Test vom 13.12.2012 - 12:16 Uhr - Kommentieren
Die Simpsons: Tapped Out Screenshot

Die große Kunst in der Welt der Mobile-Games liegt wohl mitunter darin, die Spieler wirklich von seinem Produkt zu überzeugen. Denn insbesondere die kostenlosen Vertreter in den App Stores laden zum  zwanglosen Ausprobieren und dank WLAN oder LTE sind die entsprechenden Applikationen so schnell auf dem Smartphone-Speicher, wie sie diese wohlmöglich auch wieder verlassen.

Entsprechend ist es einige Worte wert, wenn man zur Abwechslung einmal an einem Spiel hängen bleibt und sich dieses darüber hinaus über Wochen hinweg in den Top-Listen des Apple App Stores hält. Den Simpsons ist es mit Springfield gelungen.

Dabei bietet EA mit den gelben Comic-Figuren kein nennenswert innovatives Spielprinzip und bedient sich den Reizen, die Spiele wie Farmville oder The Sims Social ebenfalls für sich sprechen lassen. Hierzu zählen insbesondere die Mechanismen, die immer wieder zur Rückkehr locken und dadurch ein gewisses Suchtpotenzial entwickeln. Verantwortlich sind auch in Die Simpsons: Springfield die ständig neu eingeleiteten Aktionen, die über Minuten, Stunden oder gar Tage hinweg laufen und erst bei Wiederkehr des Spielers ihre Belohnung enthüllen. Das Geschickte an der so beliebten App für iOS ist dabei, dass diese andauernden und sich wiederholenden Spielzüge gleich auf mehrere Komponenten verteilt werden und nur über den Kauf von Echtgeld-Boni beschleunigbar sind.

Immer wieder gibt es in Die Simpsons: Springfield neue Aktionen zu beenden, was Suchtpotenzial hat.

Am Anfang geht dabei wie gewohnt alles überaus schnell. In typischer Simpsons-Manier erfahren die Smartphone- und Tablet-Nutzer in einem Intro die Story hinter dem Spiel. Das Video zeigt einen Atomunfall im AKW von Springfield für welches – wie sollte es anders sein – Sicherheitsinspektor Homer Simpsons verantwortlich ist. Dabei sind die Konsequenzen weitreichend, denn die komplette Stadt fliegt in die Luft – und mit ihr ihre Bewohner. Zu allem Übel ist es nun auch noch Aufgabe von Homer und dessen Tochter Lisa, den Wiederaufbau von Springfield über die Bühne zu bringen. Hierzu lehrt einem ein Tutorial, wie das Baumenü, die Quests und das Belohnungssystem des Titels funktionieren.

Dabei spart Die Simpsons: Springfield schon zu Beginn nicht an Humor, denn die immer wieder bei Aufgaben auftauchenden Sprechblasen über den Köpfen der Bewohner der Stadt haben scherzhafte Tipps parat. Als der Einsteiger mit dem Haus der Simpsons sein erstes Bauwerk platzieren muss und dieses in einer vorgegebenen Fläche parkt, witzelt Tollpatsch Homer, wie viel kreative Freiheit das Spiel einem doch lasse. Der Hauch von Selbstironie zieht sich durch das komplette Spiel und zaubert damit eine der Erfolgskomponente von Serien wie Family Guy, American Dad oder eben Die Simpsons direkt auf den Smartphone-Bildschirm. Steigt man etwa im Level auf, kann es gut und gerne möglich sein, dass man angepflaumt wird, warum man denn noch immer dieses sinnlose Spiel über sich ergehen lasse. Einfach bezaubernd.

Alles ist originaltreu der Serie nachempfunden - auch in den Details.

Der Weg zu diesen Sprüchen, oder in anderen Worten zum Levelaufstieg, führt über das Erfahrungssystem von Springfield. Erfahrungspunkte gibt es für Quests, die am linken Bildschirmrand auftauchen, das Bauen von Häusern oder das Kassieren von Geld. Die verschiedenen Gebäude verfügen über einen automatischen Cooldown, nach dessen Ablauf über dem Dach ein Dollar-Symbol oder Geldscheine auftauchen. Klickt man dieses, fliegen die Scheine und XP-Punkte auf den Boden und laden zum Einsammeln ein. Gleiche Belohnungen erwarten einen durch die Quests, die meist damit verbunden sind, den Charakteren eine Aufgabe zuzuteilen. Die Bewohner Springfields, die nach und nach mit dem Aufbau der Stadt hinzustoßen, können nämlich individuell angeklickt werden und verfügen über eine Vielzahl an Aktivitäten, die ihnen aufgetragen werden können. So kann man Lisa für wenige Sekunden zum Müllsammeln schicken, oder sie über Stunden hinweg mit ihrem Saxofon beschäftigen. Viele Quests fordern solche Anweisungen.

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Von Thomas Wallus Unser Team
Die Simpsons: Tapped Out
  • Die Simpsons: Tapped Out

  • Entwickler: EA
  • Publisher: EA
  • Status: Erschienen
  • Altersfreigabe: Keine Angabe
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