PlayNation Test Nail'd

Nail'd - Test: Voll gegen die virtuelle Wand genagelt!

Von Redaktion - Test vom 15.12.2010 - 12:11 Uhr
Nail'd Screenshot

Ist es ein Flugzeug? Ist es ein Ufo? Nein, es sind durch die Gegend fliegende Quads. So in etwa geht es im neusten Racer aus dem Hause Deep Silver zu. Was für viele wie eine Kopie von Pure aussieht, ist für uns eine eigenständige ATV-Raserei mit tollem Ausblick und einem fast einmaligen Geschwindigkeitsgefühl. Was uns sonst noch an Nail'd gefallen hat, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Review, natürlich auf dem Portal festgenagelt.

Schneller als die Polizei erlaubt
Wer sich die ersten Bilder von nail'd angeschaut hat, wird schnell an Pure von Disney Interactive gedacht haben. Und in der Tat: Wenn wir uns die unglaubliche Weitsicht auf den Strecken, die Menuführung und die ATVs anschauen, könnte man von einem Sequel ausgehen. Nach wenigen Spielminuten dann jedoch die Erleichterung: Nail'd möchte keinesfalls eine Kopie sein, sondern ein ganz eigenständiges Spiel.

Dies wird schnell klar, wenn wir uns das erste mal auf die abgesteckten Kurse begeben. Simulationsfans sind bei nail'd klar falsch. Übertriebene Sprungschanzen mit unglaublichem Geschwindigkeitsgefühl und hübscher Weitsicht sind das Aushängeschild von nail'd. Anders als bei Pure gibt es beim ATV-Racer von Techland keine Tricks und Freestyles in der Luft. Der Boost wird durch besonders hohe Sprünge und gefährliche Fahrmanöver aufgeladen. Dennoch vermissen wir es, über steile Klippen zu springen und dabei wild auf unserem Quad rumzuposen.

 

 

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Kommen wir zum Umfang von nail'd. Hier hat das polnische Entwicklerstudio Techland ziemlich viel gespart. Neben einem ATV-Quad dürfen wir uns auch an das Steuer eines MTX-Motorrads setzen. Allerdings unterscheiden sich die Fahrzeuge nur wenig im Fahrverhalten, was aufgrund der minimalen Anzahl an verschiedenen Modellen schon ziemlich enttäuschend ist. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für uns war die Möglichkeit, über die Wettkampf-Kampagne neue Lackierungen und Tuningteile freizuschalten. Diese haben allerdings keinerlei Auswirkung auf die Leistung des jeweiligen Gefährts – schwach!


Wer jetzt hofft, dass wir euch nach dem schwachen Fahrzeug-LineUp über eine üppige Streckenauswahl berichten können, der wird leider auch enttäuscht. Zwar bieten die jeweiligen Strecken eine tolle Optik mit verschiedenen Abkürzungen, allerdings sind diese sonst ziemlich variationsarm. Variationsarm hingegen sind die verschiedenen Szenarien der Strecken nicht. Techland schickt euch nach Yosemite, in die südamerikanischen Anden, nach Arizona und auch in das mystische Griechenland mit  alten Ruinen. Bei unseren Fahrten über die halsbrecherischen Kurse fiel uns vor allem die lebendige Umgebung auf. Mal rasen wir über von Helikoptern gehaltene Plattformen, ein anderes mal müssen wir mit unserem Turbo einen rasenden Zug überspringen oder ausweichen. Optisch gesehen macht das einiges her, allerdings war das neben den waghalsigen Sprüngen auch schon das Highlight auf den Strecken. 

 

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