PlayNation Test Metroid: Other M

Metroid: Other M - Nintendos Beitrag zur Emanzipation

Von Yannick Arnon - Test vom 13.09.2010 - 18:16 Uhr
Metroid: Other M Screenshot

Im Gegensatz zu vorherigen Titeln der Metroid-Reihe wurde Other M nicht nur mit Hype begrüßt, sondern auch mit Misstrauen. Verständlich, deuteten bereits erste Trailer an, dass Samus neustes Abenteuer von der bekannten Formel abweicht und auch mit der einen oder anderen Serientradition bricht. Sind diese Zweifel berechtigt oder ist Other M ein weiterer Kracher aus Big Ns Edelserie? Ihr findet es heraus in unserem Test.

Noch bevor Chun-Li sich in den Spielhallen dieser Welt zur stärksten Frau der Welt erklärte und erst recht bevor Lara Croft den männlichen Zockern schlaflose Nächte bereitete, flimmerte eine andere Videospielheldin über die heimischen TV-Bildschirme: Samus Aran. Wobei viele Spieler nicht wussten, dass sich unter dem Kampfanzug eine Frau verbirgt. Denn nur wer das 1987 erschienene Metroid auf dem NES so schnell wie möglich beendete, bekam zusätzlich zur Endsequenz Samus knapp bekleidet in einem Badeanzug zu sehen.

Überhaupt stellt man als Spieler fest, dass man nach über 20 Jahren erstaunlich wenig über Samus und ihre Vergangenheit weiß. Bekannt ist nur, dass sie im Kindesalter durch einen Angriff von Ridley und den Weltraumpiraten zu einer Waise wurde und daraufhin von den Chozo aufgenommen wurde. Die Chozo gaben Samus den Power Suit, mit dessen Hilfe sie als beste Kopfgeldjägerin der Galaxis bekannt wurde. Irgendwann dazwischen war sie auch im Dienste der Galaktischen Föderation tätig, unter dem Kommando von Adam Malkovich. Zwar finden die Ereignisse in Other M zu einem späteren Zeitpunkt statt, trotzdem wird auch dieses Kapitel in Samus Leben ausführlich behandelt.

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Bossgegner an der Angel: Der Grapple Beam kommt nicht nur bei der Fortbewegung zum Einsatz.

Würde man die versammelte Metroid-Fangemeinde nach dem Serienhöhepunkt fragen, so dürfte der Großteil sich für Super Metroid entscheiden. Other M ist als Interquel zwischen Super Metroid und Metroid Fusion angesiedelt und schließt sogar direkt an den 16-Bit-Klassiker an, den Endkampf gibt es als sogar gleich zu Beginn als Flashback zu sehen. Beim Duell mit Mother Brain rettete ein Metroidbaby Samus vor dem sicheren Tod, jedoch zum Preis seines eigenen Lebens. Nachdem Samus sich von den Strapazen auf Zebes erholt hat, erreicht sie ein Notrufsignal mit dem Codenamen "Baby's Cry", welches von einer entfernt gelegenen Raumstation ausgesendet wird. Samus geht dem Signal nach und trifft vor Ort auf Adam und ihr altes Team, weswegen sich beide Parteien zur Zusammenarbeit entschließen.

Other M ist sehr storybetont und nutzt eine Vielzahl an Cutscenes, sowohl in der Form von Spielgrafik als auch in CG-Optik, um selbige zu erzählen. Besonders die Renderfilmchen sind ein echter Hingucker, sie sind sehr detailliert und vor allem laufen sie in Fullscreen. Die Dialoge wurden professionell auf Englisch vertont, auch Samus bekommt zum ersten Mal eine Sprechrolle. Das ganze Spiel über monologiert Samus über ihre Gedanken und ihre Vergangenheit, somit gewährt sie dem Spieler Einblick in ihre Persönlichkeit.

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