PlayNation Vorschau Resident Evil 6

Resident Evil 6 - Vorschau: Neuer Virus, neues Spiel

Von Julian Werry - Vorschau vom 19.06.2012 - 11:03 Uhr
Resident Evil 6 Screenshot

In diesem Jahr gibt es massig Entwickler, die ihr Konzept umzuwerfen scheinen und im gleichen Atemzug ihre Franchise neu erfinden wollen. So scheint es auch dem Third-Person Action-Shooter Resident Evil 6 zu ergehen. Auf der E3 in Los Angeles hat uns der Entwickler und Publisher Capcom neues Material präsentiert, das das einstige Survival-Horror-Spiel in altes, düsteres und blutiges Licht rückt. So könnte es doch zumindest teilweise wieder das klassische „Stop-and-Go“-Gameplay mit reichlich Schockmomenten geben.

Die ersten Minuten

Der Story-Modus von Resident Evil 6 besteht aus drei verschiedenen Kampagnen, die von jeweils zwei Charakteren bestritten werden. Diese können offline alleine im Einzelspieler, zu zweit im Split-Screen oder online im Coop-Modus abgeschlossen werden. Neben bekannten Gesichtern werden auch neue Mitstreiter im Kampf gegen die Untoten zur Auswahl stehen. In der ersten Mission steigen wir in der scheinbar verlassenen IVY-University in Tall Oaks direkt ins Geschehen ein. Dunkle Räume und eine zerstörte Umgebung bilden hier die unheimliche Kulisse. Begleitet von einem Mann, der seine Tochter sucht, schleichen wir uns, mit einer Pistole und einer Taschenlampe ausgerüstet, langsam durch die totenstillen Gänge voran und erwarten jederzeit einen Angriff. Hinter einer Ecke wartet dann auch schon der erste Schockmoment auf uns – eine blutverschmierte, junge Dame, die plötzlich vor unseren Augen zusammensackt. Wie sich herausstellt, ist die Verletzte die Gesuchte.

Leon S. Kennedy, bekannt aus Resident Evil 4, und die reizende Helena Harper läuten mit diesem Szenario den sechsten Teil des Horror-Shooters ein. Gemeinsam müssen die Beiden ihre Anhängsel vom Campus aus nach draußen begleiten und sie vor den lauernden Gefahren beschützen. Mit dem Aufzug soll der Weg in die Sicherheit bestritten werden, doch die Verletzte mutiert und tötet ihren Vater. In dem engen Raum müssen Leon und Helena nun versuchen nicht selbst Opfer des ersten angetroffenen Zombies zu werden. Der altbekannte Charakter wird während des Nahkampfes in die Schulter gebissen, doch er kann sich noch losreißen. Kaum ein paar Sekunden später muss Helena, auf dem Boden liegend, gegen die Angreiferin ankämpfen. Leon kann die Situation im letzten Moment retten und die Neue im Team verpasst der mutierten Tochter schlussendlich einen Kopfschuss. Dann öffnet sich die Tür des Aufzugs und das Unheil mit den Zombies nimmt seinen gewohnten Lauf.

Der Virus ist los: Chris Redfield und Leon Kennedy zurück in Action!

Generell werden die spielbaren Charaktere nicht nur durch Nahkampfangriffe Schaden erleiden, denn die Gegner haben gelernt mit Knüppeln oder Stahlrohren zu schmeißen und zu allem Überfluss wissen sie auch noch Schusswaffen zu bedienen. Dafür verantwortlich ist der aktuell ausgebrochene C-Virus, der die gesamte Menschheit zu infizieren droht. Neben Leon und Helena, deren Szenario mehr den ersten Teilen der Resident Evil-Reihe nachempfunden zu sein scheint, werden Chris Redfield und Piers Nivans sowie Jake Muller und Sherry Birkin den Kampf gegen den Virus aufnehmen.

Kennedy und Co. in der verseuchten Welt

In der zweiten Kampagne wird Chris Redfield während seiner Mission in Lianshang von einem traumatischen Erlebnis heimgesucht, das seine Persönlichkeit verändert: Er wird pessimistisch und fühlt sich schuldig für den Tod unzähliger Menschen. Doch sein neuer Partner Piers Nivans, der ihm als Sniper auf dem Schlachtfeld stets unter die Arme greift, baut ihn wieder auf. In ihrem ersten gemeinsamen Einsatz sind bereits viele Menschen tot oder zu Zombies mutiert. Diese können allerdings nicht einfach mit ein paar Schüssen beseitigt werden. Wird ein Untoter zum Beispiel an seinem Bein getroffen, wachsen diesem Flügel, wodurch man sich mit einem schwer besiegbaren Flugmonster konfrontiert sieht. Diese Kreaturen anzugreifen lohnt sich nicht, da sie reine Kugelfresser sind. Trifft ein Schuss hingegen auf die Arme, so wächst ein noch viel größerer nach, der den Feind vor unserer Munition schützen kann. Auf den Kopf zielen ist hier, wie bei allen Zombies, das Patentrezept. Die wenigen Kugeln sollten lieber für mächtigere Gegner aufgespart werden. Gibt es mal keine Munition mehr oder ist der Nahkampf der letzte Ausweg, so kann sich Chris mit seinem Kampfmesser durch die Meute schlagen. Die Laufwege der Protagonisten werden nicht immer die selben sein, was bedeutet, dass es sich sogar lohnt, eine Kampagne zweimal durchzuspielen. Auf jeden Fall geht es bei Piers und Chris schon actionreicher zur Sache: Waffe raus oder an ein Geschütz stellen, zielen und schießen als gäbe es kein Morgen mehr. Manchmal kann aber auch die hektische Flucht vor den Zombies zum Gelingen einer Mission verhelfen. Hier sehen wir einen krassen Kontrast zur Geschichte um Leon und Helena. Das sorgt für Abwechslung und kann somit für die Horror- und Actionfans gleichermaßen großen Spielspaß bedeuten. In diesem Part der Story werden von den Spielern vor allem Präzision und Reaktionsschnelligkeit abverlangt.

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