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Assassin's Creed: Origins - Alte Pyramide und heftige Kämpfe: Wir haben Origins angezockt

Von Lucas Grunwitz - Vorschau vom 29.08.2017 - 10:56 Uhr
Assassin's Creed: Origins Screenshot

„Back to the roots“ - das ist offensichtlich der Leitfaden bei Assassin’s Creed Origins, der besonders beim geschichtlichen Teil Verwendung gefunden hat. Mit dem alten Ägypten als Setting wird ein Communitywunsch erfüllt, der bereits seit geraumer Zeit durch die Foren und Social-Media-Kanäle von Ubisoft geistert – endlich heißt es: In alter Manier die religiösen Fanatiker des alten Ägyptens eliminieren. Wer sich das Gameplay und Spielprinzip aber etwas genauer anschaut, wird merken, dass die Entwickler hinter Origins mehr gemacht haben als das bisherige Konzept zu adaptieren und hier und da ein bisschen anzupassen. Wir haben uns daher den potenziellen Blockbuster von Ubisoft geschnappt und erklären euch im Detail, was der neue Ableger tatsächlich so anders macht und warum sich Origins nicht so anfühlt, wie die bisherigen „Assassin’s Creed“-Teile des französischen Spieleherstellers.

Langsam gehen uns die Hände aus, wenn es ums Nachzählen der bisherigen Teile des „Assassin’s Creed“-Franchise geht. Mittlerweile hat es uns unter anderem in spannende Zeitalter wie das industrielle England oder die amerikanische Revolution verschlagen. Rein geschichtlich haben sich alle Teile (nehmen wir die Ezio-Trilogie raus) stets deutlich unterschieden, dennoch hat sich das Gameplay im Kern immer nur sehr spärlich weiterentwickelt. Wer den ersten Teil aus dem Jahr 2007 gezockt hat, wird beispielsweise auch problemlos in das Kampfsystem aus Black Flag reinfinden.

Nun hat der französische Spielehersteller Ubisoft im letzten Jahr bekannt gegeben, dass ein Gap Year genau diesen Umstand ausmerzen soll, nachdem viele Stimmen in der Community laut geworden waren, dass das Franchise nur noch ausgeschlachtet werde. Es war das symbolische Versprechen eines Spieleentwicklers dafür, dass es mit dem kommenden Teil Assassin’s Creed: Origins besser wird und dass das gesamte Franchise wieder in eine richtige Richtung gelenkt werden soll.

Aber erst einmal zum Anfang (welch Wortwitz!), denn wir bewegen uns geschichtlich weit in die Vergangenheit zurück. Während Assassin’s Creed: Syndicate noch unter anderem im Ersten Weltkrieg gespielt hat, ordnen wir uns nun geschichtlich noch weit vor dem ersten Ableger ein, nämlich zur „Glanzzeit“ des alten Ägyptens. Bisherige Trailer wie der „Game of Power“-Trailer von der gamescom erzählen die Geschichte von Bayek, wie er sich in einem komplexen politischen Spiel wiederfindet - gefangen zwischen großen Persönlichkeiten wie Kleopatra, ihrem jüngeren Brüder Ptolemaios und dem großen Taktiker Caesar. Auch wenn hinsichtlich der Story nicht viel bekannt ist, wissen wir, dass sich der gesamte Hauptstrang in Richtung der Entstehung der Assassinenbruderschaft entwickeln wird. Gerüchten zufolge könnte Bayek uns sogar noch über Origins hinaus als Charakter erhalten bleiben

Das allgemeine Spielprinzip im detailverliebten Ägypten

Schon von der ersten Spielminute an existiert dieses wunderbare Gefühl, dass die Anfänge der Assassinen im (faszinierenden) alten Ägypten erzählt werden. Bereits die auf der gamescom gezeigte Demo vermittelt optisch eine wirklich beeindruckende Atmosphäre, was unter anderem auch durch die Verwendung heller Farben realisiert wird - zum Release im Winter erwartet uns daher ein entsprechend schönes Wärmegefühl beim Zocken.

Gehen wir an dieser Stelle von keinerlei Downgrades zum Release aus, so könnte uns mit Assassin’s Creed: Origins eines der detailreichsten Werke der heutigen Zeit erwarten. Selbst derart kleine Dinge wie Kleidung und traditionelle Aspekte vermitteln dem Spieler den Eindruck, dass hier bei der Recherche wirklich alles rausgeholt wurde. Hinsichtlich der Tatsache, dass zur vorliegenden Epoche keineswegs so viele Materialen wie für Syndicate bereitstanden, kann hier wirklich von überzeugender Arbeit geredet werden.

Rein spieltechnisch bleibt sich Ubisoft, wie viele andere Spielehersteller, weiterhin treu: Neben einer Hauptgeschichte, die in den dazugehörigen Hauptmissionen erzählt wird, haben wir die Möglichkeit unzählige Nebenmissionen zu absolvieren. Schon bei Assassin’s Creed: Syndicate wurde damit begonnen Nebenmissionen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ aufzuziehen. Sie erzählen unter anderem eine eigenständige Geschichte, die auch zur Hauptgeschichte beitragen können und nicht nur als pure Lückenfüller agieren. Ob Ubisoft dieser Linie über das gesamte Spiel hinweg treu bleiben kann, wird sich aber wohl erst zum Release zeigen.

Zieht man andere Aussagen des Spielherstellers hinzu, könnte uns dahin gehend aber ein wahres Fest an Spielinhalten erwarten. Zumindest was die Kartengröße angeht, soll Origins alle bisherigen Teile des Franchises in den Schatten stellen, wobei sich hier die Frage stellt, wie viel trockene Wüste beziehungsweise tatsächlicher Inhalt uns hier wirklich erwartet. Wir sagen nur: Weniger ist manchmal mehr.

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