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Borderlands 2 - Test: Auf nach Pandora, ihr Weicheier!

Von Tobias Fulk - Test vom 18.09.2012 - 09:11 Uhr
Borderlands 2 Screenshot

Wir blicken in eine staubige Wüstenlandschaft. Ein Skag will gerade eine heruntergekommene Straße überqueren, als ihm mit voller Wucht ein Outrunner gegen die Birne brettert. Auf diesem feiern ein paar Banditen gerade den neuen Fund ihres Herrschers Jack Handsome. In Pandora wurde eine zweite Eridium-Kammer entdeckt, die der Bösewicht sich unbedingt unter den Nagel reißen will. Also schwingen wir uns in die Haut von einem der vier spielbaren Charakterklassen und machen uns an die Arbeit, Jack Handsome das Handwerk zu legen.

Die Qual der Wahl

Doch führen wir mal die Einleitung weiter aus, denn die paar Banditen auf dem Outrunner erleben noch ihr blaues Wunder. Als sie gerade einen Eisenbahn-Übergang überqueren wollen, kracht ihnen der schon aus dem ersten Teil von Borderlands bekannte Zug gegen die Kiste. Das Teil zerfliegt in tausende Teile – inklusive der Banditen. Als Passagier des Zugs dienen einmal mehr die Hauptcharaktere von Borderlands 2, die sich grundlegend geändert haben. So haben wir die Wahl zwischen Axton, besser bekannt als "der Commander", Maya - die Sirene, Salvador - der Gunzerker oder Zer0 - der Assassine. Alle vier Charakterklassen bieten ein individuelles Spielgefühl – dazu aber später mehr. Alle vier sind auf der Suche nach Handsome Jack. Er ist nach Pandora gekommen, um die zweite Eridium-Kammer ausfindig zu machen. Wie schon im ersten Teil müssen wir verhindern, dass ein Bösewicht an das überlebenswichtige Erz kommt. Im Auftrag des Waffen- & Upgradeherstellers Hyperion machen wir uns auf die Reise.

Och nö, nicht der schon wieder!

Nachdem wir uns also vom Charakter-Auswahlbildschirm verabschiedet haben, müssen unsere vier Superhelden schmerzhaft erfahren, dass sich Handsome Jack tatsächlich im Zug befindet. In einem der hinteren Abteile hat der verrückte Penner sich mit Sprengstoff eingedeckt. Er lässt das Ding hochgehen und alle vier Hyperion-Helden werden quer durch Pandora verteilt. Als Gunzerker finden wir uns also in einer eisigen Umgebung wieder – die erste große Veränderung von Borderlands 2. Denn wir bewegen uns diesmal nicht nur durch Wüsten-Landstriche, sondern auch durch eisige Gefilde. Und was braucht man in schwierigen Situationen am aller wenigsten? Genau: Einen Roboter, der einem das Ohr ablabert und super schlaue Ratschläge gibt. Na gut, na gut. Wir geben es ja zu: Wir haben uns auch gefreut, als Claptrap uns plötzlich gegenüber steht und unserem Hauptcharakter mehr oder weniger den Hintern rettet. Ganz in der Nähe hat dieser nämlich einen Unterschlupf, bei dem wir uns eine Erstversorgung besorgen können. Die ersten Abenteuer, die wir mit Claptrap erleben, dienen mehr oder weniger als Tutorial. Wir lernen, wie wir unseren Charakter durch die Welt von Pandora bewegen, wie die Waffen bedient und ausgerüstet werden und auch, wie wir unseren HUD verwenden. Hier hat sich im Gegensatz zum Vorgänger relativ wenig getan. Warum auch? Schon das HUD des Erstlings war übersichtlich und bot genügend Informationen, die man auf der Durchreise benötigte.

Handsome Jack: Der gemeine Antiheld von Borderlands 2 will die neue Eridium-Kammer unbedingt finden!

Fettes, haariges, Auge-stehlendes Vieh!

Überall wo Claptrap auftaucht, gibt es Probleme. So ist es auch in Borderlands 2 zu Beginn. Kurz nachdem wir den kleinen Roboter in seinen Unterschlupf begleitet haben, stiehlt ihm ein arktischer Bullymog sein super wichtiges Auge. Ohne dieses kann er uns nicht nach Liar's Berg bringen, wo Dr. Hammerlock bereits auf uns wartet. Was tun wir also? Wir schnappen uns die Pistole und räumen nach und nach die gesamte Bullymogschaft aus dem Weg. Schnell erkennen wir: Das Terrain hat sich tatsächlich geändert. Die Bullymogs wurden auf das eisige Setting angepasst und „spawnen“ durch die Neuerungen seither durch ominöse, schwarze Löcher, die sich an den Eiswänden befinden. Nicht ganz originell, aber wir lassen es gerade so durchgehen. Woher sollen sonst die fetten Pelzviecher kommen, nicht? Nach dem ersten intensiven Kampf, der doch relativ einfach vonstatten geht, haben wir das Auge von Claptrap wieder in unserem Besitz. Doch was tun damit? Auch hierfür hat der alte Robo eine passende Lösung: Im beschaulichen Koloniedorf Liar's Berg, in dem seit den Übergriffen von Handsome Jack nur noch Sir Hammerlock ansässig ist, gibt es eine Station für vergewaltigte Claptraps. Das ist an dieser Stelle kein Flux, sondern wird im Spiel tatsächlich so beschrieben. Denn auch Borderlands 2 ist unglaublich humorvoll inszeniert, was nicht nur für die Sequenzen mit dem kleinen Roboter gilt. Also auf zu Sir Hammerlock!

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