PlayNation Test Halo: Combat Evolved Anniversary

Halo: Combat Evolved Anniversary - Eine Dekade Magnum-Terror und Plasmagranaten

Von Yannick Arnon - Test vom 05.12.2011 - 09:51 Uhr
Halo: Combat Evolved Anniversary Screenshot

Kinder, wie die Zeit vergeht! Ganze zehn Jahre ist es her, dass Bungies Halo: Combat Evolved zum Launch der XBOX das Lineup als Speerspitze anführte und Ego-Shooter auf der Konsole ein ganzes Stück salonfähiger machte. Kurzum, Halo war eine Revolution. Jetzt lässt Microsoft den Goldjungen, der noch weit vom Stimmbruch und den ersten Bartstoppeln entfernt ist, in Zusammenarbeit von gleich drei Entwicklerstudios wieder hervorholen und stellt ihn mit dem Zusatz Anniversary als vollwertiges Remake mit LIVE-Anbindung und Achievements für die XBOX 360 ins Regal. Aber hat der Master Chief es immer noch drauf und können wir den Titel in guter Erinnerung behalten?

Der Kampf um die Zukunft

Den media-in-res-Anfang Marke "Raumschiff wird von größerem Raumschiff verfolgt" kennt man vielleicht noch aus einem wahnsinnig erfolgreichen SciFi-Film, auch im Falle von Halo blickt man nach mehreren Jahren des storytechnischen Ausbaus des Universums und besonders nach dem zu Gemüte führen der Prequels etwas besser durch. Die Streitkräfte der Menschheit haben auf dem Planeten Reach eine üble Niederlage gegen die Covenant, einen Bund strenggläubiger Alienrassen, erleiden müssen und mit der Pillar of Autumn steuert nun das letzte überlebende Schiff dieser Schlacht nach einem Blindsprung in den Slipspace auf einen ominösen Ringplaneten zu, leider immer noch mit der Allianz an den Hacken. Also wird kurzerhand der Master Chief aus dem Kälteschlaf geholt, damit er den gegnerischen Streitkräften gehörig in den Hintern tritt. Bei dem Master Chief handelt es sich um einen Spartan, einen mit kybernetischen Implantaten ausgestatteten Supersoldaten, der für die nächsten zehn Stunden euer Protagonist sein wird. Gerne auch mit einem Freund vor der Konsole oder mit insgesamt vier Spielern über Xbox LIVE. Der gute Chief ist ein ziemlich gesichtsloser Kerl, das Reden wird in der Regel von seinem KI-Sidekick Cortana übernommen. Redegewandheit ist nun einmal nicht die Stärke von unserem wortkargen Hauptcharakter, ihm liegt dagegen der Kampf im Blut.

Nach Abschluss des ersten Kapitels inklusive Tutorial findet ihr euch auf der Ringwelt Halo wieder, auf der auch die Allianz Stellung bezogen hat. Ihr sollt mehr oder weniger im Alleingang als fehlerfreier Cowboy den Krieg zugunsten der Menschheit entscheiden, was gar kein so einfaches Unterfangen ist. Eure Feinde sind nämlich keine dämlichen Schießbudenfiguren mit aufgepinselter Zielscheibe auf der Stirn, sondern gehen bei Gefahr in Deckung oder rücken gemeinsam vor und drängen euch in die Enge, auch vor dem Gebrauch von Granaten schrecken sie nicht zurück. Außerdem sind die Fieslinge in ein hierarchisches System aufgeteilt, so gehen die kleinen Grunts bereits nach wenigen Treffern über den Jordan, die Eliten dagegen verlangen nach deutlich mehr Kampfgeschick und regenerieren sich aufgrund ihres Energieschildes mit der Zeit. Die KI von Halo konnte bereits 2001 beeindrucken und auch heute macht sie noch eine ausgesprochen gute Figur. Die meiste Zeit seid ihr alleine unterwegs, hin und wieder gesellen sich ein paar Marines dazu, die jedoch keine allzu große Hilfe sind und in der Regel der nächsten Gegnerwelle nicht standhalten können, sodass ihr kurzerhand wieder ein einsamer Wolf seid.

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