PlayNation Test Resident Evil: Operation Raccoon City

Resident Evil: Operation Raccoon City - Horror-Trip nach Raccoon City im Test

Von Yannick Arnon - Test vom 07.05.2012 - 11:15 Uhr
Resident Evil: Operation Raccoon City Screenshot

Schon seit Resident Evil 4 spaltet die stärkere Ausrichtung der Marke in Richtung Action die Fangemeinde. Die einen begrüßen den Wechsel, die anderen wollen ihr klassisches Resi mit viel Grusel und wenig Munition zurückhaben. Der im Oktober erscheinende sechste Teil soll wieder vermehrt auf Survival Horror setzen, dafür steht in dem von den S.O.C.O.M.-Machern bei Slant Six Games in Kanada entwickelten Operation Raccoon City die Action klar im Vordergrund. Ob der Taktik-Shooter dazu taugt, die Wartezeit auf Resident Evil 6 zu überbrücken? Um es kurz zu machen: Nein.

Meine Squadmates, die Zombies und Ich

Die Story spielt in etwa zum selben Zeitpunkt wie der indizierte zweite Teil und Resident Evil 3, ihr erlebt also quasi den Raccoon City-Vorfall von Anfang bis Ende mit. In der ersten Mission sollt ihr mit einem vierköpfigen Umbrella-Einsatzteam namens Wolfpack den G-Virus aus dem Labor von William Birkin entwenden, ab hier gehen die Dinge den Bach runter und der T-Virus bricht in Raccoon City aus. Da man nur eins und eins zusammenzählen muss, um herauszufinden, wer dafür verantwortlich ist, geht dem Pharmakonzern mächtig die Düse. Beweismaterialien wollen ausgelöscht werden und Kronzeugen müssen ins Gras beißen, damit der Name von Umbrella wieder reingewaschen werden kann. Die Einheit besteht immer aus vier Charakteren, die restlichen drei Umbrella-Söldner werden entweder von menschlichen Mitspielern oder der KI übernommen. Zur Auswahl stehen sechs Personen, die natürlich unterschiedlichen Charakterklassen angehören und individuelle Spezialfähigkeiten mit sich bringen. Recon-Experte Vector wurde von HUNK ausgebildet und kann kurzzeitig unsichtbar werden, Bertha ist eine aus Deutschland stammende Feldärztin und Beltway ist der Mann fürs Grobe. Besonders cool ist Four Eyes' Spezialfähigkeit B.O.W.s kurzzeitig unter ihre Kontrolle zu bringen. Das klappt sowohl mit normalen Zombies als auch mit einem T-103. Insgesamt bleiben die Jungs und Mädels aber eher eindimensional, Charakterentwicklung in der Story gibt es keine und bis auf ein paar Zeilen Lebenslauf bei der Auswahl bleiben die Protagonisten vollkommen profillos. Wen ihr nehmt, bleibt Geschmackssache, da es bis auf die Spezialfähigkeiten nur dezente Unterschiede bei Ausstattung und Fertigkeiten gibt.

Die einzelnen Missionen laufen prinzipiell nach dem Schema ab, nach welchem ihr die geradlinig aufgebauten Umgebungen nach den auf der Minikarte markierten Zielpunkten abgrast. Hier und da wird dann per Aktionsbutton eine kontextsensitive Aktion ausgeführt, z.B. hackt ihr euch in ein Terminal oder vernichtet wichtige Dokumente, im Grunde lauft ihr immer von A nach B. Auf dem Weg dorthin stehen die infizierten Bewohner Raccoons im Weg und Truppen der US-Regierung zwischen euch und der Erfüllung eurer Mission. Trachten euch zunächst noch die normalen T-Virus-Zombies nach dem Leben, müsst ihr euch später euren Weg durch Hunter, Licker und Tyrants bahnen. Jeder Charakter kann ein Gewehr und eine Handfeuerwaffe mit sich führen, vor Beginn der Mission dürft ihr noch entscheiden mit welcher Bewaffnung und welcher Spezialfähigkeit ihr an den Start gehen wollt. Im laufenden Spiel sammelt ihr Munition, Granaten, Erste-Hilfe-Sprays und Antiviren ein, mit denen sich die Verwandlung in einen Zombie verhindern lässt. Sollte es doch so weit kommen, übernimmt die KI und ihr geht auf eure Teamkameraden los, selbst zu spielen ist in diesem Zustand leider nicht drin. Die Gegner bestechen in erster Linie durch ihre Überzahl, Infizierte greifen immer im blind losstürmenden Schwarm an. Wenn sie nicht gerade an euch vorbeilaufen, denn besonders die Crimson Heads laufen sehr gerne planlos durch die Gegend. Teamplay eurerseits wird nicht verlangt, Partner-Aktionen wie in Resident Evil 5 gibt es keine.

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