PlayNation Test Puddle

Puddle - Die Gesetze der Physik im Blickpunkt

Von Marvin Nick - Test vom 14.02.2012 - 11:17 Uhr
Puddle Screenshot

Was haben Kaffee, Wasser, Benzin, Nytroglicerin und flüssiges Metall gemeinsam? Man kann sie alle durch knifflige Level führen. Puddle, Englisch für Pfütze, ist ein überaus trefflicher Name für das Resultat eines ehemaligen Studentenprojekts, denn das Spiel dreht sich komplett um Flüssigkeiten und deren Eigenschaften.

Ob der Konami-Download-Titel wirklich das Zeug hat, unseren Redakteur Marvin zu überzeugen? Das verraten wir euch in unserem Check!

Innovatives Spielprinzip

Das Ziel von Puddle ist es, diverse Flüssigkeiten an das Ende eines Levels zu bewegen und dabei allerlei Hindernissen aus dem Weg zu gehen. So ist es zum Beispiel mit Benzin nicht allzu klug in die Nähe von Feuer zu geraten, mit Nytroglicerin sollte man allgemein sehr vorsichtig umgehen, da die Chemikalie für ihre Explodierfreudigkeit bekannt ist und als Säure im menschlichen Körper sollte man natürlich vor der bösen Aspirin-Tablette flüchten. Auf dem Weg zum Ziel, einem Atomkraftwerk, erkundet man so die verschiedensten Schauplätze. So erlebt man unter anderem die Natur und ein chemisches Labor, aber auch das Weltall ist Bestandteil des Spiels - samt der dort geltenden Gesetze der Schwerkraft, die dem Spieler zu schaffen macht.

Abwechslungsreiche Grafik trifft auf sich wiederholende Musik

Die Grafik ist überaus abwechslungsreich und ausgefallen. Auf der einen Seite verfügen die Level von Puddle nämlich allesamt über detailreiche und liebevoll gestaltete Hintergründe. Diese sind darauf zurückzuführen, dass die Entwickler sämtliche Level vorab auf Papier gezeichnet und erst später auf dem PC verwirklicht haben. Auf der anderen Seite sind alle Level kunterbunt gestaltet, worunter teilweise aber die Übersicht leidet. Ganz im Gegensatz zur Grafik steht die musikalische Hinterlegung des Spiels. Zwar bietet die Minimal-Electro Musik stimmigen Sound, leider wiederholen sich die Stücke aber alle nach einiger Zeit wieder. Dies ist gerade aufgrund der verschiedenen Themenfelder schade, hier hätten die Entwickler mehr Variation einbringen können.

Puddle bietet trotz der schwammigen Steuerung viel Spielspaß!

Frustmomente ohne Aufpreis

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Leider trifft dieses Sprichwort auch auf Puddle zu.
Denn zum einen ist das Belohnungssystem nicht wirklich motivierend. Zwar werden die Highscores in eine Online-Rangliste übertragen, doch richtige Belohnungen verdient man so nicht. Auch das Labor, in dem die Spieler mit Flüssigkeiten experimentieren dürfen, stellt zwar eine nette Idee dar, doch ist schon nach kurzer Zeit, aufgrund der lieblosen Umsetzung, öde. Ein weiterer kleinerer Kritikpunkt ist die fehlende Story. Zwar sind die verschiedenen Level miteinander verbunden, aber eine richtige Geschichte erzählt das Spiel nicht. Dort hätte man sich durchaus eine nette, gerne auch durchgedrehte, Geschichte einfallen lassen können. Der größte Kritikpunkt liegt aber in der Spielmechanik, bzw. der Steuerung. Die Einbindung des Move-Controllers ist eine nette Idee, funktioniert in der Praxis aber nur bedingt. Dies liegt daran, dass die Steuerung unglaublich schwammig wird und sehr viel Feingefühl benötigt. Wer nun aber denkt, dass dies mit dem normalen SIXAXIS Controller anders aussieht, irrt sich gewaltig.

Die Steuerung mit den Schultertasten ist genauso schwammig wie die mit dem Move-Controller. Dies führt zu diversen Frustmomenten, insbesondere wenn man im 26. Anlauf kurz vor dem ersehnten Ziel scheitert.
So kann es vorkommen, dass man 30 bis 40 Anläufe braucht um ein Level zu schaffen - Auswendiglernen der Level ist Pflicht. Auch gibt es eine sogenannte "Jammern"-Funktion, die einen zum nächsten Level springen lässt, aber eine Abhilfe auf Dauer stellt dies nicht dar, da man nur 2 mal jammern darf. Um wieder jammern zu dürfen, muss man vorher die übersprungenen Level meistern.

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