PlayNation Test Fable: Heroes

Fable: Heroes - Test: Spaß für die ganze Familie?

Von Dennis Schaffrath - Test vom 18.05.2012 - 16:44 Uhr
Fable: Heroes Screenshot

Für gewöhnlich sind Kriege in Albion kein Kinderspiel: Schwere Entscheidungen werden getroffen, harsche Worte ausgesprochen und zahllose Monster verkloppt. Für den neusten XBOX Live Arcade-Ableger Fable Heroes wirft man klassische Gepflogenheiten über Board und setzt stattdessen auf kinderfreundliche Elemente. Ob Sie Ihren Sprössling bedenkenlos auf eine Reise nach Albion schicken und nebenbei im Koop-Modus gleich noch mitspielen können, klären wir in unserem Test.

Anspruchslose Schlägerei

Im Grunde verfolgt Fable Heroes ein durchweg simples Spielprinzip: Vier Helden, darunter Theresa, Hammer, Reaver, "der" Held und noch einige freischaltbare Herrschaften ziehen gemeinsam durch bekannte Schauplätze der Spieleserie und kloppen dabei alles um, was bei drei nicht auf den Bäumen sitzt. Damit der Spaß auch für Kinder geeignet ist, beschränkt man sich dabei auf eine quietschbunte Comicgrafik und verzichtet auf komplexe Spielelemente wie zum Beispiel das berühmt berüchtigte "Gut oder Böse"- Moralsystem. Stattdessen gilt es einfach zu viert durch das Land zu streifen und dabei mit jedem Charakter durch das Verprügeln verschiedener Feinde, wie zum Beispiel den bereits bekannten Hobbs, so viele Goldmünzen wie nur irgendmöglich einzusammeln. Die Kloppereien mit den Feinden fallen dabei aber alles andere als abwechslungsreich oder spaßig aus. Je nachdem, mit welchem Helden ihr unterwegs seid, schwingt ihr beispielsweise einen Hammer oder zerberstet eure Feinde mit blauen Bohnen aus der Blechbüchse. Obwohl ihr dabei sowohl auf Flächenangriffe zurückgreifen könnt und ebenfalls die Wahl zwischen schnellen und schwachen sowie langsameren und dafür stärkeren Angriffen habt, arten die Gefechte sehr schnell in pures Knöpfchengebashe mit simultanen Gähnanfällen aus. Die Animationen auf dem Bildschirm sind träge, die Gegner keine Herausforderung und gezieltes Anvisieren nicht wirklich von Nöten. Für einen erwachsenen Menschen fällt das Gameplay schlichtweg zu simpel aus.

Bis auf einige der Helden hat Fable: Heroes mit der großen Serie nichts mehr gemein.

Auf der Jagd nach dem Goldtopf

Wie bereits erwähnt, lassen besiegte Gegner netterweise stets ein paar Goldmünzen zurück, welche ihr und eure drei Kollegen einsammeln könnt. Weitere Möglichkeiten an die güldenen Groschen zu kommen, gibt es, indem man Requisiten wie braune Holzfässer zerstört oder auf dem Weg zum Ziel auf immer wieder auftauchende Schatztruhen achtet. Die Truhen beinhalten für gewöhnlich nette Boni wie einen Wachstumsschub, flinkere Angriffsgeschwindigkeit und Ähnliches. In seltenen Fällen hat man auch die Qual der Wahl und kann sich zwischen einer "guten" Kiste und einer "bösen" Kiste entscheiden. Nachdem man sich hier ein einziges Mal für die dunkle Seite der Macht entschieden hat, wird schnell klar, dass eine Entscheidung eigentlich nicht von Nöten ist. Während einer der vier Spieler in der guten Truhe nämlich mit Goldregen belohnt wird, sucht die böse Truhe sich einen Helden aus, der über einen bestimmten Zeitpunkt seine Münzen verliert - welche nehmen wir denn da bloß? Am Ende jedes Levels wird dann Bilanz gezogen und der Gewinner, also der mit den meisten Münzen im Gepäck, gekürt.

 

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