Kolumne von Julia Rother | Vom 13.09.2016 - 09:49 Uhr - Kommentieren
Pokémon Go Screenshot

Der Hype um Pokémon Go von Niantic hält noch immer an. Während Millionen Fans beim Fangen und Sammeln von besonders seltenen Pokémon ins Schwärmen geraten, wird auch immer wieder Kritik laut, das Spiel sei gefährlich und könne süchtig machen. Was ist dran an den Anschuldigungen? Eine Kolumne über das psychologische Für und Wider von Pokémon Go.

Pokémon Go: Ein Spiel, sie zu knechten... oder so

Pokémon Go, der neueste Hype aus dem Hause Niantic, hält seit Monaten Gamer und Nicht-Gamer in Atem. Zwar sind die Spielerzahlen mittlerweile etwas zurückgegangen, wirklich bemerkbar macht sich das aber nicht, denn noch immer sind sämtliche Neuigkeiten rund um das Spiel heiß begehrt und werden gern und oft gelesen. Mit jedem Hype kommt aber auch die Frage nach dem Warum auf. Was ist an der neuesten Technik oder einem bestimmten Spiel so besonders, warum sind glitzernde Vampire mit einem Faible für minderjährige Mädchen auf einmal begehrenswert oder wieso läuft die sagenumwobene Jugend denn nun draußen herum und versucht bunte Wesen mit imaginären Bällen einzufangen?

Besonders Fandoms können verwirrend sein und die vielen Berichte von Menschen, die aus Unachtsamkeit Autounfälle verursachen, in tiefe Gewässer fallen oder auch nur recht harmlose Zusammenstöße mit Laternenpfählen und Co. riskieren, nähren die Besorgnis der Uneingeweihten, die so viel Liebe für virtuelle Inhalte einfach nicht verstehen können. Während die Einen etwaige Unfälle mit einem spöttischen Lächeln als natürliche Selektion nach Darwin abtun, geben die Anderen dem neuen Trend selbst die Schuld, nicht den Menschen an sich. Den unsichtbaren Feind als gefährlich erklärend, verdichten sich Einzelschicksale schnell zu einer Allgemeingültigkeit, es entstehen Vorurteile und diese führen zu der Ablehnung eines eigentlich doch recht harmlos anmutenden Titels.

Ich möchte mit euch deshalb heute nicht über Unfälle aus Unachtsamkeit, geklaute Handys oder Zeit, die man vielleicht produktiver einsetzen könnte, sprechen, sondern tiefer gehen: Was hat es mit Pokémon Go auf sich: Kann ein Spiel mehr als nur die Summe seiner Inhalte sein und tatsächlich einen Einfluss auf die Realität haben? Und falls ja, ist dieser dann eher positiv zu bewerten oder werden wir alle bald Bälle schmeißend durch die Gegend rennen und versuchen, auf diese Weise unsere Haustiere einzufangen? „Ihr Tierquäler“, höre ich die PETA bereits schreien – oh, Moment, die Vorwürfe gab es ja tatsächlich schon. Nun, wie auch immer: Entspannt euch, liebe Pokémon-Freunde und von dem Hype irritierte Durchschnittsmenschen, und werft mit mir einen amüsierten, aber durchaus ernstgemeinten Blick auf das psychologische Für und Wider rund um Pokémon Go.

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