PlayNation Vorschau Little Nightmares

Little Nightmares - Horror aus Kindheitstagen

Von Patrik Hasberg - Vorschau vom 10.02.2017 - 14:39 Uhr
Little Nightmares Screenshot

Ein kleines in einen gelben Regenmantel gehülltes Mädchen, ein riesiger Schlund und allerhand seltsame Monstrositäten – Tarsier Studios Little Nightmares konfrontiert uns mit allerhand Alpträumen aus Kindheitstagen und erschafft damit ein atmosphärisches Spiel, das in seinen Bann zieht und so schnell sicherlich nicht mehr loslassen wird!

Im Bauch der Bestie

Einmal im Jahr taucht der sogenannte Schlund im Meer auf und taucht seine Krallen tief in das vom Mond beschienene silbern glitzernde Wasser. Allerhand skurrile und monströse Kreaturen trudeln kurz darauf ein und begeben sich in die Öffnung des Schlunds. Wer diesen einmal betreten hat, der wird sein neues "Zuhause" niemals wieder verlassen!

In der Rolle des kleinen Mädchens Six erwachen wir tief unter der Wasseroberfläche in eben diesem Schlund und müssen uns fortan den Weg nach oben bahnen – vorbei an unzähligen Kabinen des Unterseeboots „The Maw“ mit seinen ganz eigenen „Gästen“, die uns gegenüber nicht alle freundlich gestimmt sind. Lediglich mit einer Kerze bewaffnet, muss sich Six auf ihren scharfen Verstand verlassen, um dem Inneren zu entrinnen und nicht als Abendessen zu enden.

Kindheitstage und Alpträume

Wir waren zu Gast bei Bandai Namco in Frankfurt und hatten die Möglichkeit eine zweite Demo zu dem gruseligen Puzzle-Platformer Little Nightmares des schwedischen Entwicklerstudios Tarsier Studios anzuspielen. Auf der letztjährigen gamescom in Köln gehörte Little Nightmares sicherlich zu den Überraschungstiteln der Messe. Der Grund: Die düstere Atmosphäre, skurrile und künstlerisch entworfene Schauplätze in Kombination mit einer verängstigenden Soundkulisse, die mit unserer Fantasie spielt und eine Story, die so viel Interpretationsfreiraum für tief verborgene Ängste lässt, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen.

Little Nightmares Little Nightmares Zu Besuch am Stand von Little Nightmares

Kaum einer von uns wird sich noch gut an die eigene Kindheit erinnern können, zu lange liegt diese, meist sorgenfreie Zeit, hinter uns – irgendwann muss schließlich jeder einmal erwachsen werden, mehr oder weniger. Positive Erinnerungen wie Geburtstage oder Weihnachten finden sich aber sicherlich noch in den meisten Köpfen, sind diese Momente doch mit glücklichen und freudigen Gefühlen verbunden. Doch auch Angst ist eine starke Grundemotion, entsprechende Erinnerungen bleiben ebenfalls oft in uns verankert: Alpträume, die uns schweißgebadet aufschrecken lassen, gruselige Schatten in unserem Kinderzimmer, der eigene Garten bei Nacht, merkwürdige Geräusche im Haus: Genau hier setzen die Entwickler mit Little Nightmares an.

Auch für Six wirkt die Welt, in der sie sich plötzlich wiederfindet, riesengroß und bedrohlich. Barfuß tapsen wir mit der ängstlichen Protagonistin über Holzdielen, zu hören sind nur die eigenen leisen Schritte auf dem kalten Boden. Sonderlich viele Interaktionsmöglichkeiten stehen uns nicht zur Verfügung: Wir können jederzeit eine Kerze anzünden, um ein wenig Licht in die düstere Welt um uns herum zu bringen. Waffen oder andere Hilfsmittel, um uns gegen die überall lauernden Bewohner zu wehren, besaßen wir innerhalb der Demo nicht. Ähnlich wie bei Limbo kann sich Six lediglich an Kanten hochziehen und Dinge durch den Raum schieben. So ziehen wir beispielsweise einen Stuhl auf eine Druckplatte, um die Türe eines Aufzuges zu öffnen oder werfen einen Schuh im hohen Bogen gegen einen Schalter, um diesen zu aktivieren.

Immer mal wieder werden wir mit mehr oder weniger einfachen Rätseln konfrontiert, die in den gespielten Abschnitten aber nicht sonderlich schwer zu lösen waren.

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