PlayNation Test Dragon Nest Europe

Dragon Nest Europe - Besser als gedacht: unser Test

Von Redaktion - Test vom 12.03.2013 - 12:45 Uhr
Dragon Nest Europe Screenshot Zur Bilder-Gallerie

In Asien und Amerika hat es bereits Fuß gefasst, nun versucht es auch im europäischen Raum erfolgreich zu sein: das MMORPG Dragon Nest. Entwickler Eyedentity Games verspricht das momentan schnellste Online-Action-RPG, wodurch man den Spieler zu einer einzigartigen Erfahrung einlädt. Dazukommend versuchen die Schöpfer mittels eines einzigartigen Kampfsystems und einer Optik, die dem Stile des Animes folgt, beim Spieler Interesse zu wecken. Während sich besonders im asiatischen Raum bereits eine Vielzahl an Publishern gefunden hat, die das Spiel in mehreren Ländern wie Japan oder Taiwan veröffentlichten, machte es sich eFusion zur Aufgabe, das MMORPG auch in Europa zu etablieren. Unser Neuzugang Lucas Grunwitz hat für euch die Closed Beta, die vom 27. Februar bis zum 6. März stattfand, angezockt und verrät euch in seinem Testbericht, ob sich ein Abstecher in die magische Welt von Dragon Nest wirklich lohnt.

Der Zwist zweier Schwestern

Die gesamte Hintergrundgeschichte basiert auf dem klassischen Kampf zwischen Gut und Böse: Die Göttin Altea, welche das bewohnte Land Lagendia geschaffen hat, wurde von ihrer bösen Schwester Vestinel vergiftet und muss gerettet werden, um die Welt vor den bösen Klauen der Unterwelt zu bewahren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss ein Gegengift hergestellt werden, das wiederum nur aus der gleichen Quelle extrahiert werden kann, aus dem auch das Gift stammt. Somit besteht die Hauptaufgabe der Helden darin, eben dieses Gegengift herzustellen, während sie sich durch unzählige Dungeons schlagen, das Land bereisen und gewaltige Monstren bekämpfen. Zum Anfang der Reise kriegt man von diesem großen Plot leider kaum etwas mit, da man erst einmal mit Rose konfrontiert wird: Einem kleinen Mädchen, welches in den ersten Spielsekunden vor euren Augen entführt wird. Dialoge mit einigen Dorfbewohnern klären euch über die Tatsache auf, dass dieses Mädchen wohl von großer Bedeutung für das Schicksal des Landes ist und somit unbedingt gerettet werden muss. Wieso, weshalb, warum? Das steht kaum zur Debatte, ihr macht es einfach. Im Laufe der Geschichte mag man sich auch ein bisschen an Mario und Peach erinnern, denn einmal einen Bossgegner eliminiert, der die gute Rose festhielt, wird diese prompt von einem neuen Wesen entführt und der nächste Teil eurer Reise beginnt. Zwar hat man das gesamte Konzept hier und da bereits gesehen, dennoch macht es Spaß mit anzusehen, wie sich die Geschichte entwickelt und was die Entwickler noch für einen bereithalten. Allgemein fühlt sich das Ganze nicht so überladen an und man merkt, dass auch auf die kleinen Details hier und da geachtet wurde, denn selbst die kleinen Randcharaktere erzählen des Öfteren ihre Motive und Beweggründe. Schade hingegen ist die Tatsache, dass man den Zwist der Götterschwestern fast schon suchen muss. Kein Hinweis am Anfang, kaum Andeutungen der Dorfcharaktere – Schade eigentlich, denn verstecken muss sich der Plot ganz sicher nicht. Insgesamt also eine schöne Handlung mit Schwierigkeiten in der Präsentation.

Die Welt von Dragon Nest orientiert sich an den Fantasy-Standards und lässt auch asiatische Einflüsse zu.

Charaktererstellung: Klassisch (und) ausbaufähig

Das von uns getestete Dragon Nest EU wies in der Betaphase noch einige Differenzen zum Original in Asien vor. Von den fünf auswählbaren Klassen standen uns insgesamt vier Stück zur Auswahl: Krieger, Bogenschützin, Kleriker und Zauberin, während die Tüftlerin beziehungsweise Akademikerin mit Abwesenheit glänzte. Die Spezialisierungen der einzelnen Auswahlmöglichkeiten fallen dabei mit gängigen Aspekten auf. Vitalität und Affinität zum Nahkampf findet ihr beim Krieger, während die Zauberin ihren Fokus auf MP-Werte legt und eher den Fernkampf bevorzugt – In dieses Schema fallen leider auch die anderen Beiden. Negativ fiel des Weiteren die Tatsache auf, dass explizite Werte wie Intelligenz und Initiative unveränderbar sind. Schade, weil eben solche Dinge dem Spieler die Chance geben, den Charakter individuell aufzubauen. Stattdessen steuert man eine statische Kopie, die sich von den anderen kaum unterscheidet. Auch die Optik lässt sich schwerlich personalisieren: Mit einer durchschnittlichen Anzahl an vier Auswahlmöglichkeiten könnt ihr Frisur, Gesicht, Augenfarbe und eine vierteilige Kleidung anpassen. Wirklich viel Freiraum bietet Dragon Nest also nicht. Positiv erwähnenswert ist hingegen die Beschreibung der jeweiligen Klassen, die euch unter anderem Aufschluss über die zukünftigen Fertigkeiten gibt und euch zeitgleich über den erwarteten Schwierigkeitsgrad aufklärt. Eventuell ließen sich die weiterführenden Berufsklassen der Charaktere ergänzen, damit man ein gewisses Bild erhält, aber dies ist nur ein geringes Manko.

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