die Reise bisher verlaufen ist und wohin es noch gehen kann, wollen wir in den folgenden Absätzen behandeln.

Wie Panzer zu Spielzeug werden

Victor Kislyi hat in einem Interview mit dem Spiegel die gewagte These aufgestellt, seine Panzer seien Tamagotchis für Väter. Ganz Unrecht hat er damit sicher nicht, existieren doch, Stand Ende 2012, über 45.000.000 Accounts und brach man doch jüngst erst den Rekord für die meisten zur gleichen Zeit auf einem Server eingeloggten Spieler am 21. Januar 2013 mit 190.541 Anwesenden. Doch wie wurde aus einem Studentenprojekt das Imperium rund um Wargaming.net und was verbirgt sich hinter World of Tanks? Bevor wir näher auf das Spielprinzip eingehen, machen wir einen kurzen Ausflug in die Geschichte des Unternehmens. Wargaming.net ist zunächst einmal ein weißrussischer Spieleentwickler. Während das Studio lange Zeit rundenbasierte Strategiespiele entwickelte, gelang der große Durchbruch in Europa und in den USA im Jahr 2011 (Russland 2010, Asien 2012) mit der historischen Panzersimulation World of Tanks. Dabei war WoT zunächst nur als Nischentitel konzipiert und der momentane Erfolg dürfte die kühnsten Vorstellungen übertroffen haben, meine natürlich nicht ausgenommen, begleitet mich World of Tanks doch bereits seit der ersten Beta-Phase.

Das Konzept von World of Tanks ist einfach aber dennoch sehr erfolgreich.

Panzer, egal wohin man schaut

Panzer gegen Panzer, egal wohin du schaust - so könnte die Devise hinter dem Gameplay-Prinzip lauten, denn das Spiel stellt zwei Teams mit je 15 Panzern einander gegenüber. Die Teams werden dabei keinen Fraktionen zugeordnet und auch die Panzerauswahl ist nicht an reale Nationen gebunden. So kämpfen auch gerne Russen neben Deutschen und Amerikaner gegen andere Amerikaner, Briten oder Chinesen. Die Aufgabe in einer Schlacht ist dabei verschieden. Entweder müsst ihr die gegnerische oder eine neutrale Flagge einnehmen oder einfach sämtliche Panzer im gegnerischen Team zerstören. Ein Gemetzel dieser Art dauert maximal 15 Minuten, bietet kurzweilige Action und kann entsprechend nahezu jederzeit gespielt werden. Sollten am Ende noch Panzer überlebt haben und auch die Flaggen nicht eingenommen sein, endet die Partie unentschieden. Die Schlachten sind zu Beginn natürlich noch nicht besonders anspruchsvoll, eure Panzer sind langsam, haben keine großen Kanonen, denn, wie man so schön sagt, aller Anfang ist schwer. Sind die ersten Gefechte allerdings überstanden, fesselt World of Tanks doch schneller, als man eine 107mm nachladen kann, denn gerade in den höheren Tiers machen die Kämpfe unglaublich Spaß, besonders mit ein paar Freunden im Platoon. Bekennende Panzerschützen unter euch kennen betimmt "Campinovka" - als Spitznamen für die Karte Malinovka - wo wohl die meisten Partien unentschieden ausgehen, weil sich die Karte zum Campen extrem gut anbietet.

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