PlayNation Test Arcania - Gothic 4

Arcania - Gothic 4 - Mehr Arcania als Gothic: Was kann Spellbound?

Von Redaktion - Test vom 13.10.2010 - 18:48 Uhr
Arcania - Gothic 4 Screenshot

Auf die Veröffentlichung von Arcania: Gothic 4 haben viele Anhänger der beliebten Rollenspiel-Reihe lange gewartet. Zumal zeitweise in den Sternen stand, ob die Serie überhaupt fortgesetzt wird. Immerhin hatten sich Piranha Bytes und Publisher JoWood nach der Veröffentlichung des von Fehlern zerfressenen Gothic 3 zerstritten. JoWood heuerte kurzerhand vor knapp drei Jahren das Studio Spellbound für den vierten Teil der Serie an. Unterdessen produzierte der ursprüngliche Entwickler Piranha Bytes mit Risen einen echten RPG-Leckerbissen mit Gothic-Touch, der im Jahr 2009 das Licht der Welt erblickte. Ob Arcania: Gothic 4 mit Risen mithalten kann und ob der Titel ein würdiger Nachfolger der Gothic-Reihe ist, verraten wir euch im umfassenden Test.

Ein namenloser Schäfer
Die Vorgeschichte von Gothic 4 ist schnell erzählt. König Rhobar der Zweite hat bekanntlich das Zeitliche gesegnet und nun hat König Rhobar der Dritte, unser alter Charakter aus den ersten Teilen, den Thron bestiegen. Leider ist König Rhobar nur noch ein schwacher Geist und überzieht die Welt mit blutigen Kriegen. Obwohl er schon unzählige Ländereien erobert hat, richtet sich sein Heer nun, zehn Jahre nach den Ereignissen in Gothic 3, gegen die Südlichen Inseln.

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Grafisch macht Arcania: Gothic 4 durchaus was her!

Nach einem netten cineastischen Intro-Trailer, welcher uns die Hintergrundgeschichte verständlich machen soll, werden wir plötzlich in einen interaktiven Traum des neuen Helden katapultiert, in dem wir als König Rhobar der Dritte durch eine Höhle laufen und Skelette erledigen. Das wirkt leider irgendwie zusammenhangslos. Sobald wir als König im Traum diverse Untote ins Jenseits befördert haben, wacht unser neuer, jüngerer Held aus seinem kuriosen Alptraum auf. Auch der neue Charakter ist namenlos und als Schäfer auf der kleinen Insel Feshyr aufgewachsen. Der Avatar in Arcania: Gothic 4 versprüht jedoch leider nicht den Charme des alten Protagonisten, der durchaus mehr Persönlichkeit verkörpert hat. Der Jüngling passt nicht so richtig in die raue Gothicwelt. Überhaupt ist der vierte Teil mehr Arcania als Gothic 4, an das lediglich noch die Grafik, das Fantasy-Setting, die Gottheiten sowie ein paar alte Bekannte erinnern. Auch wenn das Spiel visuell und musikalisch gelungen ist, kann Arcania keine so dichte Atmosphäre wie die Vorgänger erzeugen. Doch dazu später mehr!


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