Street Fighter X Tekken: Das beste Crossover aller Zeiten?

Von Yannick Arnon am 05.04.2012 - 16:40 Uhr

Würde man mit einer Zeitmaschine zurück in die späten Neunziger reisen, dort eine Spielhalle betreten und lauthals verkünden, dass es knapp 15 Jahre später nicht eins, sondern zwei Crossover von Street Fighter und Tekken geben wird, so würde man vermutlich für eine solche Blasphemie von der versammelten Meute an Ort und Stelle zu Tode geprügelt werden. Im 21. Jahrhundert sind solche Zusammenarbeiten mittlerweile alles Andere als undenkbar und während Namco Bandais Tekken X Street Fighter noch auf sich warten lässt, hat Capcom bereits Street Fighter X Tekken im Kampf um die Beat'em-Up-Krone in den Ring geschickt.

Ein außerirdischer Würfel und mächtig Keile

Dreh- und Angelpunkt der Handlung in dem Aufeinandertreffen der beiden Prügelspiel-Titanen ist ein aus dem Weltall stammender Würfel, genannt Pandora. Im Arcade-Modus begleitet ihr entweder ein vorbestimmtes Duo oder ein individuell zusammengestelltes Team auf ihrem Weg zur Bergung von Pandora am Südpol, denn anders als in regulären Street Fighter- oder Tekken-Spielen wird hier mit Zweierteams um traditionell zwei von drei Runden gekämpft. Geht einer eurer beiden Charaktere auf die Bretter, ist die Runde verloren, wechselt also rechtzeitig aus, da auf der Ersatzbank ein Teil der verlorenen Energie regeneriert wird. Beim ersten Start wird euch angeboten eine Trainingseinheit zu absolvieren, die euch in wenigen Minuten die einzelnen Mechaniken näherbringt. Drückt ihr gleichzeitig die beiden Buttons für harte Schläge und Tritte, wird ein Launcher ausgeführt, der den Gegner in die Luft schleudert und automatisch zwischen euren Kämpfern wechselt. Dank quasi nicht vorhandener Einstiegshürde kann man auch einem Anfänger das Pad reichen und es dauert nur wenige Augenblicke bis es die ersten Hadokens hagelt. Fortgeschrittene Spieler chainen Angriffe für maximalen Schaden zusammen, Ketten also möglichst viele Angriffe aneinander, die der Gegner dann einstecken muss. Am einfachsten funktioniert das mit dem in einem Launcher endenden Cross Rush, für den ihr einen leichten, einen mittleren und zwei harte Angriffe aufeinander folgen lasst. Die Cross Gauge am unteren Bild füllt sich mit jedem Treffer und ausgeführten Special Move, für ein Drittel des Balkens könnt ihr entweder in der laufenden Combo den Partner eintaggen, einen EX-Special-Move ausführen oder ein Kontermanöver starten.

Spielt ihr mit einem offiziellen Team, bekommt ihr vor dem Kampf ein spezielles Intro zu sehen.

Ab zwei Dritteln habt ihr die Möglichkeit eine Super Art auszuführen, die deutlich mehr Schaden als reguläre Attacken anrichtet. Anstelle der Focus Attack in Street Fighter IV könnt ihr nun pro Charakter einen Special Move dreistufig aufladen, indem ihr die Eingabe gedrückt haltet. Ab Stufe Zwei wird der Move zu einem EX-Move und auf der höchsten Stufe zu einer Super Art, und das ganz ohne Verlust eures angesammelten Combo-Meters. Mit einer vollständig gefüllten Leiste bietet sich eine Cross Art an, eine verheerende Team-Super-Combo. Alternativ startet ihr auch einen Cross Assault, bei dem beide Kämpfer für kurze Zeit gleichzeitig im Spiel sind. Im Normalfall übernimmt die KI den zweiten Spieler, effektiver wäre jedoch ein menschlicher Partner. In Street Fighter X Tekken könnt ihr auch zusammen mit Freunden ein Team bilden, in dem jeder Spieler einen der beiden Charaktere übernimmt. Online geht dies bislang leider nur auf der PlayStation 3, auf XBOX 360 und PC fehlt dieses Feature und wird auf absehbare Zeit auch nicht nachgereicht werden. Im Scramble Mode können sogar vier Spieler gleichzeitig die Fäuste und Feuerbälle fliegen lassen, solche Matches arten in der Regel in unübersichtliche Situationen aus, in denen man sich an Super Smash Bros. erinnert fühlt. Gerade zu viert vor dem selben Bildschirm die reine Freude. Weiterhin wird auf einer zweidimensionalen Ebene gespielt, lediglich bei Würfen und Super-Art-Sequenzen wird die Kamera kurz geschwenkt. Als letztes Ass im Ärmel bleibt noch die Pandora-Fähigkeit, die euch zur Verfügung steht sobald einer eurer Kämpfer nur noch 25% seiner Gesundheit besitzt. Denn dann wird der angeschlagene Fighter geopfert, um den übrig bleibenden Charakter mit erhöhter Stärke und sich von selbst auffüllender Cross Gauge auszustatten. Danach habt ihr zehn Sekunden um den Kampf für euch zu entscheiden, ansonsten verliert ihr die Runde durch Timeout an den Gegner.

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Seite 2: Das Dreamteam der Prügelspiele, endlich vereint
Seite 3: Trainingsbedarf ist immer noch vorhanden
Seite 4: Fazit

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