PlayNation Test Tomb Raider

Tomb Raider - Eine Legende wird geboren - Unser Test

Von Patrik Hasberg - Test vom 12.03.2013 - 11:53 Uhr
Tomb Raider Screenshot Zur Bilder-Gallerie

Der Serien-Reboot der Tomb-Raider-Reihe kommt deutlich düsterer und brutaler daher und schickt die junge 21-jährige Lara Croft auf eine mysteriöse Insel auf der sich die angehende Archäologin mit allerhand fiesen Kultisten herumärgern muss. Wie viel Tomb Raider in dem neusten Teil tatsächlich noch steckt, erfahrt ihr in unserem Test.

Noch leicht benommen nehmen wir langsam unsere Umgebung wahr, ehe uns bewusst wird, dass sich kein fester Boden unter unseren Füßen befindet. Ganz im Gegenteil, denn wir hängen gefesselt und kopfüber in einigen Metern Höhe über dem Erdboden. Einen allzu großen Handlungsspielraum haben wir nicht. Das Einzige, was wir machen können, ist uns an vergangene Kindheitstage erinnern und - ähnlich wie damals die Schaukel - das Seil zum Schwingen zu bringen. Erst jetzt bemerken wir, dass Lara nicht die Einzige ist, die sich hier hängen lässt. Allerdings sehen die anderen Zeitgenossen so aus, als würden sie hier schon etwas länger abhängen. Nach mühsamen Sekunden haben wir endlich genug Schwung aufgenommen und stoßen den Kollegen neben uns unsanft gegen eine an der Wand befestigte Fackel. Schnell entzünden sich die trockenen Seile und kurz darauf brennt unser Nachbar lichterloh. Die perfekte Gelegenheit unsere Fesseln ebenfalls in Flammen zu setzen. Kurzum: Der Plan funktioniert, nur leider etwas zu gut. Nachdem die letzte Faser des Seils den Kampf gegen die Flammen verloren hat, schlagen wir hart auf dem felsigen Boden der Höhle auf und bohren uns unter mitleidserregendem Stöhnen seitens Lara eine verrostete Metallstange in die Seite.

Laras neue Waffe, der Bogen, lässt uns lautlos auf die Jagd gehen und bringt gibt uns einen entscheidenden Vorteil gegenüber unseren Gegnern.

Jung und naiv

Bereits der Einstieg zeigt ganz deutlich, dass das neue Tomb Raider keinesfalls zimperlich mit seiner Heldin umgeht. Bereits im Vorfeld zeigten uns erste Trailer Laras Kampf ums nackte Überleben und die neu angepeilte Richtung der Serie. Denn anstatt eine erwachsene Lara Croft zu spielen, steuern wir in dem Serien-Reboot die 21-jährige Version der bekannten Actionheldin und dürfen miterleben, wie aus der verängstigten jungen Frau die taffe und durchsetzungsfähige Archäologin wurde, die wir heute kennen.

Kaum aus der Uni raus, lockt Lara die Abenteuerlust. Eine Expedition auf der Suche nach dem verschollenen Volk der Yamatai soll die ersehnte Anerkennung bringen. Doch anstatt das Abenteuer zu suchen, findet das Abenteuer sie. Nach einem heftigen Sturm bricht das Schiff entzwei und die wenigen Überlebenden der Crew stranden vor der Küste einer mysteriösen Insel. Mit letzter Kraft befreit sich Lara aus den Fluten und sieht sich dem größten Abenteuer ihres Lebens gegenüber. Verängstigt und mit den Nerven total am Ende muss sich die junge Frau nicht nur mit ihrem Schicksal arrangieren, sondern sich auch gegen die hiesigen Inselbewohner zur Wehr setzen. Doch Selbstmitleid ist nicht. Vielmehr heißt es in Bewegung zu bleiben und die restliche Crew der Endurance zu finden. Was es mit den rätselhaften Stürmen auf der Insel und den fiesen Kultisten, die nach unserem Leben trachten, auf sich hat, verraten wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht. Nur so viel: Tomb Raider ist deutlich düsterer und brutaler als die vorherigen Teile, weswegen es weniger verwundert, dass der aktuelle Ableger eine USK-18-Wertung verpasst bekommen hat.

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

KOMMENTARE