The Walking Dead: Season 1: Alle Episoden im Test

Von Patrik Hasberg am 03.12.2012 - 09:53 Uhr

Blutig, mitreißend und emotional - mit der fünften und finalen Episode No Time Left steuert The Walking Dead mit vollem Karacho auf das Ende zu. Wir haben uns für Euch durch alle Episoden geschwitzt, gezittert und gekämpft und verraten in unserem Test, warum Telltale Games Zombie-Adventure trotz des Comic-Stils ganz sicher nicht für schwache Nerven zu empfehlen ist. Am 21. November erschien die fünfte und somit finale Episode des Zombie-Adventures The Walking Dead. Dank der mittlerweile rasant angestiegenen Beliebtheit bei Fans wurde sogar eine zweite Staffel angekündigt. Anfangs war die Skepsis groß, ob ein Erscheinen in Episodenform sinnvoll sei und der Entwickler es schaffen würde, ein solch ernstes und düsteres Szenario glaubwürdig darzustellen. Schließlich werkelte Telltales in der Vergangenheit eher an humorvollen Adventures wie Monkey Island und Sam & Max. Trotzdem hätte die Ausgangslage nicht besser sein können. Basierend auf einem Comic sowie der gleichnamigen Serie des amerikanischen Fernsehsenders AMC war das Zombie-Szenario neben Spielen wie Left 4 Dead, Resident Evil, Killing Floor oder Filmen wie Dawn oft the Dead und 28 Days Later in allerbester Gesellschaft.

A New Day

Der Beginn der Handlung zeigt sich zunächst harmlos, allerdings auch nur für uns, denn unsere Spielfigur, Lee Everett, sitzt mit Handschellen gefesselt in einem Polizeiwagen auf dem Weg in das West Central Prison in Georgia. Was wir genau getan haben, erfahren wir zunächst nicht, doch auch im späteren Spielverlauf schweigt sich das Spiel in großen Teilen über unsere Vergangenheit aus. Während wir noch versuchen, den Polizisten am Steuer von unserer Unschuld zu überzeugen, erkennen wir aus dem Augenwinkel eine Gestalt, die scheinbar lebensmüde über den Highway schlurft und den Kopf nicht einmal in unsere Richtung bewegt. Bevor wir den Officer warnen können, haben wir die Gestalt auch schon erreicht. Mit einem ohrenbetäubenden Knall trifft der Körper auf die Windschutzscheibe und lässt diese bersten. Der Wagen bricht durch die Leitplanke der Straße, überschlägt sich mehrfach und bleibt schließlich in einem kleinen Wäldchen am Rande einer Wohnsiedlung auf der Seite liegen. Willkommen in der Zombie-Apokalypse.

In Walking Dead wehren sich die Charaktere mit Hand, Fuß und wenns sein muss auch Gegenständen!

First Blood

Kaum sind wir wieder halbwegs zu uns gekommen, sehen wir uns mit einem weiteren wandelnden Untoten konfrontiert. Wobei wandeln eigentlich falsch ist, kriechen trifft es da wohl eher. Mit unserem Rücken an die total zerstörte Türe des Autos gelehnt, kriecht eine der Kreaturen fast wie in Zeitlupe auf uns zu und trotzdem bleibt nur wenig Zeit zum Handeln. Hier offenbart The Walking Dead seine Spielmechanik. Wir blicken nach links, schnappen uns durch einen Klick der linken Maustaste die Schrotflinte des Polizisten, merken, dass uns Munition fehlt, drehen uns nach rechts, erblicken eine Patrone, klicken wiederholt mit der linken Maustaste auf diese und laden durch. Keinen Moment zu früh: Der Untote hat uns beinahe erreicht, wir können sein total entstelltes Gesicht erkennen. Wir klicken mit der linken Maustaste auf den Kopf des Zombies, ein Symbol erscheint und wir drücken den Abzug. Der Untote bleibt tot auf dem Boden liegen, hoffentlich steht er nicht noch einmal auf.

Gemeinsam gegen den Rest der Welt

Um The Walking Dead möglichst kurz zu beschreiben, wäre der Ausdruck interaktiver Comic wohl am treffendsten gewählt. Denn obwohl es sich um ein Adventure handelt, können wir im Grunde nur recht wenig interagieren und trotzdem schafft es das Spiel mit Quick-Time-Events wie vorhin, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Zwar gibt es keine Rätsel oder Knobeleien, um unsere grauen Zellen zum Rattern zu bringen, dafür ziehen uns die verschiedenen, gut ausgearbeiteten und emotionalen Charaktere innerhalb kürzester Zeit in das düstere Setting. Vor allem ein kleines Mädchen, auf der Suche nach ihren Eltern, ließ in uns den Beschützerinstinkt aufblitzen und wir fühlten uns gleich verantwortlich für die Kleine mit den großen Augen. Wenn Clementine uns dann unschuldig und schüchtern nach unserer Familie und Vergangenheit fragt, können wir gar nicht anders, als ihr die Wahrheit zu erzählen, natürlich nur in kindgerechter Form, obwohl sie schon im jungen Alter recht clever zu sein scheint - die Kleinen werden ja so schnell erwachsen.

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