PlayNation Test Rayman: Origins

Rayman: Origins - Test: Zurück zu den Wurzeln, zurück zum Spielspaß!

Von Dennis Schaffrath - Test vom 21.12.2011 - 11:42 Uhr
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Schon seit der Ankündigung von Rayman Origins habe ich die Finger gekreuzt , mich selbst gezwickt und mir einen Eimer Wasser über die  Birne gekippt, bis ich meinen Augen endlich trauen konnte: Ubisoft verzichtet voll und ganz auf Ausflüge in die drite Dimension, zeichnet die großartigen Level selbst und legt quasi als Kirsche auf dem Sahnehäubchen noch einen vier Spieler Ko-Op-Modus oben drauf. Das kann doch nur super werden, oder?

Zurück zu den Wurzeln

Eins vorweg: Rayman: Origins bleibt dem Jump 'n' Run Genre von Anfang bis Ende durchweg treu, diese Tatsache hegt viele Vorteile aber auch einen schwerwiegenden Nachteil. Die Story ist so gut wie unnütz und lässt sich in wenigen Worten erklären. Rayman und seine Freunde machen wie gewöhnlich ein Nachmittags-Nickerchen und schnarchen die grimmigen Bewohner der Erde damit voll. Diese können es nicht lange ertragen und belagern die Level, durch die wir hüpfen, mit fiesen Kreaturen, welche es zu besiegen gilt. Klingt unspektakulär, ist es auch, ist aber irgendwie auch total egal, denn wie damals schon schaukelt hier nicht die Story, sondern das Gameplay in Kombination mit dem großartigen Leveldesign das Pferdchen nach Hause. Rayman und seine Freunde springen mit einem Dauergrinsen durch bunte, von Hand gezeichnete Level, die jeden anderen Genre-Konkurrenten erstmal in den Schatten stellen. Hier wurde tatsächlich mit Liebe zum Detail gearbeitet und dank im Hintergrund ablaufender Animationen wird das Zuschauen nie wirklich langweilig. Die zahlreichen Level unterscheiden sich teilweise radikal voneinander und kein Ort sieht so aus wie ein anderer. Die Stimmung ist jederzeit kindgerecht fröhlich, aber auch für erwachsene Spieler nicht zu überzogen.

Aber nicht nur Optik und Atmosphäre befinden sich auf aktuellem Niveau, sondern auch das Spielgefühl kann überzeugen. Die Level sind fordernd und bieten trotz 2D-Gameplay mehr Abwechslung als manch anderer Blockbuster-Titel der heutzutage in den Läden steht. Auch über zu leichte Levels muss man sich hier keine Gedanken machen, denn während man zu Anfang noch munter und sorglos durch die Welten hüpft und jegliche Geheimnisse und Boni findet, merkt man schnell, dass die Entwickler einen nur langsam ans Spiel heranführen möchten. Nach wenigen Leveln steigt der Anspruch enorm, was teilweise einfach daran liegt, dass die Levels mit Absicht kniffliger konzipiert wurden, was in diesem Fall auch vollkommen in Ordnung ist, wenn man bedenkt, dass Jump 'n' Runs grundsätzlich als viel zu leicht betitelt werden. Ärgerlich wird es nur, wenn einige Passagen für einen Spieler allein eine Qual darstellen, weil das Level offensichtlich für den Ko-Op-Modus ausgelegt wurde. Wo man alleine öfters über den Jordan geht als einem Recht ist, merkt man oft, dass es nur einen zweiten Spieler benötigt um ohne schwerwiegende Probleme weiterzukommen.

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