PlayNation Test Tales of Monkey Island

Tales of Monkey Island - Deutsche Version im Test: Affig oder echt lustig?

Von Redaktion - Test vom 19.11.2010 - 18:09 Uhr
Tales of Monkey Island Screenshot

Monkey Island zählt wohl zu den kultigsten Adventure-Reihen überhaupt. Viele Spieler sind mit den spaßigen Piratentiteln aufgewachsen und seit Jahren Fans vom tollpatschigen Hauptakteur Guybrush Threepwood. Auch die Neuauflagen der ersten beiden Teile erfreuen sich großer Beliebtheit. Hinzu kommt Tales of Monkey Island - ein 3D-Aventure - das bisher nur in fünf Episoden über Steam veröffentlicht wurde. Seit kurzem gibt es die kompletten Kapitel allerdings auch in einer Box und in deutscher Sprache. Wir haben uns selbstverständlich sofort wieder in die Karibik begeben und einen Bericht von unserer Freibeuter-Expedition mitgebracht. Versprüht Tales of Monkey Island den Charme der Klassiker?

Ein echtes Monkey Island
Schon zu Spielbeginn fällt auf, wir sind wieder zurück in der Welt von LeChuck, Guybrush und Elaine. Während der vierte Teil eher enttäuschend war und nur wenig Monkey Island Atmosphäre bot, ist Tales of Monkey Island, trotz 3D-Grafik, ein echtes Monkey Island. Jedoch beginnt die Produktion von Telltale Games damit, wo die anderen Monkey Island Abenteuer normalerweise aufhören, nämlich mit einem Kampf gegen Oberbösewicht LeChuck auf Hoher See. Der hat natürlich wieder unser holdes Piratenweib Elaine entführt und will mit einem perfiden Plan die Herrschaft der Meere an sich reißen.

lechuck
LeChuck will zu Beginn des Spiels natürlich wieder die Herrschaft der Meere an sich reißen.

Natürlich ist unser Held Guybrush rechtzeitig zur Stelle und möchte den untoten Freibeuter mit einem Voodoo-Entermesser ins Jenseits befördern, das wir zuvor noch mit kohlensäurehaltigem Malzbier beschütten müssen, damit es seine komplette Macht entfaltet. Das Malzbier befindet sich natürlich in einem Affensarg auf unserem Schiff, enthält aber noch keine Kohlensäure - typisch Monkey Island. Hier wird dem Spieler auch die Steuerung erklärt, die nach einer kurzen Eingewöhnungszeit einigermaßen gelungen ist. Dennoch haben hier die 2D-Adventures immer noch die Nase vorn, da sich die 3D-Steuerung, trotz Point and Klick Funktion, vor allem zu Beginn als ein wenig eigen herausstellt. Zudem lernen wir, wie wir Gegenstände untersuchen und kombinieren. Was in Tales of Monkey Island ziemlich wichtig ist, denn über alle Episoden hinweg gilt es diverse Rätsel mit viel Humor zu lösen. Diese sind jedoch nur selten anspruchsvoll und größtenteils ohne viel Knobelei zu meistern. So müssen wir beispielsweise ein Pfefferminzbonbon ins Malzbier werfen, damit dieses wieder Kohlensäure enthält. Später wird es natürlich durchaus schwerer, aber an die Grenzen kommen Adventurespieler mit Sicherheit nicht. Da wäre durchaus mehr drin gewesen.

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