PlayNation Vorschau Albion Online

Albion Online - Eine Sandbox Made in Germany

Von Thomas Wallus - Vorschau vom 15.01.2014 - 10:47 Uhr
Albion Online Screenshot

Seit dem riesigen Erfolg, den Crytek von seinem Frankfurter Studio aus in die ganze Welt trug, wissen wir, dass auch deutsche Entwickler ihr Handwerk bestens beherrschen. Ohnehin tragen zeitgleich Publisher wie Bigpoint oder Gameforge aus Städten wie Hamburg und Karlsruhe ihre Produkte in viele Länder unseres Kontinents oder Erdballs. Doch schien für in Deutschland produzierte MMOs in der Vergangenheit nie wirklich Platz auf dem hart umkämpften Markt. Zu einer Kehrtwende könnte nun das neue Berliner Studio Sandbox Interactive beitragen. Rund ein Dutzend Spieler versammelt sich hier unter dem Dach eines Büros und arbeitet an Albion Online, einem Online-Rollenspiel, das auf den ersten Blick zwar kindlich wirkt, in Wahrheit den Abenteurer aber mit der vollen Breitseite des virtuellen Lebens trifft.

Bruch mit alten Traditionen

Eigentlich steht Made in Germany bei unseren Freunden im Westen und Osten gleichermaßen hoch im Kurs. Doch was bei hochwertigen Dienstwagen seit Jahrzehnten als verkaufsförderndes Branding funktioniert, ist unter Onlinespielen ein einziger Mythos. Erreicht wird ein Umschwung und Umdenken hier mit Sicherheit nicht durch ein weiteres MMORPG, das auf die alten Traditionen amerikanischer oder asiatischer Konkurrenz-Titel setzt. Aus eben diesem Grund lässt sich mit Albion Online die nötige Portion Hoffnung verbinden. Das Studio Sandbox Interactive macht seinen Namen zum Programm und lockt mit Features, die weder etwas mit einer massiven Jagd auf wilde Bestien zu tun haben, noch die Sehnsucht nach dem sogenannten Endgame unterstützen. Dieser bewusste Bruch mit alten Traditionen ist beinahe allgegenwärtig und schon bei der Entwicklung des eigenen Charakters deutlich spürbar.

Erfahrungspunkte und Level sind in diesem MMORPG gar ein echtes Fremdwort. Viele andere Inhalte sollen stattdessen sicherstellen, dass in den Spielern das Gefühl des typischen Helden-Daseins aufkommt. Allein der Gedanke an Charaktere, die sich durch besonders häufiges Spielen einen enormen Vorteil verschaffen, widerstrebt dem Team aus Berlin. Dass alle Abenteurer nach wenigen Wochen Besitzer der besten Ausrüstung sind und sich nur so lange mächtig fühlen bis eine neue Ladung an Items eingeführt wird, gilt es entschieden zu verhindern. Deshalb greift man auf das Handwerk im Online-Rollenspiel zurück. Alle Schwerter, Stäbe, Rüstungen und sonstige Gegenstände stammen aus der Feder der Spieler, die auf ihrem Streifzug durch die Lande Ressourcen verschiedener Seltenheit sammeln. Je seltener die Fundstücke, desto mächtiger natürlich die produzierte Waffe – ein einfaches und ebenso stimmiges Prinzip.

Dem Studio bleibt auch gar keine andere Möglichkeit, sofern seine Mitarbeiter dem Spieler wirklich die Freiheit überlassen wollen, die man ihm verspricht. Sogar vorgefertigte Klassen haben die Berliner aus ihrem Erstlingswerk konsequent verbannt, damit einzig die getragene Ausrüstung die eigene Spielweise bestimmt. Dies beeinflusst auch das Handwerk im großen Stil. Während des Herstellungsprozesses arbeiten Tüftler nicht nur Stahl oder Erze in ihr Meisterwerk ein, sondern auch Fähigkeiten. In der Folge begegnen einem auf dem Schlachtfeld nicht nur Magier mit Stab, sondern auch mit Schwert und Schild. Einige Restriktionen hat aber auch Albion Online diesbezüglich. Letztlich ist es dennoch elementar wichtig, die für sich passende Ausrüstung zu finden beziehungsweise zu produzieren. An sich haben in der Sandbox alle möglichen Kombinationen einen Sinn, verspricht man in Berlin. Das Gerücht, dass auch eine Gruppen von Spielern mit schwächeren Gegenständen einen besonders starken Ritter leicht überwältigen kann, verdeutlicht, wieso die richtige Ausrüstung in Albion Online die halbe Miete ist.

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