PlayNation Test Drakensang Online

Drakensang Online - Offline-RPG erobert MMO-Markt: Ob das gut geht?

Von Markus Armbruster - Test vom 14.12.2011 - 10:44 Uhr
Drakensang Online Screenshot

Als einer der neusten browserbasierten MMORPGs bekommen wir es bei Drakensang Online mit einem lizenzschweren Titel zu tun, der sicherlich wegweisend für viele Spiele in der Zukunft sein wird. Denn unkomplizierter lässt sich ein Online-Rollenspiel nicht starten: kurzes Registrieren oder Einloggen über den Facebook-Account  genügt und der „Jetzt Spielen“-Button erscheint. Nach einer kurzen Ladephase taucht man in die Spielwelt von Drakensang Online, dem DSA-basierten Online-Ableger der Offline-Reihe Drakensang, ein. Die entscheidende Frage aber ist, ob das Spiel selbst auch wegweisend ist und nicht nur der Einstieg ein gutes Bild abgibt.

Durch Sümpfe und Dörfer

Tritt man heute seine erste Reise in Drakensang Online an, so besteht das betrene Land lediglich aus den Gebieten Durias, wobei es dabei nicht bleiben soll, denn die Entwickler versprechen für die Zukunft regen Landzuwachs per Patch. Gestartet wird vorerst aber erstmal auf der Straße nach Grimmagstone, wo man, sich durch sumpfige Gebiete schlagend, das erste verschlafene Dorf erreicht. Ehe jedoch auch nur irgendetwas ansatzweise erreichbar ist, führt kein Weg an der Charaktererstellung vorbei. Hier von einer Charakterauswahl zu sprechen, wäre wirklich dem Guten zu viel. Lediglich zwischen zwei Klassen kann man wählen, eine Rassenauswahl ist nicht geboten. Der Mensch als Rasse muss alleine herhalten um in Duria bestehen zu können. Die Klassen beschränken sich genretypisch auf ihre beiden wichtigsten Vertreter, den nahkampfstarken Krieger und den fernkampffokussierten Zirkelmagier.

Nachdem man in, zudem sehr nüchtern gehaltenen, Menüs das Aussehen des Charakters spartanisch angepasst hat, plumpst man regelrecht in die Welt. Kein Hinweis wo man ist, keine Filmsequenz zu Beginn. Ein stimmungsvoller Start sieht anders aus, man kommt sich tatsächlich etwas deplatziert vor. Doch unser Held wird gebraucht. Den Sinn müssen wir laut Bigpoint, dem Entwickler, wohl nicht verstehen. Wir sind also der Held aus dem Nirgendwo, hin zu den Sümpfen vor Grimmagstone. Immerhin sollen wir gleich mal eine entzweite Familie zusammenführen.

Wo sind all die Geschichten hin?

In recht schlicht gehaltenen Quest-Beschreibungen werden uns die nächsten Aufgaben präsentiert, die meist einen lieblosen Beigeschmack haben.  Selten werden irgendwelche Hintergrundinformationen mitgeteilt, meist wird nur sehr kurz ohne große Begründung das Ziel der Aufgabe formuliert. Man ertappt sich sehr schnell dabei, die Beschreibungen nicht mehr zu lesen, so kann keine Bindung mit der Welt und dem Umfeld aufkommen. Und das ist umso mehr schade, da durch die Offline-Ableger ja bekannt ist, wie spannend die Geschichten sein können.

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