Test vom 13.02.2013 - 12:00 Uhr - Kommentieren
Wizardry Online Screenshot

Mehr als 30 Jahre ist es her, seitdem eines der ersten Rollenspiele für den Computer das Licht der Welt erblickte: Die von Sir-Tech veröffentlichte Reihe Wizardry begeistert bis heute eine Vielzahl an Spielern. Zum Erfolgsrezept der damaligen Zeit gehörten wohl ganz klar das ausgeklügelte Rassen- und Klassensystem sowie der unglaublich hohe Schwierigkeitsgrad, der selbst Rollenspielprofis eine ultimative Herausforderung bot. Nun meldet sich die bekannte Serie mit einer Onlinevariante, geschaffen vom japanischen Entwickler Gamepot, zurück und steht vor der gewaltigen Aufgabe, den Fans der Serie einen würdigen „Nachfolger“ zu bieten. Die Entwickler bezeichnen ihr Produkt als eines der härtesten MMORPGs aller Zeiten und laden damit alle Spieler, egal ob Fans oder Neulinge, zu einer einzigartigen Erfahrung ein. Dabei steht insbesondere der sogenannte Permadeath im Vordergrund, der ein wichtiger Bestandteil des neuen Games sein soll. Ob das Ganze in Relation mit dem großen Namen Wizardry funktioniert, verrät euch unser Neuzugang Lucas Grunwitz in seinem Testbericht.

Dimento in der Krise

Das Abenteuer von Wizardry Online beginnt im Königreich Dimento, welches unter einer schweren Krise leidet. Die magische Kraft Mana, welche dem gesamten Königreich Macht, Schutz und Fortschritt verleiht, verschwindet aus nicht geklärten Umständen, während sie ein immer schwächer werdendes Land zurücklässt. Das Ministerium Dimentos entsandte daraufhin eine Vielzahl an Gruppen in das gesamte Königreich, um den Grund des schwindenden Manas herauszufinden. Deren Suche blieb jedoch aufgrund neu erscheinender Monster erfolglos. Seitdem die Energiequelle schwindet, häuft sich das Auftreten dieser Geschöpfe im gesamten Reich - besonders die Kanalisation der Hauptstadt Itox scheint von diesem Anwuchs stark betroffen zu sein. Nun treten die sogenannten Abenteurer ins Geschehen ein, die sich dieser Aufgabe, mithilfe ihrer Fertigkeiten und ihres Wissens im Bezug auf magische Themen und Dungeons, annehmen. Sie agieren im Auftrag des Ministeriums und derjenige unter ihnen, der es schafft, das Rätsel bezüglich des Manas zu lüften, soll den rühmlichen Titel eines Ritters tragen.

Die Hintergrundgeschichte von Wizardry Online ist eher zweckmäßiger Natur und beinhaltet leider wenig vom Flair des Originals. Es ist eben genau diese Form von Standard-Kost, die uns in nahezu jedem zweiten Rollenspiel vorgesetzt wird. Interessant, aber ausgelutscht.

Dimento steckt in der Klemme und es liegt in der Hand des Spielers, dies zu ändern.

Ein Kämpfer muss es sein

Die Charaktererstellung gestaltet sich relativ einseitig, da sie sich viele Gemeinsamkeiten mit anderen MMOs teilt. Zur Auswahl stehen dabei die Rassen der Menschen, Elfen, Porkule, Zwerge sowie Gnome. Während die ersten drei Völker in beiderlei Geschlechtern auswählbar sind, hat man die Zwerge auf die männliche und die Gnome auf die weibliche Gattung beschränkt. Was Porkule sind, werdet ihr jetzt sicher fragen. Hinter diesem Namen verbergen sich kleine, menschenartige Wesen, die in kindlicher Gestalt auftreten und sich primär durch Schmuck auszeichnen. Jede Rasse besitzt eigene Vor- und Nachteile: Die Zwerge prägen beispielsweise ihre hohen physischen Attribute, während eben diese bei den Elfen eher mager ausfallen, da sie vielmehr mit Intelligenz brillieren. Allgemein empfiehlt man euch bei jeder Rasse bestimmte Klassen, wobei dem Spieler immer noch freisteht, welche Angehörigkeit er mit welchen Spezialisierungen verbindet. Die Klassifizierungen werden in Kämpfer, Priester, Dieb und Magier unterteilt, wobei auch hier stets Vorzüge der einzelnen Aspekte gelistet werden. Der Spieler hat in diesem Falle die freie Wahl, wie er seinen Charakter gestaltet. Habt ihr diese getroffen, so stellt euch die Erstellung nochmals vor die Entscheidung, welche soziale Ausrichtung euer Charakter vorzeigen soll. Die Auswahl, ob ihr einen gesetzlich orientierten, einen neutralen oder einen “chaotischen” Charakter spielen wollt, kann eure Möglichkeiten bei den Klassen beeinflussen, da bestimmte Ausrichtungen diese entweder verbieten oder zumindest etwaige Unstimmigkeiten hervorrufen.

Auf dem Papier sieht die Grafik noch ganz net aus...

Die gesetzliche Orientierung ist beispielsweise inkompatibel mit der Klasse des Diebes, da dieser eben nicht ganz so positiv charakterisiert ist. Neben diesen allgemeinen Punkten wird euch ein zufälliger Wert an Skillpoints zugewiesen (durchschnittlich sieben), die ihr auf altbekannte Attribute wie Stärke, Vitalität, Mana, Glück und so weiter verteilen könnt. Nachdem die innere Gestalt vollendet ist, habt ihr zum Ende hin noch die Möglichkeit, eure Figur von außen zu bearbeiten, wobei die Variationen hier sehr schmal ausfallen. Neben Gesicht, inklusive Frisur und Haarfarbe, mit jeweils fünf Auswahlmöglichkeiten, bietet man euch da leider keine weiteren Freiheiten. Ist auch dieser Schritt geschafft, so seid ihr endlich bereit in die Welt von Wizardry Online einzutauchen.

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Von Redaktion Unser Team
Wizardry Online
  • Wizardry Online

  • Entwickler: Gamepot
  • Publisher: ProSiebenSat.1 Games GmbH
  • Genre: MMORPG
  • Status: Released
  • Altersfreigabe: Keine Angabe
  • Release
  • PC: 30.01.2013
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