Filmkritik von Lucas Grunwitz | Vom 25.05.2017 - 14:22 Uhr - Kommentieren
Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache Screenshot

Jack Sparrow kehrt offiziell aus seinem Ruhestand zurück und schart seine treue Crew aus Kinozuschauern um sich. Vor sechs Jahren erschien mit Pirates of the Carribean: On Stranger Tides die erste Fortsetzung, die nach dem epischen Ende der Haupttrilogie ansetzte und das Franchise in eine Kluft aus schlechter Kritiken stürzte. Mit Dead Men Tell No Tales will Disney nun zurück auf Kurs und verspricht der Kinowelt ein Sequel, welche sich endlich wieder mehr am Original orientieren soll und damit mehr Piratenflair zurück ins Bott holt. Für Disney dürfte die schwierige Situation klar sein: Das Piratenschiff „Fluch der Karibik“ schippert direkt Richtung Bermudadreieck zu - ob Disney es schafft das Ruder noch einmal rumzureißen und die Reihe vor dem absoluten Ende zu bewahren, verraten wir euch in unserer Filmkritik zu Fluch der Karibik: Salazars Rache.

Der Plot: Ein junger Mann auf der Suche nach dem Dreizack

Der junge Henry Turner kennt nur ein Ziel: Seinen Vater Will Turner von seinem Fluch an der Flying Dutchman zu befreien und ihn endlich wieder zu einem freien Mann zu machen. Da eine Flucht auf klassischem Wege bekanntermaßen nicht möglich ist, benötigt er den legendären Dreizack von Poseidon, dem nachgesagt wird alle Flüche der sieben Meere brechen zu können. Zeitgleich lernen wir die junge Carina Smyth kennen, die ihrer Zeit weit voraus ist: Als junge Astronomin lebt sie die Wissenschaft und hat in ihrer Zeit als Waise ein Tagebuch in die Hand gedrückt bekommen, welches den Weg zum besagten Dreizack ebnen soll. Ganz klar, dass sich Carina und Henry irgendwann über den Weg laufen, um gemeinsam nach dem sagenumwobenen Schatz zu suchen - den Dreizack teilen wollen beide trotzdem irgendwie nicht.

Daneben gibt es selbstverständlich ein Wiedersehen mit Jack Sparrow - der vom Pech geplagte Kapitän scheint absolut nichts mehr auf die Kette zu bekommen, verliert seine gesamte Crew und schafft es ganz nebenbei noch den gefürchteten Piratenjäger Armando Salazar unfreiwillig von seinem Fluch zu befreien. Letzterer fristete nach einem Intermezzo mit dem jungen Jack ein trauriges Dasein in einer verfluchten Zone und will Jack natürlich für die vergeudeten letzten Jahre ans Leder. Für Jack ganz klar: Auch hier liegt der Schlüssel im Dreizack von Poseidon. Darüber hinaus wollen auch die Engländer noch ein Wörtchen mitsprechen und erhoffen sich vom Dreizack die Macht die gesamten Meere zu kontrollieren.

Düstere Atmosphäre trifft auf Kinderhumor

Schon die Trailer haben es angedeutet: Mit dem fünften Teil der „Fluch der Karibik“-Reihe versucht Disney erneut eine deutlich düstere Schiene zu fahren, vergleichbar mit dem finalen Teil der klassischen Piratentrilogie im dritten Teil. Mit dem Antagonisten Armando Salazar ist dieses Vorhaben auch wahrlich geglückt, denn die bedrohliche Präsenz des Piratenjägers funktioniert auch über die Trailer hinweg. Schauspieler Javier Bardem schafft es Salazar einen derart bedrohlichen Charakter einzuhauchen, dass er schlichtweg jedem anderen Schauspieler während seiner Screen Time die Show stiehlt. Untermauert wird das schauspielerische Talent von Bardem durch die beeindruckende Animationsarbeit von Disney. Zerpflückte Haut, bedrohlich wehende Haare - schlussendlich sind es an dieser Stelle die kleinen Details, die der düsteren Atmosphäre den Feinschliff verleihen und den Film somit in die Oberklasse aufsteigen lassen.

Dem gegenübersteht steht Jack Sparrow, der unangefochten das Gesicht des gesamten Franchise repräsentiert. Selbstverständlich bleibt der Fakt bestehen, dass die Szenen mit Jack ein Garant für witzige Momente sind - Disney scheint an dieser Stelle aber leider etwas über die Stränge geschlagen zu haben und zu stark auf den hauseigenen Showmacher zu setzen. Während der etwas verwirrte Piratenkapitän in den ersten Teilen wenigstens noch zu wissen schien, was er macht, scheint dieser in Salazars Rache seine allerletzten Gehirnzellen versoffen zu haben. Das Verhalten der Figur lässt viel zu oft hinterfragen, was aus dem einst glorreichen Kapitän geworden ist, der im Hinterkopf stets einen Plan zu haben schien und doch irgendwie die Kontrolle behielt - nun sehen wir leider einen eher dümmlichen Piraten, dessen witzigen Szenen sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass er absolut irrational handelt. Man merkt an dieser Stelle leider, das Disney zu viel wollte und dabei unfreiwillig den eigenen Goldesel verhunzt - schade!

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