PlayNation Test Brick Force

Brick Force - Klötzchen-Spektakel oder laue Kost? Brick-Force im ausführlichen Test

Von Christian Liebert - Test vom 31.07.2012 - 17:57 Uhr
Brick Force Screenshot Zur Bilder-Gallerie

Kreativität ist im Kommen. Wer hätte das gedacht? Nachdem wir jahrelang einen Action-Kracher nach dem anderen serviert bekommen haben, zeigten uns einige Indie-Games in den letzten Monaten, dass der Schlüssel zum Erfolg die Fantasie des Konsumenten selbst ist. Minecraft hat es vorgemacht und dabei große, eckige Wellen geschlagen. Das Klötzchenspiel ist der Renner schlechthin und seine Entwickler können den plötzlichen Erfolg kaum fassen. Natürlich wird so ein Konzept schnell in den verschiedensten Formen wiederverwertet und auch wenn es Betreiber Infernum gar nicht gerne hört, aber auch Brick-Force setzt auf die Vorzüge von Mojangs Bauriesen. Im Free-2-Play Titel Brick-Force steckt aber weit mehr als nur simples Aufeinandersetzen von Blöcken und Bauen toller Sachen. Nach erfolgreicher Fertigstellung schnappt man sich einfach seine Kumpels und ballert in bester, wenn auch sehr comiclastiger, Counter-Strike Manier. Klingt bisher schon mal gar nicht übel, oder? Ob der erste Blick täuscht und was Brick-Force wirklich auf dem Kasten hat, erfahrt ihr hier im Artikel.

Stein auf Stein

Brick-Force an sich bietet keinerlei Hintergrundgeschichte oder Setting und unterteilt sich in zwei wesentliche Spielsysteme: Bauen und Schießen. Damit ist das eigentliche Spiel auch schon erklärt. Klingt jetzt nicht so reißerisch, oder? Stimmt, entpuppt sich aber schnell als gefährlicher Zeitfänger. Hauptsächlich liegt dies am wohl interessantesten Feature von Brick-Force: dem Bau-Modus.

Man könnte jetzt wahrscheinlich Stunden damit zubringen, Vergleiche zwischen Brick-Force und Minecraft anzustellen. Fakt ist, beide Spiele hantieren mit Klötzchen. Fakt ist auch, dass beide Games die Kreativität des Spielers herausfordern, sodass er quasi im LEGO-Prinzip eigene Bauten errichtet und damit die Welt gestalten kann. Damit wären aber auch fast alle Gleichheiten der beiden Spiele genannt. Mehr gibt es nämlich nicht, auch wenn man auf den ersten Blick mehr vermuten würde. Gravierendster Unterschied: Die Karten sind nicht unendlich groß. Man hat die Wahl  entweder 50 mal 50 oder 100 mal 100 Blöcke große Karten zu erstellen. Wenn man bedenkt, dass man die Karten zum Schluss vor allem dazu verwenden soll, sich darauf gegenseitig abzuballern, sind diese Größen mehr als ideal. Ansonsten würde man sich wohl nur selten über den Weg laufen. Jetzt nur noch den passenden Hintergrund auswählen und schon kann der Bauspaß losgehen.

Mit der Klötzchenpistole frisch ans Werk. Immerhin soll hier bald eine tolle Karte entstehen.

Ihr habt die Auswahl aus über 120 verschiedenen Blöcken, mit denen ihr nun allerhand Unsinn anstellen könnt. Schnell stehen die erste Mauer, hinter der man sich später verstecken kann, ein kleiner Turm, der gerade für Scharfschützen eine ideale Position darstellt, oder sonstige Gebäude und Bauten. Nicht alles muss zum Schluss wirklich einen Sinn ergeben. „Kreativ sein“ lautet immerhin das Motto und da ist es auch nicht so schlimm, einfach mal was zu dekorativen Zwecken zu errichten. Anders als in Minecraft müsst ihr euch die Blöcke nicht zusammensuchen, sondern könnt sie von Anfang an auswählen und beliebig oft setzen. Allerdings, abgesehen von den Deko-Blöcken, sind diese jetzt nicht so spannend. Hauptsächlich hat man verschiedene Farben und hier und da mal eine nette Baum-, Stein- oder andere Textur. Nicht zwingend der Brüller, aber dennoch ausreichend um damit eine schöne Karte zu gestalten.

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