Ace of Spades: Shooterking im Minecraft-Style?

Von Christian Liebert am 14.01.2013 - 15:15 Uhr - Ace of Spades Test

Der Klötzchenhype ebbt einfach nicht ab, schlimmer noch, er breitet sich langsam sogar auf andere Bereiche der Gamingwelt aus. Nachdem der quadratische Spaß in kreativen Spielen wie Minecraft bereits die Welt eroberte, hofft Indie-Entwickler Jagex mit Ace of Spades das erfolgreiche Konzept auch in Shooter-Gefilde zu portieren. Gut, so wirklich neu ist diese Idee nicht, wenn wir zum Beispiel an Brick-Force von Infernum denken, welches praktisch das gleiche Konzept verfolgt. Auch Ace of Spades will durch die eigentlich interessant klingende Kombination aus Online-Shooter und fantasievollen Bauelementen punkten. Für geringe acht Euro kann das Spiel via Steam erworben werden, was den Indie-Charakter von Ace of Spades und seinem Entwickler Jagex nochmals unterstreicht. Wir haben für euch einen Blick auf die Minecraft-Ballerei geworfen und wollten herausfinden, ob so eine Fusion wirklich Sinn und vor allem auch Spaß macht. Was dabei herauskam, erfahrt ihr jetzt.

Ace of Spades - Shooterking im Minecraft-Style?

Gleich in die Vollen

Wenn man an Ace of Spades denkt, dann kommt man nicht drum herum, den berühmten Song von Motörhead im Ohr zu haben. Hart, wild und ungezügelt. So ähnlich, aber wirklich nur so ähnlich, ist auch der Einstieg in Ace of Spades. Das Spiel erspart uns den Versuch, die kommende Shooter-Hatz in eine halbwegs interessante Story einzubetten und geht lieber gleich in die Vollen. Möchtet ihr ein Ranglistenspiel oder lieber doch erst mal eine Spur schmaler anfangen? Wer sich nicht die Mühe machen will, selbst einen Server herauszusuchen, der kann via schnellem Spiel den Matchmaker für sich arbeiten lassen. Ace of Spades präsentiert sich dabei als vollwertiger Shooter und bringt alles mit, was man für moderne Online-Gefechte so braucht – inklusive eindrucksvoller Explosionen. In fünf verschiedenen Spielmodi geht es mit vier Klassen zur Sache. Dabei stehen neben bekannten Klassikern wie King-of-the-Hill und Team-Deathmatch auch extra für das Konzept von Ace of Spades erdachte Modi wie Demolition und Diamond Mine zur Verfügung. Sogar ein Zombie-Modus hat es mit ins Spiel geschafft. Wie bereits erwähnt, verzichtet Ace of Spades auf eine Rahmenhandlung und schickt die Freizeitsoldaten in zwei Teams, blau und grün, auf ein virtuelles Schlachtfeld mit wechselnden Karten für bis zu 32 Spieler.

Ace of Spades orientiert sich grafisch sehr stark an Minecraft.

Schießen, Bauen & Zombies

Anders als bei Brick-Force, welches einen separaten Bau-Modus mit sich bringt, könnt ihr bei Ace of Spades keine eigenen Karten erstellen, sondern lediglich bestehende verändern. Das ist auch verdammt wichtig, da es zum Beispiel gerade bei Demolition darum geht, die gegnerische Basis zu vernichten, bevor die eigene in Schutt und naja, Klötzchen liegt. Am besten eignet sich für diese Aufgabe die exklusive Klasse Bergarbeiter, die neben Scharfschütze, Kommandosoldat und Raketenschütze die einzig innovative im Spiel ist. Mit dem Bergarbeiter habt ihr eine mannigfache Auswahl an Möglichkeiten, die Spielkarte rasant neu zu gestalten. In Windeseile ist ein Tunnel in einen Berg gehauen oder ein Schutzwall hochgezogen. Ein paar Minen an einer Mauer befestigt oder sonstige nützliche Operationen an der Karte vorgenommen. Jede Klasse in Ace of Spades kann vordefinierte Blöcke und kleinere Bauten setzen, vorausgesetzt, man hat die nötige Anzahl an Ressourcen noch zur Verfügung. Diese sind nämlich für jeden Spieler begrenzt.

Blöcke wohin man schaut - Bergarbeiter können die ganze Karte verändern.

Ein besonderes Highlight von Ace so Spades ist der Zombie-Modus, der natürlich auch in einem Klötzchen-Shooter nicht fehlen darf. Hier übernehmen die Teams jeweils die Rolle von Zombies oder Überlebenden und müssen sich gegenseitig den Garaus machen. Dabei gilt es für die Überlebenden eine bestimmte Zeit durchzuhalten und ihrem Namen dabei alle Ehre zu machen. Jeder getötete Spieler wacht nämlich als hungriger Untoter wieder auf und wendet sich nun gegen seine ehemaligen Kumpel, was die Reihen der Zombies mit jedem Opfer verstärkt. Neben der normalen Ballerei sticht dieser Modus mit seiner frischen Abwechslung hervor und bringt jede Menge Spaß mit sich.

Fazit und Wertung zu Ace of Spades
69/100

Technik

Dank der Minecraft-Optik sieht Ace of Spades nicht nur aus wie aus Ende der 1990er, sondern spielt sich auch so. Wer die präzisen Abläufe von Call of Duty oder die Ausgereiftheit von Battlefield gewohnt ist, wird bei der kruden Steuerung von Ace of Spades ganz schön zu schlucken haben. Auch die Animationen lassen zu wünschen übrig. Lediglich die Explosionen sind teilweise hübsch in Szene gesetzt. Dafür läuft das Spiel aber auch locker auf jedem Computer, der mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher intus hat. Wer auf die Klötzchen-Optik steht, wird sich daran wohl nicht stören. Die minimale Soundausgabe in bester MIDI-Manier sorgt immerhin für das nötige Flair und wird dem Spiel gerecht.

Mit einem echten Online-Shooter kann Ace of Spades leider nicht mithalten.

Fazit – Bedingter Dauerspaß, gut für zwischendurch

Ebenso wie bei Brick-Force gilt auch bei Ace of Spades: Wem Minecraft gefällt, wird es auf jeden Fall mögen. Wer allerdings auf der Suche nach einem ernsthaften Shooter ist sollte lieber zu anderen Titeln greifen. Ace of Spades ist der ideale Spaß für zwischendurch und richtet sich an ein sehr spezielles Publikum. Team Fortress 2 in LEGO-Optik könnte man sagen. Leider fehlt die Möglichkeit eigene Karten zu erstellen, was den Bau-Charakter des Spiels stark einschränkt. Dafür hat man die Möglichkeit vorhandene Maps aktiv zu verändern, was sich wiederum positiv auf den taktischen Aspekt des Spiels auswirkt. Dank des festen Kaufpreises kommt Ace of Spades ohne Item-Shop aus und ist mit acht Euro auch gar nicht so teuer. Ein direkter Vergleich zu anderen Titel ist wegen des sehr spezifischen Settings leider nicht möglich. Für Fans des Genres ist Ace of Spades aber auf jeden Fall einen Blick wert.

Unsere Wertung: 69%

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Das hat uns gefallen
- Karten können komplett verändert und zerstört werden
- verschiedene Klassen & Waffen
- Platz für bis zu 32 Spieler
- freie Serverwahl
Das hat uns enttäuscht
- kaum Langzeitmotivation
- staubige Grafik
- keine eigenen Maps
- wenige Bugs & Performance-Probleme
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